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Formel 1 Vettel fährt in Singapur auf die Pole


14. Saisonrennen, elfte Pole – Sebastian Vettel war auch in der Dunkelheit von Singapur eine Klasse für sich. Der Red Bull-Pilot verwies seinen Teamkollegen Mark Webber auf den zweiten Platz.

Sebastian Vettel geht beim Großen Preis von Singapur zum elften Mal in dieser Saison von Startposition eins aus ins Rennen. Der Red-Bull-Pilot erzielte eine Stunde vor Mitternacht im entscheidenden Abschnitt der Qualifikation die Bestzeit.

Vettel verwies seinen Stallrivalen Mark Webber auf den zweiten Platz. Dritter wurde der WM-Dritte Jenson Button im McLaren vor seinem Teamkollegen, dem WM-Fünften Lewis Hamilton. Der zweimalige Singapur-Sieger Fernando Alonso schaffte es im Ferrari nur auf Platz fünf.

Damit könnte allerdings ausgerechnet Webber die Titelparty für Vettel verhindern. Ginge der 14. WM-Lauf so aus wie die Qualifikation, blieb er rechnerisch noch im Rennen um den Titel - auch wenn er ihn innerlich bereits vor zwei Wochen in Monza abgehakt hatte. 

Für Vettel hätte es kaum besser laufen können. Er benötigt nach dem Rennen 125 Punkte Vorsprung auf den zweiten Platz, den derzeit Alonso innehat - mit 112 Zählern Rückstand. Dritter ist Button, punktgleich mit dem viertplatzierten Webber (117). Direkt dahinter rangiert noch Hamilton (126). Auch wenn alle vier Verfolger die Jagd nach Vettel bereits entnervt abgeblasen haben und die mögliche Party-Location vom Team bereits ausgewählt sein soll - Vettel ließ sich nicht verrückt machen.

Rosberg, Schumacher und Sutil in den Top-10 

Ein bisschen Schützenhilfe könnte ihm gleichwohl nicht schaden - und gleich drei weitere Deutsche schafften es in die Top Ten; Michael Schumacher wurde - ohne gezeitete Runde im letzten Qualifikationsdurchgang - im Mercedes Achter, Teamkollege Nico Rosberg kam auf den siebten Platz.

Im Force India belegte Adrian Sutil Rang neun. Auch er schonte Reifen und blieb in den entscheidenden Runden sogar ganz in der Box. Für Timo Glock war die K.o.-Entscheidung ohnehin schon nach der ersten Runde beendet. Das Auto verbrauchte sehr stark die Reifen. Die Quittung: Start als 21. aus der vorletzten Reihe.

Vettel hat in Singapur noch nicht gewonnen 

Vorne machte und macht Vettel die Musik: 11. Pole in dieser Saison, 26. insgesamt. Vor allem auf Stadtkursen wie Singapur ein noch größerer Vorteil als auf anderen Strecken. Gewinnen konnte Vettel das kräftezehrende Nachtrennen auf dem 5,073 Kilometer langen Kurs bei Temperaturen selbst in den späten Abendstunden von 30 Grad und mehr sowie einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit allerdings noch nie. Im vergangenen Jahr belegte Vettel den zweiten Rang.

Tagesbestzeit am Freitag, auch am Samstag im Abschlusstraining rasend schnell, aber aufgehalten auf seiner schnellen Runde durch einen Rivalen. Und auch in allen drei Qualifikationsabschnitten stellte Vettel jeweils die Bestzeit auf. Er ist bereit für sein zweites Meisterstück.

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