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Formel 1 Sebastian Vettel ist Weltmeister


Im Reifenkrimi von Suzuka gewann Jenson Button vor Fernando Alonso. Der wahre Sieger war allerdings Sebastian Vettel, der mit dem dritten Platz im Japan Grand Prix seinen zweiten Weltmeistertitel perfekt machen konnte. 

Sebastian Vettel ist zum zweiten Mal Weltmeister. 329 Tage nach seinem Triumph in Abu Dhabi machte der Red-Bull-Pilot in Suzuka schon im fünftletzten Saisonrennen die erneute Jubelfeier perfekt.

Vettel fuhr in einem Reifenkrimi beim Großen Preis von Japan auf den dritten Rang hinter Jenson Button im McLaren und Fernando Alonso im Ferrari. Dem Heppenheimer hätte in seinem 77. Rennen bereits Platz zehn zum erneuten Titelgewinn gereicht. Michael Schumacher wurde Sechster, Nico Rosberg holte Platz zehn, Adrian Sutil wurde Elfter und Timo Glock lief auf Platz 20 ein.

Riskantes Manöver beim Start

Jenson Button erwischte den besseren Start, aber Sebastian Vettel schnitt dem schnelleren McLaren-Piloten den Weg ab, drückte ihn fast von der Strecke, Button musste vom Gas und so konnte sich Vettel an die Spitze setzen, Lewis Hamilton schob sich auf die zweite Position. "Es ist unglücklich gelaufen für Jenson Button, aber ich wäre überrascht, wenn die Stewarts eine Strafe verhängen“, kommentierte David Coulthard auf BBC das Manöver Vettels. So hieß es dann auch: "No further Action“, von den Renn-Stewarts.

Nach der ersten Aufregung um das Vettel-Startmanöver konnte der Deutsche schnell eine Führung herausfahren. Lewis Hamilton hatte früh einen Plattfuß, musste nach acht Runden in die Box, um einen Reifenwechsel durchführen zu lassen. Aber auch bei Vettel bauten die Hinterreifen ab, er kam in Runde zehn rein und Jenson Button folgte eine Runde später. Sebastien Buemi fiel derweil kurz nach dem Reifenwechsel das linke Rad ab, da hatte wohl ein Mechaniker geschlafen.

Der Reifenkrimi begann

Die Reifenabnutzung blieb auf hohem Niveau. Vettel verlor Zeit auf Button, da seine Reifen wieder gewechselt werden mussten. Hamilton hatte ebenfalls mit Blasenbildung zu kämpfen. Vettel wechselte auf den letzten Satz weicher Reifen, Button blieb eine Runde länger draußen und kam nach dem Wechsel vor Vettel zurück auf die Rennstrecke. Lewis Hamilton ließ unterdessen die x-te Episode seiner Rivalität mit Felipe Massa folgen.

Er ließ dem Ferrari-Pilot keinen Platz, beide berührten sich, bei der Kollision löste sich ein Teil von Massas Fahrzeug, was eine Safety-Car-Phase zur Folge hatte. Jenson Button, Fernando Alonso und Felipe Massa waren an diesem Tag die Reifenflüsterer, konnte am besten ihr Gummi schonen. Die Reihenfolge bei Halbzeit des Rennens: Button vor Vettel, gefolgt von Alonso, Webber und Massa. Michael Schumacher lag auf Platz sieben.

Vettel keine Chance auf den Sieg

Sebastian Vettel war langsamer als Jenson Button, sicherte den zweiten Platz. Nico Rosberg hatte bis dahin schon 13 Plätze gut gemacht, der Mercedes-Pilot lag nach 32 Runden auf einem guten elften Platz. Vettel musste erneut früher in die Box und wechselte auf harte Reifen. Es profitierte Fernando Alonso, der Vettel hinter sich lassen konnte. Michael Schumacher, der erst zwei Stopps hatte, führte zu diesem Zeitpunkt das Rennen an - zum ersten Mal seit 2006 in Japan.

Vettel sah in der Folge kein Land gegen Alonso und Button. Vor allem Alonso fuhr jetzt schneller als die Konkurrenz. Im Rücken von Vettel kam Mark Webber immer besser in Position. Der Australier musste durch einen Funkspruch an die Team-Disziplin erinnert werden, denn Vettel sollte doch zumindest auf dem Podium stehen. Button konnte sich den Angriffen von Alonso erwehren, er flog förmlich zum Sieg, lieferte kurz vor dem Ende noch einmal die schnellste Runde und so blieb es bei der Einlaufformation: Button, Alonso und Vettel, der durch den dritten Platz den Weltmeistertitel holen konnte.

Vettel der jüngste Doppelweltmeister

Sebastian Vettel hat mit dem Titelgewinn in Suzuka den Spanier Fernando Alonso als jüngsten Doppel-Weltmeister der Formel-1-Geschichte abgelöst. Bei seinem Triumph in Japan am Sonntag war er mit 24 Jahren und 98 Tagen fast ein Jahr jünger als Alonso bei seinem zweiten WM-Sieg im Jahr 2006.

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