Umfrage Wählergunst FDP lässt weiter Federn


Die schwarz-gelbe Koalition befindet sich nach einer neuen Umfrage in der Wählergunst weiter im Sinkflug. Im ARD-Deutschlandtrend vom Mittwoch kam die FDP bei der Sonntagsfrage nur noch auf fünf Prozent und damit ihren schlechtesten Wert seit Einführung dieser Erhebung im Jahr 2003.

Die schwarz-gelbe Koalition befindet sich nach einer neuen Umfrage in der Wählergunst weiter im Sinkflug. Im ARD-Deutschlandtrend vom Mittwoch kam die FDP bei der Sonntagsfrage nur noch auf fünf Prozent und damit ihren schlechtesten Wert seit Einführung dieser Erhebung im Jahr 2003. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Guido Westerwelle (FDP) verloren nach der Umfrage des Instituts Infratest dimap weiter an Zustimmung in der Bevölkerung.

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, hätten die Regierungsparteien CDU/CSU und FDP demnach zusammen nur noch 37 Prozent gegenüber 57 Prozent der Oppositionsparteien SPD, Grüne und Linke. Die Unionsparteien legten gegenüber der Vorwoche einen Punkt zu und liegen damit jetzt bei 32 Prozent. Gleichzeitig verlor die FDP aber einen Punkt auf jetzt 5 Prozent. Die SPD erreichte unverändert 29 Prozent. Die Grünen gewinnen einen Punkt hinzu und kommen auf 17 Prozent. Die Linke büßten einen Punkt und erreichten 11 Prozent.

Für die Umfrage im Auftrag der ARD-Tagesthemen wurden am Montag und Dienstag bundesweit 1.000 Wahlberechtigte telefonisch befragt. Nur noch 40 Prozent von ihnen zeigten sich mit der Arbeit von Bundeskanzlerin Merkel zufrieden. Dies sind acht Punkte weniger als zum Monatsbeginn und der bisher schlechteste Wert der CDU-Vorsitzenden in ihrer Amtszeit als Regierungschefin. Allein seit Anfang Mai hat Merkel 18 Punkte eingebüßt. FDP-Chef Westerwelle verlor gegenüber Anfang Juni vier Punkte und erreicht jetzt nur noch 20 Prozent Zustimmung. Dies ist sein schlechtester Wert seit Januar 2003. Damit ist er unverändert Schlusslicht unter den abgefragten Parteipolitikern.

An der Spitze der Beliebtheitsliste liegt weiterhin Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). Mit seiner Arbeit sind 68 Prozent der Deutschen zufrieden (plus 7 gegenüber Anfang Juni). Auf Platz zwei folgt Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), mit deren Arbeit 56 Prozent der Befragten zufrieden sind (plus 6). Auf Platz drei liegt jetzt Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 48 Prozent (plus 1). Merkel liegt in der Beliebtheitsliste nun hinter der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Renate Künast (45 Prozent), SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier (43 Prozent) und SPD-Chef Sigmar Gabriel (41 Prozent).

Generell ist die Zufriedenheit mit der schwarz-gelben Bundesregierung auf einem neuen Tief angelangt. Nur noch 12 Prozent der Bundesbürger sind laut Umfrage mit der Arbeit der schwarz-gelben Koalition zufrieden. Dies sind acht Punkte weniger als zum Monatsbeginn. 86 Prozent äußerten sich unzufrieden mit der Arbeit von Schwarz-Gelb (plus 8). So negativ wurde eine Bundesregierung zuletzt im März 2004 bewertet.

Auf die Frage, ob die Koalition aus Union und FDP bis 2013 weiterarbeiten, es einen Wechsel zu einer großen Koalition kommen oder Neuwahlen geben sollte, plädierte mit 47 Prozent knapp die Hälfte für Neuwahlen. 24 Prozent sprachen sich für einen Wechsel zu einer großen Koalition aus Union und SPD aus. Nur 23 Prozent halten es für das Beste, wenn die schwarz-gelbe Koalition bis 2013 weiterarbeitet.

Gefragt danach, welche der drei Möglichkeiten eintreffen wird, glauben 35 Prozent an Neuwahlen. 41 Prozent sind der Ansicht, dass die schwarz-gelbe Koalition bis 2013 weiterarbeiten wird. Nur 18 Prozent rechnen mit einem Wechsel zur großen Koalition.

APN APN

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