Krankenhausreform Lauterbachs Pläne sind gut gemeint, aber sie werden nicht funktionieren. Es fehlt eine entscheidende Zutat

Karl Lauterbach
Karl Lauterbach, der nerdige, und bewundernswerte Fachmann, simuliert mehr eine Reform, als dass er sie wirklich durchsetzen will, meint Andreas Hoffmann.
© Kay Nietfeld/ / Picture Alliance
Deutschlands Krankenhäuser stecken in der Krise. Ärzte operieren am Fließband, Pflegekräfte sind überlastet und die Häuser schreiben rote Zahlen. Karl Lauterbach will nun das System reformieren. Seine Pläne für die Zukunft sind gut gemeint, aber sie werden nicht funktionieren.
Über Deutschlands Kliniken und ihre Zukunft hat Jens Baas vor kurzem eigentlich alles gesagt. Der Mann kennt das Gesundheitswesen, versichert als Chef der Techniker Krankenkasse elf Millionen Menschen, und so fiel ihm folgender Satz ein: "Eine Krankenhausreform findet jeder wichtig und richtig. Sie ist aber – Verzeihung – scheiße politisch umzusetzen." Damit sind die Erfolgschancen von Karl Lauterbach exakt beschrieben. Der Gesundheitsminister will die Kliniken modernisieren, doch er wird von überall Kritik hören, weil sich immer jemand benachteiligt fühlen wird, wenn Abteilungen oder gar Krankenhäuser in der Nachbarschaft geschlossen werden. Schuld ist dann immer er, Lauterbach, der Bundesminister.    

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