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Wegen Omikron-Variante Verschärfte Einreiseregeln, neue Risikogebiete: Was das für Ihre Weihnachtsreise bedeutet

Ein Schild mit der Aufschrift "Coronavirus Einreisebestimmungen beachten" an der Grenze zu Deutschland in Bayern
Ein Schild mit der Aufschrift "Coronavirus Einreisebestimmungen beachten" an der Grenze zu Deutschland in Bayern
© Sven Hoppe / DPA
Weihnachtszeit ist Reisezeit. Die Bundesregierung verschärft aktuell jedoch wieder Reiseregeln, vor allem wegen der Omikron-Variante des Coronavirus. Was Sie beachten müssen, wenn Sie reisen wollen.

Die neuartige Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich rasant auf dem Globus aus. Vor allem deshalb verschärft Deutschland nochmal seine Einreiseregeln. "Die Einreise sicherer zu machen hilft, damit sich die Omikron-Variante nicht so schnell ausbreitet", hatte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Samstag gesagt. "Verhindern können wir die Verbreitung nicht, nur verzögern. Je länger es dauert, bis Omikron auch Deutschland im Griff hat, umso besser." Die Weihnachtszeit ist für viele Menschen dennoch eine Reisezeit. Wir geben einen Überblick, was Sie bei Touren in welche Länder beachten müssen.

Zunächst werden potenziell gefährliche Länder in zwei Kategorien eingeteilt: Hochrisikogebiet und Virusvariantengebiet.

  • Als Hochrisikogebiet gelten Länder mit erhöhtem Infektionsgeschehen. Das Gesundheitsministerium nennt dafür auf seiner Webseite "regelmäßig eine 7-Tagesinzidenz von deutlich über 100" als Indiz. Aber auch andere Kriterien können greifen, etwa eine hohe Hospitalisierungsrate oder Ausbreitungsgeschwindigkeit vor Ort.
  • Ein Virusvariantengebiet ist laut Gesundheitsministerium eine Region, in der eine Mutation von Sars-CoV-2 verbreitet aufgetreten ist. Diese muss allerdings nicht auch zeitgleich bereits in Deutschland sehr verbreitet sein und von ihr muss ein erhöhtes Risiko ausgehen, etwa weil sie die Schwere der Krankheit verstärkt oder Impfstoffe und Antikörper durch eine überstandene Infektion keinen oder nur einen eingeschränkten Schutz bieten.

Für beide Risikostufen gelten unterschiedliche Vorsichtsmaßnahmen, die für die Virusvariantenregionen wurden am Wochenende nochmal leicht verschärft.

  • Besonders streng sind die Regeln für die Einreise aus einem Virusvariantengebiet. Sollten Sie aus einem der Länder auf dieser Liste (weiter unten) nach Deutschland reisen, müssen Sie sich nach Ihrer Ankunft 14 Tage in Quarantäne begeben und können diese auch nicht verkürzen. Dies gilt auch für Genesene und Geimpfte. Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist zudem darauf hin: Vor Ihrer Abreise wird Ihre Fluggesellschaft einen aktuellen PCR-Test von Ihnen verlangen. Das soll möglichst auch für Kinder ab sechs Jahren gelten. Bisher galt dies erst ab zwölf Jahren. Darum haben die Gesundheitsminister der Länder am Wochenende den Bund gebeten, der dafür zuständig ist.
  • Die Regeln für Hochrisikogebiete sind deutlich entspannter. Dort gilt lediglich die Anmeldepflicht. Wer aus einem Risikogebiet (gilt auch bei Virusvariantengebiet) einreist, muss die digitale Einreiseanmeldung unter https://www.einreiseanmeldung.de ausfüllen und eine entsprechende Bestätigung bei Einreise mit sich führen. Außerdem gilt eine Quarantänepflicht für Menschen, die nicht genesen oder vollständig geimpft sind. Diese dauert zehn Tage und kann frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test beendet werden.

Die Virusvariantengebiete:

Ab Montag wird auch Großbritannien ein Virusvariantengebiet sein. Die Monarchie gesellt sich zu acht Staaten aus Afrika, dir dort bereits seit Ende November stehen.

