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Corona-Mutationsgebiete Absurde Situation: Warum RB Leipzig sein Champions-League-Spiel im Ausland austragen könnte

RB Leipzig will in der Champions League gegen den FC Liverpool spielen. Nur wo?
RB Leipzig will in der Champions League gegen den FC Liverpool spielen. Nur wo?
© John MacDougall / AFP
Das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League zwischen RB Leipzig und FC Liverpool wackelt – wegen des Einreiseverbots. Die Sachsen haben nur noch wenige Tage Zeit, um eine Lösung zu finden. 

Am 16. Februar soll ein Fußball-Fest in der Red Bull Arena stattfinden. Der FC Liverpool kommt zum Hinspiel des Achtelfinales, eine große Bühne für RB Leipzig. So sieht es zumindest der offizielle Spielplan der Uefa vor. Eigentlich. Ob die Partie aber tatsächlich in Sachsen stattfinden kann, ist offen.

Seit Samstag gilt für Deutschland das Beförderungsverbot. Fluggesellschaften, Bahn, Busse oder Schiffe dürfen seitdem keine Menschen aus besonders betroffenen Corona-Mutationsgebieten mehr nach Deutschland bringen. Großbritannien zählt dazu. Ausnahmen sind lediglich für Deutsche und für Ausländer vorgesehen, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Für sie gilt aber die Pflicht, sich vor der Einreise anzumelden und einen negativen Corona-Test vorzuweisen. Es gibt keine Ausnahmeregelung, unter die ein Champions-League-Spiel fallen würde. Das Bundesinnenministerium machte in dieser Woche deutlich, dass es "derzeit keine Sonderregelung für Profi-Sportler" gebe, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Sicher ist die Ausnahmegenehmigung nicht

Selbstverständlich bemüht sich RB-Leipzig dennoch darum, dass die Liverpooler einreisen dürfen und stellte einen entsprechenden Antrag bei der Bundespolizei. "Natürlich befinden wir uns in Gesprächen mit den Behörden, der Uefa und Liverpool. Am Montag haben wir einen Antrag auf Einreisegenehmigung des Teams aus Liverpool gestellt. Wir warten auf Rückmeldung“, sagte RB-Sprecher Till Müller. Das Problem ist, dass Leipzig an die Uefa-Regularien gebunden ist. Der Klub muss garantieren, dass das Spiel stattfindet. Sonst wird das Hinspiel 0:3 gegen Leipzig gewertet.

Ob es eine Ausnahmegenehmigung geben wird, ist keineswegs sicher. Möglicherweise scheut sich die Bundespolizei davor, die Debatte neu zu entfachen, Profi-Sportler, und insbesondere der Fußball, würden im Vergleich zu anderen bevorzugt.

Zwei Alternativ-Szenarien

Dürften die Liverpooler nicht nach Deutschland einreisen, müsste Leipzig zwei Alternativ-Szenarien in den Blick nehmen. Leipzig könnte das Heimrecht eintauschen und zuerst an der Anfield Road spielen in der Hoffnung, dass für das Rückspiel am 10. März das Beförderungsverbot nicht mehr gilt. Oder RB Leipzig muss einen neutralen Spielort vorschlagen. Eine solche Lösung gab es bereits in der ersten Qualifikationsrunde, als sich der NK Celje aus Slowenien und der Dundtalk FC aus Irland zum Duell in Budapest trafen. Bis zum 8. Februar muss RB Leipzig der Uefa eine Lösung präsentieren.

Quellen: DPA, "Süddeutsche Zeitung"

tis

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