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1. Bundesliga Nürnberg trotz Überzahl nur 1 -1 gegen Bremen


In einer wahren Regenschlacht kamen die Nürnberger nicht über ein 1:1 gegen Werder Bremen hinaus. Trotz der Roten Karte für Tim Wiese gelang Mehmet Ekici der Führungstreffer gegen seinen Ex-Club. Nach einer langen Pause erzielte Markus Feulner den verdienten Ausgleich.

Werder Bremen hat trotz 74-minütiger Unterzahl nach Rot für Tim Wiese zumindest den vorübergehenden Sprung an die Tabellenspitze geschafft. Durch ein 1:1 (1:0) in einer zeitweiligen Regenschlacht beim 1. FC Nürnberg stehen die Hanseaten erstmals seit dem 31. Januar 2007 wieder auf dem ersten Platz der Fußball-Bundesliga.

Nach dem frühen Platzverweis für Nationaltorwart Wiese (16.) wegen einer Notbremse brachte der letztjährige Club-Spieler Mehmet Ekici (24.) die Bremer in deren 1600. Liga-Spiel mit 1:0 nach vorne. Nach dem Seitenwechsel traf Philipp Wollscheid (62.) zum hochverdienten Ausgleich für die überlegenen Franken. Schon mit einem Remis beim FC Schalke 04 kann sich der FC Bayern am Sonntag die Spitze wieder zurückholen.

Wiese fliegt, Werder trifft

Extra lang dauerte bei der Partie die Halbzeitpause: Nach einem monsunartigen Regenfall war der Rasen gegen Ende der ersten Spielhälfte praktisch nicht mehr bespielbar und die Pause fiel mehr als doppelt so lang aus, damit sich der Untergrund in der zweiten Hälfte wieder in besserer Verfassung präsentieren konnte.

Vor dem großen Regen war Nürnberg vor 43.121 Zuschauern spielfreudig, ohne sich aber zwingende Chancen zu erarbeiten: Weder vor noch nach dem Platzverweis für den Bremer Schlussmann. Beste Möglichkeit war noch ein 30-Meter-Freistoß von Markus Mendler (14.), den Wiese parieren konnte. Kurz danach war dann Schluss für den Werder-Keeper.

Weit vor dem eigenen Tor klärte Wiese gegen Christian Eigler - und vertändelte dann den Ball. Der 29-Jährige wusste sich nur noch durch ein Festhalten der Club-Offensivkraft zu helfen - Rot wegen Notbremse. Er wurde danach von Sebastian Mielitz ersetzt, dafür musste Marko Arnautovic raus.

Trotz Überzahl gerieten die Franken erst einmal in Rückstand. Von Claudio Pizarro kam der Ball zu Ekici und der Vertreter des verletzten Marko Marin schloss sicher zur Führung ab. Zurückhaltend fiel nach dem Tor gegen die Ex-Kollegen der Jubel von Ekici aus.

Nürnberg kommt zum verdienten Ausgleich

Wiese war von Schiedsrichter Jochen Drees vorzeitig zum Duschen geschickt worden - so richtig nass aber wurden vor allem die Akteure auf dem Rasen. Ein heftiger Regenguss, gepaart mit Hagel, prasselte auf die Akteure nieder. Die Schlussphase der ersten Spielhälfte hatte daher auch nicht mehr viel mit Fußball zu tun. Der Ball blieb in den Pfützen immer wieder liegen, Passspiel kam nicht mehr zustande. Nach einer halben Stunde Pause ging es dann, gar begleitet von ein paar Sonnenstrahlen, weiter.

Mit viel Schwung und Albert Bunjaku bei dessen Comeback kamen die Franken aus der Kabine. Das Team von Trainer Dieter Hecking drängte auf den Ausgleich, versuchte es wiederholt aus der Distanz, einmal rettete Mielitz (47.) gegen den heranstürmenden Eigler. Doch gegen die in Unterzahl gut gestaffelten Hanseaten fehlte weiterhin die Durchschlagskraft. Bis Wollscheid nach einem Eckball von Markus Feulner mit dem Kopf zum hochverdienten Ausgleich zur Stelle war.

Danach dominierten die Gastgeber das Geschehen, doch weiteren Torjubel gegen stark kämpfende Bremer gab es in einem temporeichen Spiel nicht mehr. In einer Abwehrschlacht rettete Bremen das Remis. Beachtlich das Eckballverhältnis: 13:0 für den FCN.

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