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Bundesliga-Vorschau: Kahn erwartet am Betzenberg die "Hölle"

Im ausverkauften Betzenberg kämpft der FC Bayern an diesem Bundesliga-Wochende um die letzte Minimalchance im Titelrennen. Erst am Sonntag erwarten die Bremer Überflieger den Aufsteiger SC Freiburg im heimischen Weserstadion.

Der FC Bayern München muss im Saison-Endspurt der Fußball-Bundesliga auf dem gefürchteten Betzenberg siegen, um sich die letzte kleine Titel- Chance zu bewahren. "Die Hoffnung habe ich noch lange nicht aufgegeben", sagte Bayern-Trainer Hitzfeld vor dem Auswärtsspiel des deutschen Rekordmeisters am Samstag beim 1. FC Kaiserslautern:

Bayern muss vorlegen

Gerade die abstiegsbedrohten Lauterer dürften aber ein äußerst unangenehmer Gegner werden. «Kaiserslautern ist immer die Hölle», sagte Kahn. "Sie haben Probleme. Solche Mannschaften sind unheimlich schwer zu spielen, gerade jetzt am Ende der Saison, weil sie um ihre Existenz kämpfen", befürchtet der Bayern-Kapitän. Hitzfeld sieht die besondere Atmosphäre in der Pfalz eher positiv. "Es macht immer wieder Spaß, dorthin zu fahren und dort zu spielen", meinte er: "Die Spieler sind dort hellwach. Da wird man mit Pfiffen empfangen, und das motiviert die Mannschaft noch mehr." Die Chancen stehen gut, dass der Tabellenzweite seine Minimalchance wahrt: In den letzen vier Spielen gegen die Münchner auf dem "Betze" gab es keinen Lauterer Sieg und Treffer. Ein weiterer Vorteil für die Gäste: In Nationalspieler Klose fällt der beste Torschütze beim Gegner aus.

Schaaf warnt vor Freiburg

Erst am Sonntag spielt der Tabellenführer Werder Bremen. Gegen den Aufsteiger SC Freiburg erwartet die Bremer Überflieger auf dem papier eine leichte Aufgabe. Doch gerade deshalb sprach Werder-Coach Schaaf, der um den Einsatz von Baumann und Klasnic bangt, vor dem Duell der zweitbesten Heim- gegen die zweitschlechteste Auswärtsmannschaft von einer "Gefahr". Den Gästen, die ihren letzten Auswärtssieg in der 2. Liga am 11. März 2003 in Burghausen feierten, wird voraussichtlich weiterhin Torwart und Kapitän Golz fehlen.

TSV München 1860 - Hannover 96 (Samstag, 15.30 Uhr)

Eine Niederlage, zwei Unentschieden - für Hannover 96 hat sich die Verpflichtung von Trainer Lienen bisher nicht sonderlich bezahlt gemacht. Und auch die Reise des seit acht Spielen sieglosen Tabellen- 16. zu den «Löwen» verheißt wenig Gutes: Schließlich gingen sechs der sieben Duelle in München verloren. Darüber hinaus wollen die Gastgeber, die ohne den gesperrten Stranzl auskommen müssen und um den Einsatz von Lauth bangen, nach ihrem Sieg in Frankfurt am vorigen Wochenende einen weiteren Schritt aus der Gefahrenzone tun.

1. FC Köln - Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr)

Am Ende der vorigen Saison feierten sie die Bundesliga-Rückkehr, nur zehn Monate später droht der Abschied. Von der Euphorie vergangener Tage ist in Köln und Frankfurt nichts geblieben. Verliert der FC sein achtes Heimspiel, können die ohnehin schon angelaufenen Planungen für die 2. Liga intensiviert werden. Nicht minder bedeutsam ist die Partie für die Eintracht: Nach einem erstaunlichen Zwischenhoch zu Beginn der Rückrunde drohen die dritte Niederlage in Serie und der neuerliche Absturz auf einen Abstiegsplatz.

VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr)

Die Tage von Röber in Wolfsburg scheinen gezählt. Selbst bei einem Sieg über den VfB kann sich der Trainer nicht sicher sein. Weil der teuere Kader nur fünf Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt ist, könnte er der achte Fußball-Lehrer sein, der in dieser Bundesliga- Saison vorzeitig beurlaubt wird. Zumal Stuttgart nach dem 4:4 gegen Bremen wieder Platz zwei ins Visier nimmt. Magaths Zuversicht basiert auf Kuranyis überwundener Ladehemmung: Nach 915 Minuten ohne Bundesligator traf der Angreifer beim Länderspiel gegen Belgien.

Hertha BSC Berlin - Hansa Rostock (Samstag, 15.30 Uhr)

Noch vor Wochen wollte es keiner wahr haben, nun wird die Lage immer bedrohlicher. Lediglich acht Spieltage bleiben den Berlinern, um den Abstieg abzuwenden. Vor allem die Heimschwäche verheißt vor der Partie gegen Hansa wenig Gutes: Nur der dritte Sieg vor heimischer Kulisse kann verhindern, dass sich die Lage weiter zuspitzt. Die Rostocker, die auswärts zuletzt drei Mal unentschieden spielten, wollen auch ohne den gesperrten Maul im siebten Anlauf den ersten Sieg in der Hauptstadt feiern.

Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr)

Das Torhüter-Theater macht deutlich: In Mönchengladbach wächst die Anspannung. Nur einen Punkt ist die Mannschaft von Trainer Fach von einem Abstiegsplatz entfernt. Weder die sportlichen Leistungen der vergangenen Wochen noch die bisherige Bilanz gegen Leverkusen machen Mut: Seit zwölf Spielen haben die Borussen auf dem Bökelberg nicht mehr gegen Bayer gewonnen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Formkurve beim Gast nach oben zeigt. Nach zuletzt drei Siegen muss Nowotny erneut mit einem Platz auf der Bank vorlieb nehmen.

FC Schalke 04 - Hamburger SV (Samstag, 15.30 Uhr)

Diesmal soll es endlich klappen. Nach mehrmaligen Fehlschlägen wollen die Schalker einen Auswärtssieg endlich mit einem Heimsieg veredeln. Damit könnte das Team von Trainer Heynckes im Fall einer Niederlage der Bochumer beim Revierderby in Dortmund auf Platz fünf vorrücken. Anders als in den Duellen mit anderen Teams machte sich der «Arena-Fluch» der Schalker gegen Hamburg bisher nicht bemerkbar: In zwei Spielen kam der HSV weder zu einem Sieg noch zu einem Torerfolg.

Borussia Dortmund - VfL Bochum (Sonntag, 17.30 Uhr)

Für die angeschlagenen Borussen ist es ein Endspiel um die UEFA- Cup-Teilnahme. Mit einem Sieg im Revierderby könnten sie nach Punkten mit dem Tabellen-5. aus Bochum gleich ziehen und sich für die deutliche 0:3-Schlappe im Hinspiel revanchieren. Einfach wird das nicht: Schließlich hat der «kleine Nachbar» seit fünf Spielen auswärts nicht mehr verloren. Und auch die erste Niederlage im Jahr 2004 am vorigen Spieltag daheim gegen Schalke wird den VfL laut Trainer Neururer nicht aus den Bahn werfen.

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