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Fußball-Bundesliga: Bayern setzen Aufholjagd fort

Der Gegner war ohne Chance: Mit einem Kantersieg hat Bayern München den VfL Bochum auseinander genommen. Schalke schob sich durch einen Sieg gegen Bremen auf den zweiten Tabellenplatz. Der HSV erledigte seine Aufgabe gegen Nürnberg erfolgreich - und in Mönchengladbach fand die kurioseste Partie statt.

Der FC Bayern München ist nach einer Demonstration neuer Stärke bis auf zwei Punkte an Spitzenreiter Bayer Leverkusen herangerückt. Der deutsche Fußball-Rekordmeister kam am Samstag beim VfL Bochum zu einem klaren 5:1-Sieg. Tuchfühlung zur Spitze hielt auch der Hamburger SV (28 Punkte), der mit dem 4:0 beim 1. FC Nürnberg seine Negativ-Serie beendete. Drei Stunden später verlor Werder Bremen das Topduell des 16. Spieltags gegen den FC Schalke 04 mit 0:2 (0:0) und rutschte mit 28 Zählern auf den vierten Rang ab. Es war für Werder die erste Pleite nach zuvor 23 Pflichtspielen ohne Niederlage.

Neuer Tabellenzweiter ist der FC Schalke. Zum Abschluss der Hinrunde am kommenden Wochenende haben damit noch Leverkusen (32), Schalke (31) und der FC Bayern München (30) die Chance auf die Herbstmeisterschaft. 1899 Hoffenheim kam gegen Eintracht Frankfurt nicht über ein 1:1 hinaus. Borussia Mönchengladbach bezwang Hannover 96 mit 5:3, der SC Freiburg und der 1. FC Köln trennten sich 0:0.

Schalke kauft Bremen den Schneid ab


Der FC Schalke 04 beendete Werder Bremens Erfolgsserie. Die Tore für die Königsblauen erzielten Kevin Kuranyi (47.) und Jan Moravek (72.). Die sonst so offensivstarken Bremer fielen vom zweiten auf den vierten Rang zurück. Beide Mannschaften präsentierten sich in der intensiven Partie mit hohem läuferischen Aufwand, zeigten aber wenig spielerische Höhepunkte. Die Begegnung spielte sich vor allem im Mittelfeld ab, wo um jeden Ball verbissen gekämpft wurde. Werder hatte mehr Ballbesitz, versuchte von Beginn an, das Spiel zu bestimmen, konnte sich aber zu selten durchsetzen. Schalke hielt geschickt dagegen, stand in der Defensive sicher und setzte mit schnellen Kontern immer wieder Nadelstiche gegen die Hausherren- und das zahlte ich aus. Felix Magath relativierte die starke Leistung seines Teams "Wir hatten das Glück, auf eine Mannschaft zu treffen, die nicht so richtig gut drauf war."

Gala in Turin, Kantersieg in Bochum - der noch vor Wochen wankende FC Bayern München ist auf bestem Weg zurück zu alter Dominanz. Nur vier Tage nach dem 4:1-Coup in der Champions League bei Juventus Turin spielte der deutsche Fußball-Rekordmeister auch beim 5:1 (3:0) gegen den VfL Bochum groß auf. Mit dem dritten Bundesliga-Sieg in Serie setzten die Bayern die Aufholjagd fort. "Im Moment strotzen wir vor Selbstvertrauen. Zwar haben wir auch in den Monaten zuvor schon viel investiert, doch erst jetzt ernten wird die Früchte", kommentierte Mittelfeldspieler Bastian Schweinsteiger die souveräne Vorstellung im Revier.

Dämpfer für Hoffenheim


Einen weiteren Dämpfer gab es für die Hoffenheimer. Nach zuvor zwei Heimniederlagen war es für die Elf von Trainer Ralf Rangnick wieder nichts mit einem Sieg im eigenen Stadion. Zwar brachte Sejad Salihovic (9.) 1899 per Elfmeter in Führung, nachdem Vedad Ibisevic zu Fall gekommen war. Doch Pirmin Schwegler (61.) glich noch aus.

In seinem 50. Spiel als Bundesliga-Coach sah Bruno Labbadia, wie sich sein Team in Nürnberg nur im ersten Durchgang schwer tat. Doch mit seinem Lupfer brach Eljero Elia (47.), der später nochmals traf (74.), den Bann und brachte die Hamburger nach zuvor sieben sieglosen Partien wieder in die Erfolgsspur. Marcell Jansen (59.) und Tunay Torun (66.) sorgten endgültig für Jubel bei den Hanseaten.

Mönchengladbach weiter im Aufwärtstrend


In Mönchengladbach bestätigten die Hausherren ihren Aufwärtstrend. Bei ihrem Führungstreffer profitierten die Borussen allerdings von einem Geschenk der Gäste: 96-Keeper Florian Fromlowitz traf bei einem Klärungsversuch seinen Teamkollegen Karim Haggui (15.) und der Ball trudelte ins Netz. Sieben Minuten später erhöhte Rob Friend auf 2:0, doch Didier Ya Konan (36.) hielt die Gäste im Spiel. Dann schien Constant Djakpa (58.) mit dem zweiten Hannoveraner Eigentor alles klar gemacht zu haben, doch das Spiel war längst noch nicht entschieden. Erst gab es das 4:1 durch Michael Bradley (68.), dann war wieder Ya Konan (69.) zur Stelle, ehe der Ivorer sechs Minuten vor dem Abpfiff vom Platz flog. Nach dem Anschlusstreffer durch Christian Schulz (87.) wurde Haggui zum doppelten "Pechvogel", als er in der Nachspielzeit zum zweiten Mal das eigene Tor traf.

Im Breisgau sahen die Zuschauer eine schwache Partie, für die wenigen Höhepunkte im ersten Durchgang sorgte FC-Nationalspieler Lukas Podolski. Die Freiburger wollten gegen die Kölner unbedingt ihren zweiten Heimsieg feiern, doch insgesamt war die Offensive der Hausherren - wie die der Gäste - zu harmlos.

Am Sonntag wird Stuttgarts neuer VfB-Coach Christian Gross aus der Schweiz beim FSV Mainz 05 sein Bundesliga-Debüt geben. Zum Abschluss des 16. Spieltags empfängt der deutsche Meister VfL Wolfsburg die zuletzt wiedererstarkte Dortmunder Borussia.

DPA / DPA

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