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Bundesliga: Gladbach schlägt FC Bayern bei Heynckes-Rückkehr in alte Heimat - Irres 4:4 von Schalke beim BVB

Ausgerechnet in seiner alten Heimat hat Jupp Heynckes die erste Niederlage nach seiner Rückkehr zum FC Bayern erlbt. Gladbach gewann 2:1. Ein Spiel für die Historie war das 4:4 im Ruhr-Derby in Dortmund.

Gladbach schlägt den FC Bayern mit 2:1 - Ginter mit Siegtor

Matthias Ginter schießt das 2:0 für Gladbach. Wie sich zeigte, war es das Siegtor. Gladbach gewinnt mit Glück 2:1.

Ausgerechnet in seiner Heimat ist die Erfolgsserie von Trainer Jupp Heynckes mit dem FC Bayern München gerissen. Der Spitzenreiter unterlag am Samstag im Topspiel der Fußball-Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach mit 1:2 (0:2) und musste nach neun Pflichtspielsiegen mit dem 72 Jahre alten Coach eine bittere Niederlage verkraften. Vor 54.018 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park erzielten Thorgan Hazard (39. Minute/Foulelfmeter) und Matthias Ginter (44.) die Treffer zum 450. Bundesliga-Heimsieg der Gladbacher. Arturo Vidal (74.) gelang nur noch der Anschlusstreffer.

"Das Spiel haben wir in der ersten Halbzeit verloren", stellte Heynckes im TV-Sender Sky fest. "Wir haben viel zu wenig investiert, zu langsam gespielt und gar nicht richtig in den Rhythmus gefunden. Gladbach hat sein Spiel auf Konter angelegt und hat taktisch klug gespielt." In der zweiten Hälfte sei es nur noch "ein Spiel auf ein auf ein Tor" gewesen, aber es habe nicht gereicht.

Bayern-Verteidiger Niklas Süle war bedient: "Wir hatten fünf Minuten, wo wir dann 0:2 zurückliegen. Ansonsten hatten wir viel mehr vom Spiel. Natürlich schade, dass wir verloren haben. Es hat nicht gereicht." Am meisten ärgerte ihn aber der Handelfmeter, den er verursacht hatte: "Wenn das ein Handspiel ist, ist es wirklich traurig, wie so ein Spiel entschieden wird."

Den ersten Aufreger hatte es schon nach wenigen Minuten gegeben, als Christoph Kramer verletzt vom Platz getragen und durch Toni Jantschke ersetzt werden musste (11.). Der Weltmeister wurde bei einem Klärungsversuch im Mittelfeld von seinem Mitspieler Jannik Vestergaard unglücklich am Kopf getroffen - nicht das erste Mal in dieser Saison. Glücklicherweise konnte Kramer das Ende des Spiels schon wieder auf der Ersatzbank verfolgen.  

Borussia Dortmund - FC Schalke 04 4:4 (4:0)

Das Ruhrpott-Derby entwickelte sich zum Spiel für die Bundesliga-Historie: Ein unglaublich fulminanter BVB bis zum 4:0 - inklusive Eigentor der Schalker. Doch dann schlug Schalke vehement zurück und schaffte in der Nachspielzeit noch den 4:4-Ausgleich. Ein 0:4 aufzuholen war in der Bundesliga zuvor nur einmal geglückt: dem FC Bayern beim VfL Bochum. 1976.

In dem turbulenten und rassigen Spiel schienen die Dortmunder bis zur Pause sich und ihren Trainer Peter Bosz aus der Krise geschossen zu haben. Vier Treffer binnen 14 Minuten durch Pierre-Emerick Aubameyang (12.), Benjamin Stambouli (18./Eigentor), Mario Götze (20.) und Raphael Guerreiro (25.) ebneten dem BVB vor 80.179 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park nicht den Weg zum Erfolg.

