HOME

BBC-Bericht: Für mehr Flugsicherheit: Pakistani opfern Ziege auf Rollfeld

Zwei Wochen nach dem Absturz einer ATR42 in Pakistan mit 47 Toten haben Flughafenmitarbeiter ein Tier geschlachtet, um zukünftige Flugzeugunglücke zu verhindern. Die Airline will ab 2017 auch Passagierflüge von Leipzig nach New York anbieten.

ATR-42 von Pakistan International Airlines

Am Morgen nach dem Unglück: Am 7. Dezember stürzte eine Turbopropmaschine vom Typ ATR42 der Fluggesellschaft Pakistan International Airlines auf dem Inlandsflug von Chitral im Norden des Landes zur Hauptstadt Islamabad ab.

Noch ist die Absturzursache ungeklärt, warum eine fast vollbesetzte Turbopropmaschine der Fluggesellschaft Pakistan International Airlines (PIA) am 7. Dezember in der unwegsamen Havelian-Bergregion nördlich der pakistanischen Hauptstadt Islamabad abstürzte. Um Schlimmeres zu verhindern, haben angeblich Angehörige das Bodenpersonal der Airline eine ungewöhnliche Maßnahme ergriffen, wie die "BBC" berichtet.

Wie ein auf Twitter veröffentlichtes Foto zeigt, musste eine schwarze Ziege dran glauben: Das Ritual, bei dem dem Tier die Kehle durchgeschnitten wurde, fand am vergangenen Sonntag auf dem Flugfeld statt. Unmittelbar dahinter steht eine Maschine desselben Typs der Fluggesellschaft, die zuvor abgestürzt war. 

Die pakistanische Zeitung "The Express Tribune" kommentierte, dass das "Ritualopfer für die Angst von PIA-Mitarbeitern im Zusammenhang mit dem Flugbetrieb, insbesondere mit den ATRs zusammenhängen", steht. Die Airline selbst gab bisher keine offizielle Stellungnahme zu diesem Vorgang ab.

Die Fluggesellschaft PIA, die 1946 gegründet wurde, und bis 2013 auch nach Deutschland flog, wird seit Anfang 2016 von dem Deutschen Bernd Hildenbrand geleitet, der sich auch kurz nach dem jüngsten Flugzeugunglück am Unfallort zeigte und den Betroffenen Familien sein Beileid aussprach.

Neben den zehn ATR-Propellermaschinen gehören elf Airbus A320 und mehrere Langstreckenflugzeuge vom Typ Boeing 777 zur Flotte. Nach Angaben der "Leipziger Volkszeitung" plant die Airline Anfang kommenden Jahres ihre Flüge von Pakistan nach New York nicht mehr über Manchester zu führen, sondern stattdessen in Leipzig eine Zwischenlandung einzulegen.

Auch Fracht und Passagiere sollen dann beim Stopover in Deutschland an Bord kommen. "Die entsprechende Erlaubnis der Behörden in Deutschland und den USA soll dafür bereits vorliegen", schreibt die "Leipziger Volkszeitung".

Pakistan International Airlines

Auf einer Pressekonferenz am 6. Dezember in Leipzig stellten Pakistan International Airlines die geplanten Flugzeiten der Verbindung Karachi-Leipzig-JFK vor.


Nach Informationen des stern soll es ab Anfang März 2017 eine Nonstop-Verbindung von Sachsen zum JFK-Airport in New York geben. "Leipzig würde uns die Möglichkeit geben zu einem dringend nötigen Comeback in Deutschland“, sagte Hildenbrand in einem Interview mit dem Fachmagazin "Air Transport World".


tib

Wissenscommunity