HOME

Weltwirtschaftsforum in Davos: Rassismus? Ugandische Klimaaktivistin wird aus Agentur-Bild mit Thunberg herausgeschnitten

Die Nachrichtenagentur AP hat die ugandische Klimaaktivistin Vanessa Nakate von einem Bild mit anderen Aktivistinnen entfernt, unter anderem mit Greta Thunberg und Luisa Neubauer. Daraufhin warf Nakete AP "Rassismus" vor.

Die Klimaaktivistin Vanessa Nakate (l.) war auf dem zuerst veröffentlichten Bild herausgeschnitten worden

Die Klimaaktivistin Vanessa Nakate (l.) war auf dem zuerst veröffentlichten Bild herausgeschnitten worden. Daneben stehen Luisa Neubauer, Greta Thunberg, Isabelle Axelsson und Loukina Tille (v.l.n.r.) 

DPA

Die ugandische Klimaaktivistin Vanessa Nakate hat wegen der Bearbeitung eines Fotos mit ihr und anderen Mitstreiterinnen bei der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums Rassismus beklagt. Aus einem Bild der US-Nachrichtenagentur AP war sie herausgeschnitten worden; zu sehen sind auf dem Foto danach nur die Aktivistinnen Luisa Neubauer aus Deutschland, Greta Thunberg und Isabelle Axelsson aus Schweden sowie Loukina Tille aus der Schweiz. Darüber hatte die britische Zeitung "Guardian" berichtet.

Nakate berichtete in einem Video, das sie auf Twitter postete, von ihrer Enttäuschung: "Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich die Definition des Wortes Rassismus verstanden habe." Der Tweet wurde bis Sonntag tausendfach retweetet und geliked.

Greta Thunbergs Rede im Video: Die Welt steht in Flammen

Greta Thunberg: "Es tut mir so leid"

Auch Greta Thunberg meldete sich zu Wort. Sie schrieb bei Twitter an Nakates Adresse: "Es tut mir so leid, dass sie dir das angetan haben (...) Du bist die Letzte, die das verdient! Wir sind alle so dankbar für das, was du tust, und wir alle senden dir Liebe und Unterstützung!“ Bei Twitter erhielt die Aktivistin Hunderte Nachrichten der Solidarität. 

AP-Chefredakteurin Sally Buzbee entschuldigte sich und erklärte, die Nachrichtenagentur werde daraus lernen. Sie wies darauf hin, dass die Bearbeitung des Bildes nicht in böser Absicht geschehen sei, sondern aus Gründen der Bildkomposition. Die Agentur hatte später das Original-Bild mit allen fünf Aktivistinnen gesendet.

tis / DPA