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Wirtschaft: Die Gewinner und Verliere des Jahres

Mit einem Freispruch ging Josef-Ackermann im Mannesmann-Prozess als Gewinner nach Haus. Für Ernst Welteke hingegen war 2004 kein erfolgreiches Jahr. Der ehemalige Bundesbank-Chef musste seinen Hut nehmen.

GEWINNER:

DER EURO:

In den ersten Jahren nach der Einführung 1999 wurde die europäische Gemeinschaftswährung wegen immer neuer Tiefstände gegenüber dem Dollar als "weich" belächelt. Doch mit amerikanischen Rekorddefiziten in Staatshaushalt und Leistungsbilanz schlug die Stunde des Euro. 2004 jagte ein Euro-Hoch das andere und bei einem Rekordstand von 1,3335 Ende November ist von weich keine Rede mehr. Die stark exportabhängige Wirtschaft macht sich allerdings Sorgen um die Konjunktur, da Waren aus Europa damit im Dollar-Raum teurer werden. Die US-Regierung sieht die Dollarschwäche dagegen sehr gelassen, da dies die Etatführung erleichtert.

JOSEF ACKERMANN:

Das Jahr fing schlecht an für den Chef der Deutschen Bank. Als Angeklagter musste er sich im Mannesmann-Prozess wegen des Vorwurfs der Untreue in der Übernahmeschlacht mit Vodafone verantworten. Ein unüberlegtes V-Siegeszeichen gepaart mit einem lockeren Lächeln auf dem Weg in den Gerichtssaal löste Entrüstung und Kritik in der Öffentlichkeit aus. Auch ein Versuch, die Bank an die Citigroup zu verkaufen, soll am Widerstand im eigenen Aufsichtsrat gescheitert sein. Am Ende steht Ackermann jedoch als Gewinner da. Das Gericht sprach ihn am 22. Juli wie alle anderen Angeklagten frei. Und in seinem Bankhaus stärkte der Schweizer seine Position mit dem Abgang des Kontrahenten Ulrich Cartellieri aus dem Aufsichtsrat.

DIE ÖLINDUSTRIE:

Das teure Öl sichert satte Gewinne. Die Nummer eins, der US-Ölkonzern ExxonMobil erzielte in den ersten neun Monaten 2004 einen Rekordgewinn von 16,9 Milliarden Dollar. Der britische Mineralölkonzern BP schaffte in den drei Quartalen einen Gewinn 12,56 Milliarden Dollar, ein Plus von 26 Prozent. Da die Preishochs auf dem Ölmarkt erst im Oktober erreicht werden, dürften die Jahreszahlen noch üppiger ausfallen.

CHINA:

Das Reich der Mitte tritt immer mehr als Wirtschaftsmacht in Erscheinung. Das Land erledigt inzwischen nicht nur fast die gesamte Produktion beispielsweise von Unterhaltungselektronik oder Spielzeug für internationale Konzerne, sondern auch rein chinesische Unternehmen wie zum Beispiel der Computerhersteller Lenovo werden über die Grenzen des Landes hinaus bekannt. Deutsche Unternehmen wie Siemens, DaimlerChrysler oder BMW investieren immer stärker in China. Der Öldurst des Landes und der hohe Bedarf an Stahl tragen zu den Preishochs bei den Rohstoffen auf dem Weltmarkt bei.

VERLIERER:

ERNST WELTEKE:

Der langjährige Bundesbank-Chef stolperte über das Reisen. Zunächst brachten ihn Berichte über den Silvester-Aufenthalt im Berliner Luxushotel Adlon zur Euro-Bargeldeinführung am 1. Januar 2002 in Bedrängnis. Nachdem auch noch ein Besuch bei dem Formel-1-Rennen in Monaco auf BMW-Kosten publik wurde, gab es kein Halten mehr. Welteke gab seinen Widerstand auf und trat im April zurück. Kritiker warfen ihm vor, dem Ruf der Bundesbank schwer geschadet zu haben.

MARTHA STEWART:

Die 63-Jährige war ein Medienstar und hatte ein Milliarden-Imperium mit Haushaltstipps aufgebaut. Doch ein dubioses Aktiengeschäft wurde ihr zum Verhängnis. Sie verkaufte Aktien der Biotech-Firma ImClone kurz bevor deren wichtigstem Medikament die Zulassung verweigert wurde und die Papiere abstürzten. Ein US-Gericht sah es als erwiesen an, dass die mit dem Firmenchef befreundete Stewart einen illegalen Tipp bekommen hatte und sie musste eine fünfmonatige Haftstrafe antreten. Der Aktienkurs ihrer Firma sackte ab. Ironie des Schicksals: Das Krebsmedikament Erbitux wurde inzwischen zugelassen und bringt ImClone satte Profite.

T-ONLINE-AKTIONÄRE:

Als die Internet-Tochter der Deutschen Telekom auf dem Höhepunkt der New-Economy-Euphorie an die Börse ging, kostete eine Aktie 27 Euro und gingen weg wie das sprichwörtliche warme Brot. Danach kam der Absturz und am 9. Oktober nahm die Telekom den T-Online-Aktionären auch die Hoffnung, irgendwann ihre Verluste noch wettzumachen. Sie kündigt an, T-Online zum aktuellen Preisniveau von 8,99 Euro je Aktie von der Börse zu nehmen. Damit soll unter anderem interne Konkurrenz mit der Festnetzsparte T-Com vermieden werden.

DER STABILITÄTSPAKT:

Er soll den Euro mit strengen Defizitvorgaben vor einer Aufweichung schützen, doch in der europäischen Konjunkturschwäche liegt der Stabilitätspakt in Trümmern. Allein Deutschland bricht als hartnäckiger Defizitsünder 2005 wohl zum vierten Mal in Folge die Defizit-Obergrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts - folgenlos. Auch mehrere andere Länder lassen ihre Staatsfinanzen über die rote Linie gleiten. Die als letzte Konsequenz drohenden Milliardenbußen bleiben Theorie. Obwohl die EU-Kommission mit einer Klage gegen das Aussetzen der Defizit-Verfahren gegen Deutschland und Frankreich erfolgreich ist, bleiben sie vorerst auf Eis.

DIE KONJUNKTUR:

Die Konjunktur kommt 2004 zwar wieder etwas in Fahrt - der starke Euro und die hohen Ölpreise legen ihr jedoch Zügel an. Im Herbst schrauben mehrere Wirtschaftsinstitute ihre Prognosen für 2005 zurück. Das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA) zweifelt Mitte November die erst wenige Wochen alte Vorhersage aus dem gemeinsamen Gutachten der Institute an und schließt ein Absinken in Richtung von einem Prozent nicht aus. Die Institute rechneten noch mit 1,5 Prozent Wachstum für 2005 und 1,8 Prozent in diesem Jahr.

MICHAIL CHODORKOWSKI:

Der 41-jährige zählte zu den reichsten und mächtigstens Männern Russlands - das gesamte Jahr 2004 musste der Besitzer des Ölkonzerns Yukos jedoch in der Gefängniszelle verbringen. Ihm werden schwerer Betrug und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Aus der Haft muss er mit ansehen, wie sein einstiges Imperium zerschlagen wird und unter Steuernachforderungen von insgesamt 15 Milliarden Euro ächzt.

DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(