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Falscher Elferpfiff Schiedsrichter Kircher beweist mit Entschuldigung Größe

Mit einem bitteren Fehler bringt Schiedsrichter Knut Kircher den FC Augsburg um einen Punkt in München. Doch Nach dem Spiel gesteht er den Fehler mutig ein - keine Selbstverständlichkeit.

Schiedsrichter Knut Kircher hat mit einer haarsträubenden Fehlentscheidung den FC Augsburg um einen Punkt beim FC Bayern gebracht. Wo andere Schiedsrichter aber hinterher entweder keine Interviews geben oder ihren Fehler vehement gegen jede entlarvende Zeitlupe rechtfertigen, zeigt Kircher Größe. Nach Abpfiff und Sichtung der fraglichen Szene geht er in die Kabine des FC Augsburg und entschuldigt sich bei Spielern, Trainer und Verantwortlichen für den Elfmeterpfiff.

Danach tritt er raus vor die Kameras der Journalisten und sagt in bemerkenswerter Offenheit: "Wir sind als Schiedsrichter Menschen und machen Fehler. Wenn man das im Nachhinein so sieht und wahrnimmt, bricht einem kein Zacken aus der Krone, sorry zu sagen." Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass auch Schiedsrichter Fehler eingestehen können. Das ist es jedoch nicht, wie die Praxis in der Fußball-Bundesliga zeigt. Zu groß ist wohl die Angst, heruntergestuft zu werden, und nicht mehr Bundesliga pfeifen zu dürfen.

Die spielentscheidende Szene in Bayern hatte Referee Kircher selbst gar nicht gesehen, sondern war von seinem Assistenten Robert Kempter auf das vermeintliche Foul hingewiesen worden. Dennoch machte Kircher diesem keinen Vorwurf. Kempter habe ihm "in hundert anderen Situationen wahrscheinlich den Hintern gerettet durch seine guten Entscheidungen", sagte der Schiri.

fin

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