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Warschauer Aufstand: Museum zur Erinnerung eröffnet

Zum 60. Jahrestag des Warschauer Aufstands ist am Samstag das erste Museum eröffnet worden, das ausschließlich der Erinnerung an die Erhebung gegen die deutschen Besatzer gewidmet ist.

An der Eröffnungsfeier nahmen neben dem polnischen Regierungschef Marek Belka auch rund 3.000 Veteranen teil.

"Dieses Museum handelt von der Wahrheit und der Erinnerung an alle Polen und zeigt Europa und dem Rest der Welt unsere wahre Geschichte und das, was in Warschau geschehen ist", sagte der Ministerpräsident im Garten des Museums. Belka stand vor einer Mauer aus Granit mit den Namen tausender Kämpfer, die bei dem 63-tägigen Aufstand ihr Leben verloren.

Belka: Erhebung muss stärker ins Bewusstsein gerückt werden

In Grußbotschaften würdigten auch der russische Präsident Wladimir Putin und der aus Polen stammende Papst Johannes Paul II. die Opfer des Aufstands.

Der Höhepunkt der Feierlichkeiten zum Jahrestag des Warschauer Aufstands gegen die deutschen Besatzer von 1944 ist am Sonntag. An der Abschlusszeremonie wird Gerhard Schröder als erster Bundeskanzler teilnehmen und auch eine Rede halten.

Der Warschauer Aufstand gilt als die größte bewaffnete Erhebung in den von Nazi-Deutschland besetzten Gebieten während des Zweiten Weltkriegs. Am 1. August 1944 begann die polnische Heimatarmee Armia Krajowa (AK) mit ihren Angriffen auf deutsche Stellungen. Nach 63 Tagen brach der Aufstand zusammen. Fast 200.000 Tote waren zu beklagen, die meisten davon Zivilisten.

Ministerpräsident Belka forderte am Samstag in einem BBC-Interview, in Europa und den Vereinigten Staaten müsse der Warschauer Aufstand stärker ins Bewusstsein der Menschen gerückt werden. Die Erhebung werde oftmals mit dem Aufstand der Juden im Warschauer Getto ein Jahr zuvor verwechselt.

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