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Vor der Europawahl: Oettinger kritisiert euroskeptische Töne der CSU

Ist die CSU zu europakritisch? Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger deutet das an und weist die Partei im Europawahlkampf auf die Bedeutung der EU auch für Bayern und seine Wirtschaft hin.

Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger hat euroskeptische Töne im Europawahlkampf der CSU kritisiert. Bayern sei vor allem deswegen wirtschaftlich so stark, weil es die EU gebe, sagte Oettinger der "Welt am Sonntag". Gerade die EU-Osterweiterung habe Bayern "aus einer Randlage ins Zentrum Europas gebracht". Die Bayern bräuchten jedoch offensichtlich immer jemanden, gegen den sie sich abgrenzen können, kritisierte der CDU-Politiker: "Früher waren es die Preußen, heute ist es die EU."

In den bayerischen Städten Ingolstadt, Dingolfing und München würden "viel mehr Autos hergestellt, als der Bayer sie fahren kann", sagte Oettinger. Ohne den europäischen Binnenmarkt würden "die Fahrzeuge in Bayern verrosten". Zuvor hatte bereits EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy euroskeptische Töne im Vorfeld der Europawahlen am 25. Mai kritisiert.

jen/AFP / AFP