REISE Flughafenkontrollen weiter verschärft

An deutschen Flughäfen sind die Sicherheitskontrollen nach den US-Militärschlägen nochmals verschärft worden. Passagiere müssen mit Verzögerungen bei der Abfertigung rechnen.

An den großen deutschen Flughäfen sind die Sicherheitsmaßnahmen als Reaktion auf den Militärschlag der USA und Großbritanniens gegen Ziele in Afghanistan nochmals verschärft worden. Nach Angaben der Flughafen-Betreiber wurden in Frankfurt, Berlin, München, Düsseldorf und Hamburg die seit den Anschlägen in den USA vom 11. September ohnehin erhöhten Kontrollen weiter verstärkt. So werde unter anderem das Handgepäck von Passagieren britischer Fluglinien besonders geprüft, teilte der Betreiber des Frankfurter Flughafens Fraport mit. Die erweiterten Kontrollen könnten zu Verzögerungen und Staus bei der Gepäckabfertigung führen. Die Lufthansa erhöhte nach eigenen Angaben ihre Kontrollstandards nicht.

Früheres Erscheinen am Flughafen empfohlen

Fraport rief alle Passagiere auf, wegen der nochmals verschärften Maßnahmen gegebenenfalls früher zum Reiseantritt an den Frankfurter Flughafen zu kommen. Um Verzögerungen zu vermeiden, sollten die Passagiere potenziell gefährliche Gegenstände wie Messer oder Scheren von vorneherein im aufzugebenen Reisegepäck verstauen und nicht im Handgepäck oder in der Kleidung mit sich führen. »Die Nagelfeile hat nichts im Handgepäck zu suchen«, sagte ein Sprecher des Bundesgrenzschutzes.

Gebühr für verschärfte Kontrollen

An Deutschlands größtem Flughafen waren bereits nach den Anschlägen auf das World Trade center und das US-Verteidigungsministerium, die mit entführten Flugzeugen ausgeführt wurden, die Sicherheitskontrollen erheblich verschärft worden. Lufthansa und Deutsche BA erheben seit Anfang Oktober für den höheren Aufwand bei den Kontrollen einen Sicherheitszuschlag von acht Dollar pro Passagier und Flugabschnitt.


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