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Klimastreik: Greta begeistert: "Unglaublich, ein historischer Tag" – aktuell Straßenblockaden in mehreren Städten

Es war ein weltweiter Protesttag: In Tausenden von Städten, in über 150 Ländern, auf allen Kontinenten gingen Menschen auf die Straße, um für ein Umdenken in Sachen Klima zu demonstrieren. In Berlin stellte die GroKo ihre Ziele zum Klimapaket vor. Der Tag zum Nachlesen.

Regierung verabschiedet Klima-Paket – Demonstranten inszenieren Galgen-Protest

Die Bewegung Fridays for Future hat für diesen Freitag einen globalen Klimastreik ausgerufen. In mehr als 2600 Städten in fast 160 Staaten wird protestiert. Allein in Deutschland sind um die 600 Aktionen und Streiks im Gange. Der stern ist in Hamburg und Berlin vor Ort sein und hält die Ereignisse rund um die weltweiten Proteste im Blick. Gleichzeitig werden in Berlin wichtige Weichen für eine neue Klimapolitik gestellt und ein Klimapaket verabschiedet. Dies alles, bevor am Wochenende die UN-Klimakonferenz in New York ansteht, auf der unter anderem Bilanz gezogen werden soll: Wie weit sind die Staaten mit der Umsetzung der Pariser Klimaziele? An dieser Stelle halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Das beschlossene Eckpunktepapier für das Klimaschutzprogramm 2030 können Sie hier herunterladen.

Die Entwicklungen zum großen Protesttag im Liveblog

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Und damit beenden wir unseren Liveblog zum globalen Klimastreik am 20. September. Vielen Dank für Ihr Interesse! Wir wünschen eine gute Nacht!

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Klimastreiks in Brasilien.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Tausende Menschen haben sich in New York anlässlich des globalen Klimastreiks versammelt. Die Demonstranten trafen sich am Mittag (Ortszeit) vor dem New Yorker Rathaus und begannen dann, gemeinsam Richtung Battery Park an der Südspitze Manhattans zu ziehen. Dort sollte es am Nachmittag eine Veranstaltung mit Reden geben.

    Eine Ansprache der 16 Jahre alten Klima-Aktivistin Greta Thunberg war für etwa 23.00 Uhr deutscher Zeit geplant. Bis dahin erwartete die Polizei, dass die Teilnehmerzahl noch deutlich steigen werde. Die New Yorker Schulverwaltung hatte bereits vor ein paar Tagen angekündigt, dass alle Fehlzeiten an diesem Freitag entschuldigt seien.

    Auch in anderen Städten in den USA wie etwa Washington, Boston oder Portland gab es Demonstrationen. Zuvor waren in Städten weltweit bereits Hunderttausende auf die Straßen gegangen. Aufgerufen hatte die Jugendbewegung Fridays for Future.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Greta Thunberg: "Die geschätzte Anzahl in New York liegt bei über 250.000! Sie haben den Park geschlossen, weil zu viele Leute da waren ... Ich spreche bald im Battery Park."

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    USA: Klimastreiks auch in Los Angeles in Kalifornien und Seattle im Bundesstaat Washington.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Fridays For Future in Deutschland fordert, "dass die Bundesregierung ihre Handlungsfähigkeit beim Klimaschutz nun ernsthaft hinterfragt" und spricht von einem Eklat.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Sogar in der Antarktis wird gegen den Klimawandel demonstriert.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Laut Greta Thunberg haben sich schon mindestens drei Millionen Menschen an dem globalen Klimastreik beteiligt. Nord- und Südamerika noch nicht mitgerechnet.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Auch in Santiago de Chile gingen Menschen für das Klima auf die Straße.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Greta Thunberg twitterte ein Foto vom Klimastreik in New York: "New York City sieht riesig aus! Lower Manhattan ist voller Menschen. Es wird Ewigkeiten dauern, bis alle zum Battery Park kommen."