  • Botsuana
  • Eswatini 
  • Lesotho 
  • Malawi 
  • Mosambik 
  • Namibia
  • Simbabwe
  • Südafrika 
  • Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland inklusive der Isle of Man sowie aller Kanalinseln und aller britischen Überseegebiete

Die Hochrisikogebiete

Von der langen Liste der Hochrisikogebiete sind am Wochenende sechs Länder heruntergenommen worden: Einreisende aus Albanien, Bulgarien, Estland, Lettland, Nordmazedonien und der Republik Moldau müssen sich also nicht mehr in Quarantäne begeben, selbst wenn sie weder genesen noch geimpft sind. Dafür sind allerdings mit Andorra, Dänemark, Frankreich, dem Libanon und Norwegen fünf neue Länder hinzugekommen.

  • Andorra (seit 19. Dezember 2021)
  • Ägypten (seit 24. Januar 2021)
  • Äthiopien (seit 26. September 2021)
  • Barbados (seit 19. September 2021)
  • Belarus (seit 3. Oktober 2021)
  • Belgien (seit 21. November 2021)
  • Belize (seit 19. September 2021)
  • Bosnien und Herzegowina (seit 12. September 2021)
  • Burundi (seit 26. September 2021)
  • Dänemark inklusive der Färöer und Grönland (seit 19. Dezember 2021)
  • Dominica (seit 22. August 2021)
  • Frankreich inklusive des Übersee-Departements Réunion (seit 19. Dezember 2021)
  • Georgien (seit 25. Juli 2021)
  • Griechenland (seit 21. November 2021)
  • Haiti (seit 8. August 2021)
  • Irland (seit 21. November 2021)
  • Jemen (seit 10. Oktober 2021)
  • Jordanien (seit 5. Dezember 2021)
  • Kamerun (seit 24. Oktober 2021)
  • Kongo, Republik (seit 24. Oktober 2021)
  • Korea (Demokratische Volksrepublik) (seit 8. August 2021)
  • Kroatien (seit 24. Oktober 2021)
  • Laos (seit 14. November 2021)
  • Libanon (seit 19. Dezember 2021)
  • Libyen (seit 18. Juli 2021)
  • Liechtenstein (seit 5. Dezember 2021)
  • Litauen (seit 3. Oktober 2021)
  • Malaysia (Hochrisikogebiet seit 13. Juni 2021)
  • Mauritius (seit 5. Dezember 2021)
  • Mexiko (seit 8. August 2021)
  • Montenegro (seit 15. August 2021)
  • Niederlande (seit 21. November 2021) und die folgenden überseeischen Teile des Königreichs der Niederlande:

    • Bonaire (seit 27. Juli 2021)
    • Sint Eustatius (seit 27. Juli 2021)
    • Saba (seit 27. Juli 2021)
  • Norwegen (seit 19. Dezember 2021)
  • Österreich - mit Ausnahme der Gemeinden Mittelberg und Jungholz und dem Rißtal im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee (seit 14. November 2021)
  • Papua-Neuguinea (seit 8. August 2021)
  • Polen (seit 5. Dezember 2021)
  • Russische Föderation (seit 7. Juli 2021)
  • Schweiz (seit 5. Dezember 2021)
  • Serbien ( seit 5. September 2021)
  • Seychellen (seit 14. Februar 2021)
  • Slowakei (seit 31. Oktober 2021)
  • Slowenien (seit 26. September 2021)
  • Sudan (seit 31. Januar 2021)
  • Syrische Arabische Republik (seit 31. Januar 2021)
  • Tadschikistan (seit 8. August 2021)
  • Tansania (seit 14. März 2021)
  • Trinidad und Tobago (seit 8. August 2021)
  • Tschechische Republik (seit 14. November 2021)
  • Türkei (seit 17. August 2021)
  • Turkmenistan (seit 8. August 2021)
  • Ukraine (seit 10. Oktober 2021)
  • Ungarn (seit 14. November 2021)
  • Venezuela, Bolivarische Republik (seit 19. September 2021)
  • Vietnam (seit 15. August 2021)
Totimpfstoffe (Symbolbild)

Quellen:   Bundesamt für Gesundheit 1 / Bundesamt für Gesundheit 2 / Auswärtiges Amt / Robert-Koch-Institut / Nachrichtenagenturen AFP und DPA

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