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Revierderby Sky-Moderator Frank Buschmann beleidigt Zuschauer auf Twitter - das sagt der Sender

Mit einer misslungenen Übergabe sorgte Frank Buschmann für Ärger in der Sky-Bundesliga-Konferenz. Auf Kritik in den sozialen Medien reagierte der Kommentator aggressiv. Nun hat sich der Sender zu Wort gemeldet.

Das Derby zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund war schnell vergessen. Das torlose Remis zwischen den beiden Revierclubs weckte kaum Begeisterung. Für deutlich mehr Gesprächsstoff sorgte dagegen Sky-Kommentator Frank Buschmann. Der wollte aus der Veltins-Arena zu seinem Kollegen Holger Pfandt übergeben, der das Spiel Paderborn gegen Düsseldorf kommentierte. Doch seine Überleitung geriet so lang und umständlich, dass die Zuschauer den herrlichen Treffer von Abdelhamid Sabiri zum 1:0 für die Ostwestfalen verpassten.

Entsprechend sauer reagierte Buschmanns Kollege: "Hättest Du nicht so lange rumgeeiert, hätten wir es live gesehen", moserte Pfandt. Auch die Fernsehzuschauer reagierten wenig amüsiert auf die unnötige Verzögerung.

Frank Buschmann twittert in der Halbzeitpause

In den sozialen Netzwerken gab es Kritik und Häme für den Sky-Kommentator: "Danke Frank Buschmann. Vielen Dank", schrieb etwa der User "JuleeyAmandiiy" auf Twitter - und erhielt überraschend Antwort. "Hast Du getrunken? Wir sehen nicht, was im anderen Stadion passiert! Geht mir das auf den Sack mit der Nölerei!", polterte Buschmann nur zwei Minuten später zurück.

Erstaunlich: Da war es 16.17 Uhr, die Partie Schalke gegen Dortmund war gerade erst in die Halbzeitpause gegangen. Dass ein Moderator während seiner Arbeit die Zeit hat, die Reaktionen in den sozialen Medien zu kontrollieren und darauf sogar zu antworten, überrascht dann doch. Zumal der aggressive Ton Buschmanns angesichts einer im Ton moderaten Kritik überzogen scheint.

Sky stellt sich hinter den Kommentator

Der Kommentator selbst äußerte sich nach Abpfiff der Begegnung noch einmal in einem Video zu der Angelegenheit - und verteidigte seine Worte. Er wehre sich auch mal gegen Kritik. "Das ist bei weitem nicht so unter der Gürtellinie, wie vieles andere was im Netz passiert."

Auch Sky wollte den Vorfall nicht zu hoch hängen. In einem Statement des Pay-TV-Senders heißt es: "Über die Wortwahl im Bereich Social Media lässt sich seit jeher streiten." Die sei häufig der Situation geschuldet und schieße manchmal über das Ziel hinaus.

Auch an der Social-Media-Präsenz während der Spiele hat Sky nichts auszusetzen: "Ausgeprägte Aktivitäten auf Twitter und Co sind eines seiner Markenzeichen, es liegt ihm aber fern, Zuschauer zu beleidigen."

che

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