Überfall in Potsdam DNA-Test beweist, dass Thomas M. am Tatort war


Im Fall des in Potsdam überfallenen Deutsch-Äthiopiers deutet Generalbundestaatsanwalt Kay Nehm an, die Beweise würden den Verdacht erhärten. Ein DNA-Test der Blutspuren dort gefundener Glassplitter hat ergeben, dass sich der 30-jährige Potsdamer in der Nacht zu Ostersonntag am Tatort aufhielt.

Für das am Tatort in Potsdam gefundene DNA-Material komme der Beschuldigte Thomas M. "in Betracht", teilte Generalbundesanwalt Kay Nehm am Sonntag in Karlsruhe mit. Die DNA-Spuren seien an Splittern einer Bierflasche festgestellt worden. Der weitere Beschuldigte Björn L. sei zudem wahrscheinlich einer derjenigen, dessen Stimmen auf dem Mitschnitt einer Telefon-Mailbox während des Überfalls zu hören seien.

In der Erklärung Nehms hieß es, die Ermittlungen zum Tathergang dauerten an. Gegen die zwei Beschuldigten hatte ein Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof am Freitagabend Haftbefehl erlassen. Sie wurden daraufhin in brandenburgischen Gefängnissen inhaftiert. Die Bundesanwaltschaft geht von fremdenfeindlichen Motiven der 29- und 30-jährigen Männer aus.

Atmen als positives Zeichen

Nach Angaben einer Kliniksprecherin ist der Zustand des am Ostersonntag zusammengeschlagenen 37-jährigen Ingenieurs weiterhin lebensbedrohlich. Allerdings beginne der im künstlichen Koma liegende Deutsche allmählich selbstständig zu atmen, was die Ärzte als positives Zeichen werteten.

DPA DPA

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