Fried – Die Politik-Kolumne Wie die FDP zu einer Partei des Selbstmitleids wurde

Christian Lindner, FDP Parteichef und Stefan Birkner, FDP Spitzenkandidat
Bei den Wahlen in Niedersachsen am Sonntag erreichte die FDP die Fünfprozentmarke nicht, um in den Landtag einzuziehen. Welche Auswirkungen dieses Ergebnis auf die Koalition hat, analysiert Nico Fried in seiner Kolumne
© Stern Montage: Foto: Annegret Hilse/REUTERS
Bilanz nach der Niedersachsen-Wahl: Wenn die FDP in einer Koalition schlecht dasteht, sind immer andere schuld. Da stimmt doch was nicht.

Das hatte Christian Lindner gerade noch gefehlt. Dass der Abend der niedersächsischen Landtagswahl hart werden würde, hatte der FDP-Chef wohl geahnt. Ein paar Stunden dauerte das Tänzeln seiner Partei auf der Fünfprozenthürde. Und in dieser Zeit durfte sich Lindner anhören, wie der Grünen-Vorsitzende Omid Nouripour der FDP großmütig den Einzug in den Landtag wünschte. Es war unter Koalitionspartnern gut gemeint, hatte aber etwas Demütigendes: die stolze FDP, liebkost von den Grünen, gegen die man in Niedersachsen mit dem Thema Atomkraft doch besonders harten Wahlkampf gemacht hatte.

Mehr zum Thema

Newsticker