VG-Wort Pixel

Bundestagswahl Scholz-Zug rollt, Laschet im Allzeittief: SPD holt erstmals CDU ein

Olaf Scholz, SPD-Kanzlerkandidat und Bundesfinanzminister, bei einer Wahlkampfveranstaltung
Olaf Scholz, SPD-Kanzlerkandidat und Bundesfinanzminister, bei einer Wahlkampfveranstaltung
© Kay Nietfeld / DPA
Neuer Umfrageschock für die CDU: Die SPD hat im Trendbarometer des Meinungsforschungsinstituts Insa die Union eingeholt. Beide liegen jetzt bei 22 Prozent. 

Fünf Wochen vor der Bundestagswahl hat die SPD die Union in einer Umfrage eingeholt. Im wöchentlichen Sonntagstrend des Meinungsforschungsinstituts Insa für "Bild am Sonntag" sackt die Union mit Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) um drei Prozentpunkte auf 22 Prozent ab. Die Sozialdemokraten mit ihrem Kandidaten Olaf Scholz klettern um zwei Punkte auf ebenfalls 22 Prozent.

Damit liegen Union und SPD erstmals seit April 2017 in der Wählergunst wieder gleichauf. Damals hatten die Sozialdemokraten unter dem damaligen Kanzlerkandidaten Martin Schulz ein Umfragehoch erlebt, das dann fünf Monate vor der damaligen Bundestagswahl zu schmelzen begann.

Die Grünen verlieren in der Insa-Umfrage einen Punkt und kommen auf 17 Prozent. Die FDP steigt um einen Punkt auf 13 Prozent, die AfD um einen Punkt auf 12 Prozent. Die Linke bleibt stabil bei 7 Prozent. Wahlumfragen sind allerdings generell mit Unsicherheiten behaftet und spiegeln nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider. Anders als andere Institute hatte Allensbach am Donnerstag für die Union 27,5 und für die SPD 19,5 Prozent veröffentlicht.

Scholz liegt im direkten Vergleich klar vorne

Scholz würden laut Insa 34 Prozent der Befragten nach eigenen Angaben direkt zum Kanzler wählen, wenn dies möglich wäre. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als vor einer Woche. Unionskandidat Laschet fällt um drei Punkte auf 12 Prozent und liegt damit noch hinter Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock, die unverändert auf 13 Prozent kommt. Die Parteiwerte wurden von Montag bis Freitag ermittelt, die Zahlen zu den Kandidaten am Freitag. Am Samstag läuteten CDU und CSU mit einer Kampfansage an SPD und Grüne und der Warnung vor einem Linksruck die heiße Wahlkampfphase ein.

Würden die Zahlen bei der Bundestagswahl gleich ausfallen, hätte Scholz mehr Optionen für eine mögliche Koalition. Der SPD-Kanzlerkandidat präferiert ein Rot-Gelb-Grünes Bündnis. "Es gibt eine lange sozialliberale Tradition in Deutschland", hatte Scholz zu möglichen Koalitionen gesagt. Aber auch ein Links-Bündnis aus SPD, Grüne und Linke könnte infrage kommen. 

mai/DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker