VG-Wort Pixel

Investor Darum verzichtete RB Leipzig trotz des Todes von Dietrich Mateschitz auf einen Trauerflor

Dietrich Mateschitz
RB Leipzig gedachte Dietrich Mateschitz mit einer Minute des Applauses
© Jan Huebner / Imago Images
Ohne Dietrich Mateschitz würde es RB Leipzig nicht geben – dennoch spielte der Bundesligist nach dem Tod des Investors ohne Trauerflor. Der Österreicher hatte es sich selbst so gewünscht.

Sportlich stand bei RB Leipzig in den vergangenen Tagen das Champions-League-Spiel gegen Real Madrid im Fokus, aber natürlich war auch der Tod von Dietrich Mateschitz ein großes Thema im Umfeld. Der Gründer von Red Bull hatte mit seinen Millionen dazu beigetragen, RB zu einer der stärksten Mannschaften in Deutschland zu machen – und war deshalb auch stark umstritten im Fußballgeschäft.

Trotz der großen Bedeutung von Dietrich Mateschitz für RB Leipzig traten die Roten Bullen gegen Real Madrid aber ohne Trauerflor an. Auch auf eine Schweigeminute wurde am Dienstagabend verzichtet. Der Grund: Mateschitz selbst hatte dies laut "Bild"-Zeitung in seinem letzten Willen verfügt. "Das ist was, was Herr Mateschitz sich nicht gewünscht hätte. Deswegen tun wir das nicht. Wir zeigen ein Bild und werden toll im Stadion applaudieren und ihm schöne Grüße nach oben schicken", hatte RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff vor dem Spiel bei DAZN gesagt.

Abschied von Dietrich Mateschitz: Applaus statt Schweigen

Statt eine Schweigeminute einzulegen, gedachten die 45.228 Zuschauer im ausverkauften Stadion dem Mäzen mit einer Minute Applaus. Laute Jubelrufe waren von den Rängen zu hören. Auf der Anzeigetafel wurde parallel das Bild eines lächelnden Mateschitz gezeigt. Der Österreicher war am Samstag im Alter von 78 Jahren an einer Krebserkrankung gestorben.

Mateschitz hatte 1984 das Getränkeunternehmen Red Bull gegründet und mit dem Energydrink Milliarden verdient. Zuletzt wurde sein Vermögen auf 25 Milliarden Euro geschätzt. Einen Teil seines Geldes investierte Mateschitz in den Sport: Er baute als Investor die Fußball-Clubs RB Leipzig und Red Bull Salzburg auf, die beide mittlerweile in der Champions League spielen.

"Ohne Herrn Mateschitz würden wir heute hier nicht stehen", sagte Oliver Mintzlaff vor dem RB-Spiel gegen Real Madrid, das die Leipziger 2:0 gewannen. Mateschitz war wegen seines Investments im Fußball-Geschäft umstritten, bei vielen Fans anderer Vereine sogar regelrecht verhasst. Außerdem gehörten der Eishockey-Club Red Bull München sowie die Formel-1-Teams Red Bull und Alpha Tauri zu seinem Sport-Imperium.

Quelle: "Bild" 

Mehr zum Thema

Newsticker