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Bilder von den Klimastreiks in den US-Großstädten Chicago und San Francisco.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Greta Thunberg meldet sich vom Klimastreik in New York City: "Schulstreik. Woche 57. New York City.", schrieb sie auf Twitter.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Nach dem Klimaschutz-Kompromiss der großen Koalition hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hervorgehoben, dass die Regierungsparteien auch dauerhaft weiter am Kampf gegen die
    Erderhitzung arbeiten werden. "Damit sind wir natürlich nicht am Ende der Aufgabe angelangt", sagte der CDU-Politiker im ZDF. "Wir werden auch in den nächsten Jahren regelmäßig über
    Klimaschutz reden müssen. Wir werden klar und deutlich sagen, wo wir stehen, wo die Defizite liegen, und dann müssen wir auch gemeinsam handeln."

    Zugleich lobte er die Ergebnisse: "Zusammengenommen können diese Maßnahmen einen entscheidenden Beitrag leisten." Altmaier verteidigte auch die geplante Anhebung der Pendlerpauschale, die soziale Verwerfungen im Zuge höherer Heiz- und Kraftstoffkosten mit verhindern soll. Städter könnten vom Auto auf das Fahrrad oder den Nahverkehr ausweichen. "Menschen in ländlichen Regionen müssen manchmal lange Wege fahren, weil es bei ihnen keine Arbeitsplätze gibt. Und diese Menschen dürfen am Ende nicht die Leidtragenden der Klimapolitik sein. Das würde Parteien von rechts und von links die Wähler in Scharen zutreiben", erklärte er.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert hat verhalten auf das geplante Klimapaket der Großen Koalition reagiert.
    Die vorgesehene jährliche Überprüfung der verabredeten Maßnahmen sei "der eigentliche Erfolg in den Verhandlungen", sagte der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur DPA. Auch die geplante CO2-Bepreisung gehe in die richtige Richtung. "Das Ergebnis ist insbesondere bei den Investitionen näher an dem, was wir als SPD wollten, als an dem, was die CDU wollte", sagte Kühnert.
    Andererseits sei das Paket auch ein klassischer Kompromiss der großen Koalition. "Vieles bleibt auf so einer Zwischenebene", sagte Kühnert. Weil das Bündnis aber nun einmal eine politische Realität sei, sei es richtig, dass sich Union und Sozialdemokraten auf Eckpunkte verständigt hätten. "Es gibt eben derzeit keine fortschrittliche Mehrheit im Deutschen Bundestag. Auf die nächste Bundesregierung kommt folglich noch eine Menge Nacharbeit zu."

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Ein paar Zahlen und eine erste Zusammenfassung:

    Der Zulauf der Klimaproteste in Deutschland an diesem Freitag war groß: In Berlin gingen nach Angaben der Aktivisten etwa 270.000 Menschen auf die Straße, die Polizei ging von 100.000 aus. In Köln waren es laut Veranstalter 70.000, in Hamburg laut Polizei 70.000. In München und Hannover beteiligten sich gut 25.000 Menschen, und selbst in kleineren Städten wie Münster und Freiburg waren es rund 20.000. Fridays for Future erklärte, 1,4 Millionen Menschen hätten in der Bundesrepublik demonstriert.

    In Paris gingen einem Bericht des Nachrichtensenders Franceinfo zufolge rund 10.000 Menschen auf die Straße, in der belgischen Hauptstadt Brüssel waren es nach Angaben der Polizei etwa 15.000. In London waren es nach Angaben der Veranstalter sogar 100.000 - Schätzungen der Polizei lagen zunächst nicht vor.

    Auch unter anderem im südafrikanischen Johannesburg, dem indischen Delhi und in Athen gab es Demonstrationen. Allein in Australien folgten rund 300.000 Menschen dem Protestaufruf, wie die Veranstalter mitteilten.

    In ganz Deutschland waren in Dutzenden Städten mehr als 570 Aktionen und Demonstrationen angemeldet. Auf Plakaten waren Slogans zu lesen wie "Ihr habt verschlafen, wir sind aufgewacht", "Hört auf, uns zu verKOHLEn", "Kurzstreckenflüge nur für Bienen" oder "Dieser Planet wird heißer als mein Freund". In Berlin standen drei Menschen auf abtauenden Eisklumpen unter einem Galgen - mit einer Schlinge um den Hals. Vereinzelt wurden von Gruppen wie Extinction Rebellion Straßenblockiert, unter anderem in Frankfurt und Berlin. In Frankfurt drangen Protestierer in die Paulskirche ein. Für die internationale Streikwoche, die nun begonnen hat, haben Aktivisten Proteste in mehr als 2900 Städten in über 160 Staaten angekündigt.