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Und der Nächste, bitte: Plagiatsverdacht gegen Niedersachsens Kultusminister

Guttenberg und Koch-Mehrin sind ihre Doktortitel bereits los, Chatzimarkakis steht unter Verdacht - und nun auch Niedersachsen Kultusminister Althusmann. Der CDU-Politiker soll bei seiner Doktorarbeit abgeschrieben haben. Er räumte "mögliche handwerkliche Fehler" ein.

Nach Karl-Theodor zu Guttenberg, Silvana Koch-Mehrin und Jorgo Chatzimarkakis ist jetzt auch Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann wegen seiner Doktorarbeit unter Druck geraten. Der CDU-Politiker soll in seiner Dissertation an vielen Stellen inhaltliche und wörtliche Übernahmen aus anderen wissenschaftlichen Werken nicht als solche gekennzeichnet haben, berichtet die "Zeit".

Althusmann räumte am Mittwoch mögliche handwerkliche Fehler beim Zitieren ein und entschuldigte sich dafür. Zugleich betonte er aber, dass er keinerlei Textpassagen ohne Quellenangabe kopiert habe. Alle übernommenen Textstellen seien mit Autor und Seitenzahl angegeben worden. Er habe die Universität Potsdam um die Überprüfung seiner 2007 abgegebenen Arbeit gebeten. Dies werde etwa vier Wochen in Anspruch nehmen.

Konsequenzen für seine politischen Ämter schloss Althusmann zunächst aus. "Für meine Ämter habe ich, auch nachdem ich den Ministerpräsidenten gestern informiert habe, entschieden, dass dies eine Krise ist, die ich durchzustehen habe."

Althusmann promovierte als externer Doktorand an der Universität Potsdam mit einer Arbeit über die Organisation der öffentlichen Verwaltung. Die Uni will die Vorwürfe prüfen. Der zuständige Dekan beschäftige sich damit, sagte die Sprecherin der Universität. "Das ist nicht innerhalb weniger Stunden zu erledigen."

mad/tmm/DPA / DPA