Denn nach dem Wechsel zeigten die Königsblauen eine enorme Moral und spielten nun die Schwarz-Gelben an die Wand. Das vermeintliche 1:4 wurde noch vom Video-Assistenten aberkannt, dann aber begann die königsblaue Aufholjagd: Guido Burgstaller (61.), Amine Harit (65.), Daniel Caliguiri (86.) und Naldo (90.+4) stellten das Ergebnis auf Remis.

Für Dortmunds Topstürmer Aubameyang war die Aufregung letztlich zu viel. Dem Torschützen zum 1:0 gingen in der 72. Minute beim Stand von 4:2 nach einer vergebenen Chance die Nerven durch und er kassierte die gelb-rote Karte. Ein Bärendienst für plötzlich angeschlagene Mannschaft. Auch nach dem Abpfiff lagen die Nerven blank. Es kam zur "Rudelbildung", der Schiedsrichter zeigte noch zwei gelbe Karten.

Für den in die Kritik geratenen Trainer Bosz ist das 4:4 bitter. "Ich fühle nur Enttäuschung", sagte er nach dem Spiel bei "Sky", "denn das darf nicht passieren." Nach dem Sturz von der Bundesliga-Spitze und nun sechs fünf Spielen ohne Sieg sowie dem Aus in der Gruppenphase der Champions League wird über sein Aus spekuliert. Durch das Remis blieb Schalke (24 Punkte) nach dem siebten Spiel ohne Niederlage vor den Dortmundern (21), verlor aber nach dem 13. Spieltag den zweiten Platz an RB Leipzig (26). 

BVB - Schalke: Torjubel nach dem Schalker 4:4 durch Naldo

Naldo (li.) trägt das Schalker Glück auf seinen Schultern: Nach einer Ecke hat er das 4:4 in der Nachspielzeit erzielt.


RB Leipzig - Werder Bremen 2:0

Die Leipziger sind nun wieder erster Verfolger von Meister Bayern München. Die Sachsen setzten sich dank der Treffer von Naby Keita (34.) und Bernardo (87.) gegen den zuletzt wiedererstarkten SV Werder Bremen mit 2:0 (1:0) durch. Bayer Leverkusen schaffte zumindest bis zu den Sonntag-Spielen den Sprung auf die Europapokal-Plätze und ist Achter. Die Werks-Elf gewann bei Eintracht Frankfurt mit 1:0 (0:0) durch das achte Saisontor von Kevin Volland (76.).

Freiburg - Mainz 2:1

Der SC Freiburg kam zu einem wichtigen 2:1 (0:0) gegen Mainz 05 und verließ vorerst die Abstiegsränge. Nils Petersen (51.) und Florian Kath (90.+1) trafen für die Breisgauer. Emil Berggreen gelang Sekunden vor dem Ende nur noch der Anschlusstreffer.

Frankfurt - Leverkusen 0:1

Bayer Leverkusen hat seine Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt und Eintracht Frankfurt die erste Niederlage nach sechs Spielen zugefügt. Dank eines Treffers von Kevin Volland (76. Minute) feierte die seit nunmehr acht Spielen ungeschlagene Werkself vor 50.000 Zuschauern einen 1:0 (0:0)-Sieg und kletterte in der Tabelle mit 20 Punkten zumindest vorübergehend auf Rang sechs. 

Augsburg - Wolfsburg 2:1

Erstmals verlor der VfL Wolfsburg unter Trainer Martin Schmidt. Nach sieben Remis und einem Sieg unterlagen die Niedersachsen beim FC Augsburg mit 1:2 (1:0). Michael Gregoritsch (51.) und Alfred Finnbogason (78.) schafften für den FCA die Wende. Vor der Pause hatte Daniel Didavi (40.) nach einem Fehler von Augsburgs Torwart Marvin Hitz die Gäste in Führung gebracht. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste schon in Unterzahl, nachdem Maximilian Arnold (11.) wegen einer Notbremse Rot gesehen hatte. 

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