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Podcast "heute wichtig" Giorgia Meloni: Die gefährlichste Frau Europas könnte bald Italien regieren

Giorgia Meloni
DIe nächste Ministerpräsidentin Italiens? Giorgia Meloni trat schon mit 15 Jahren der postfaschistischen Jugendorganisation bei
© Fabio Sasso / ZUMA Press Wire / DPA
"Man war mit dieser Vernunftregierung unter Draghi sehr zufrieden", so beschreibt "stern"-Auslandsreporterin Andrea Ritter das Stimmungsbild der Italiener vor dem Rücktritt von Regierungschef Mario Draghi im Juli. Über einen möglichen Rechtsruck bei der Wahl in Italien am Sonntag und über die katastrophalen Folgen.

Unter den Kandidat:innen sind unter anderem Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi mit der Partei Forza Italia. Außerdem mit von der Partie ist Ex-Innenminister Matteo Salvini mit der Lega. Mit der Partei Fratelli d´Italia (Brüder Italiens) stellt sich die 44-Jährige Giorgia Meloni auf. "Die drei Parteien treten auf unter dem Label Mitte-rechts", erklärt Andrea Ritter. Laut aktuellen Umfragewerten des Meinungsforschungsinstitut Tecné liegt die Partei um die Rechtspopulistin Giorgia Meloni mit 20,5 Prozent vor der Partei Lega (20,4 Prozent) von Matteo Salvini. 

Mit Blick nach rechts: Giorgia Meloni als neue Ministerpräsidentin von Italien 

Im Teenageralter, um genau zu sein mit 15 Jahren, hat sich Giorgia Meloni dazu entschieden, der postfaschistischen Jugendorganisation anzuschließen.  "Also sie ist sehr lange in dieser rechten Bewegung dabei", begründet Andrea Ritter ihre jetzige Zugehörigkeit der Partei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens). Mit den Parolen "Wir geben den Faschismus an die Menschheit zurück" tritt die Partei nicht gerade distanziert an die Bürger:innen Italiens heran. Es tauchten auch schon Bilder auf, auf denen Parteimitglieder der FdI mit dubiösen Grüßen zu sehen sind. Andrea Ritter erklärt, "Es gibt Verbindungen auch noch zu Gruppen, die noch weiter rechts stehen." Und: "Es ist ein Rechtsdruck, um das nochmal ganz klar zu sagen. Italien wäre ein west-europäisches Land mit einer Ministerpräsidentin, die auf europäischer Ebene ganz klar für die Linie von Victor Orbán in Ungarn steht." 

Die Folgen des Ergebnisses mit Blick auf Europa, kann man noch nicht abschätzen, Andrea Ritter sagt: "Es wird natürlich immer schwieriger an einem Strang zu ziehen und es wird sich zeigen, was daraus folgt." Falls also Girogia Meloni neue Ministerpräsidentin Italiens werden sollte, wird es in Europa noch schwieriger, gemeinsame Entscheidungen zu treffen.

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yks

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