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Nach Holland-Spiel Abflug aus Charkow wurde zur Geduldsprobe


Hitze, ein anstrengendes Spiel, ein ewig langer Trip - nichts wie nach Hause. Doch nach dem Sieg gegen die Niederlande ging erst mal wenig auf dem Airport von Charkow. Die DFB-Delegation brauchte viel Geduld.

Nach dem Erfolg gegen die Niederlande wurde die Rückreise von Charkow nach Danzig für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, einige Spielerfrauen und die Hundertschaft von Reportern zu einer Geduldsprobe. Das Team um Bundestrainer Joachim Löw musste nach dem 2:1-Sieg in der Nacht zum Donnerstag in ihrem Charterflieger eine halbe Stunde auf dem Rollfeld ausharren, ehe aus dem Tower die Startfreigabe erteilt wurde.

"Der Fluglotse in der Ukraine hat wohl wenig Englisch verstanden. Wir standen da am Flughafen ziemlich lang rum", bemängelte Bastian Schweinsteiger am Donnerstag im EM-Stammquartier in Polen. Der Nationalspieler rief die Uefa zu Verbesserungen bei der Organisation auf. Erst um 4.00 Uhr nachts, als an der Ostsee längst die Sonne wieder aufgegangen war, war das Team wieder im Danziger Teamhotel.

Bei Gruppensieg keine Ukraine-Reise mehr

Erst zu dieser Zeit konnte der Journalistenflieger, in dem auch mehrere deutsche Spielerfrauen mitreisten, endlich in Charkow abheben. Mehr als drei Stunden musste der Flugkapitän die Reisegäste in der Chartermaschine vertrösten, bis ihn endlich die Startfreigabe erreichte. Er habe so etwas "noch nie erlebt", schimpfte der Pilot über das Bordmikro. Um 6.30 Uhr landete die Maschine schließlich mit 200 Minuten Verspätung in Danzig.

Nicht nur Schweinsteiger und Co. hoffen jetzt auf den Gruppensieg und ein "Heimspiel" im Viertelfinale in Danzig. "Das wäre sehr wichtig. Wir hätten den Vorteil, keine Reisestrapazen zu haben." Am Wochenende geht es aber zunächst zum dritten Mal in die Ukraine. In Lwiw findet am Sonntag das letzte Gruppenspiel gegen Dänemark statt. Die Rückkehr nach Danzig ist für 2.00 Uhr am Montagmorgen geplant.

dho/DPA DPA

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