Silberpfeil-Krise Kauft DaimerChrysler McLaren auf?


Hartnäckige Gerüchte über personelle Konsequenzen, angeblich soll sogar die Zweckgemeinschaft McLaren und Mercedes auf dem Prüfstand stehen: Nach den zwei Formel-1-Pleiten in Melbourne und Sepang scheint bei den Silberpfeilen nichts mehr unmöglich.

Vize-Weltmeister Kimi Räikkönen hat nach zwei Ausfällen noch keinen Zähler auf dem Konto, David Coulthard hat in den beiden Rennen gerade einmal fünf Punkte (Plätze sechs und acht) gesammelt. Der Start der Silberpfeile in die neue Saison war so katastrophal, dass bereits nach zwei Rennen heftig über personelle Konsequenzen spekuliert wird. Sogar die Zweckgemeinschaft Mc Laren und Mercedes steht angeblich auf dem Prüfstand.

Streitigkeiten und Kommunikationsstörungen

Medienberichten zufolge steht der Motorenentwickler Werner Laurenz kurz vor der Entlassung. Der Ex-BMW-Mann soll eine andere Baustrategie vertreten als Motorenchef Mario Illien. Der wiederum soll sich mit Aerodynamiker Adrian Newey und mit Dennis nicht richtig verstehen. Den persönlichen Streitigkeiten und Kommunikationsstörungen wird die Schuld gegeben, dass das diesjährige Modell im Gegensatz zum letzten Jahr zwar fährt aber bisher trotz der Investition von 400 Millionen Euro floppt. In der Marken-WM ist der Rennstall hinter Ferrari, Williams-BMW, Renault und BAR-Honda abgerutscht und damit nur noch fünfte Kraft.

Muss McLaren-Boss Ron Dennis gehen?

Die Dominanz von Ferrari und dem zweimaligen Saisonsieger Schumacher hat auch dafür gesorgt, dass die Zweckgemeinschaft McLaren und Mercedes auf dem Prüfstand steht. Hartnäckig halten sich in der Branche Gerüchte, dass der DaimlerChrysler-Konzern den Kauf der britischen Rennwagenschmiede McLaren plane. Hin und wieder wird sogar gemutmaßt, dass McLaren-Boss Ron Dennis demnächst den Hut nimmt. "Ich habe da die freie Wahl", scherzte der Brite. Die eigenen Pläne wollte Dennis in Malaysia allerdings nicht verraten: "Das ist der falsche Ort." Der McLaren- Chef erklärte, dass er vor kurzem "einen neuen Vertrag mit der Firma unterschrieben" habe.

Trost in der misslichen Situation gab es ausgerechnet vom Rekord-Weltmeister Michael Schumacher Trost. "Wir haben noch 16 Rennen ausstehen, das sind so viele wie die gesamte letzte Saison. Ich weiß gar nicht, was die Leute denken: Wir befinden uns hier in einem hochprofessionellen Sport, und unsere Gegner sind sowohl fähig als auch passioniert genug, zurückzuschlagen", sagt der unanfochtene Champion. "Wie oft hat sich in der Vergangenheit das Kräfteverhältnis während einer Saison gedreht."


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