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Fußball-Bundesliga: Bayern setzen Siegesserie fort

Klarer geht's nicht: Bayern München hat Aufsteiger Mainz trotz vieler vergebener Torchancen deutlich geschlagen und steht vorerst wieder an der Tabellenspitze. Schalke zog durch den Sieg gegen Hoffenheim aber nach. Bremen kassierte gegen Mönchengladbach die fünfte Niederlage in Folge.

Der FC Bayern München hat zumindest für einen Tag die Spitzenposition in der Fußball-Bundesliga erklommen. Im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 setzte sich der deutsche Rekordmeister am Samstag klar mit 3:0 (0:0) durch und führt die Tabelle nach dem 20. Spieltag mit 42 Punkten vor Bayer Leverkusen (41) an, das erst am Sonntag den Aufsteiger SC Freiburg empfängt. Während der Hamburger SV (35) bereits am Freitagabend in letzter Sekunde ein 1:1 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg erkämpfte und weiterhin Rang fünf belegt, zog der FC Schalke 04 am Samstagabend als Tabellendritter nach Punkten mit Leverkusen gleich. Die Elf von Trainer Felix Magath gewann gegen 1899 Hoffenheim mit 2:0.

13 Liga-Spiele nicht verloren, 7 Siege nacheinander - der FC Bayern München ist in der Fußball-Bundesliga zur Zeit nicht aufzuhalten. "Wir haben heute unser bestes Heimspiel gezeigt", sagte Trainer Louis van Gaal nach dem hochverdienten 3:0 (0:0) gegen Mainz. Wieder einmal hatte sein Team im Kampf um die Tabellenspitze mit Bayer Leverkusen vorgelegt. "Wir haben einen Lauf und gewinnen unsere Spiele auch souverän, was auch wichtig ist. So kann es weiter gehen", frohlockte Nationalverteidiger Philipp Lahm. Vor dem Seitenwechsel hatten die Bayern reihenweise Torchancen vergeben. Torwart Jörg Butt war sogar mit einem Foulelfmeter am Mainzer Keeper Heinz Müller gescheitert (32. Minute). Nach der Pause aber schlug der Rekordmeister zu. Daniel van Buyten (58.) löste den Bann mit seinem Kopfballtreffer, Mario Gomez (75.) und der mal wieder herausragende Arjen Robben per Freistoß (86.) waren die Torschützen beim Erfolg, bei dem Franck Ribéry in der letzten halben Stunde sein Heim-Comeback nach fast vier Monaten feierte.

Bremens fünfte Pleite hintereinander


Bei Werder Bremen ist die Stimmung unter den Gefrierpunkt gesunken. "Es macht tieftraurig, dass wir nicht aus unseren Fehlern lernen und sie stattdessen auch noch mehrfach wiederholen", sagte Nationalspieler Per Mertesacker nach der 3:4 (2:4)-Niederlage der Bremer bei Borussia Mönchengladbach. Für die Norddeutschen, die schon nach 18 Minuten drei Gegentore kassiert hatten und sich immer weiter von den angepeilten Europapokal-Platzen entfernen, war es bereits die fünfte Pleite nacheinander. Als "Matchwinner" ließ sich Raul Bobadilla feiern. Die Gladbacher Tore von Marco Reus (4. Minute) und Roberto Colautti (13.) bereitete der Argentinier vor, ehe er selbst mit einem Doppelpack (18./35.) erfolgreich war. Die Bremer Treffer erzielten Mesut Özil (26.), Claudio Pizarro (40.) und Torsten Frings (85./Foulelfmeter). "Wir haben in der ersten Spielhälfte nahezu perfekt gekontert. Bremen ist individuell stark besetzt und kam später wieder heran, als wir den Sack nicht zugemacht haben", sagte Gladbachs Trainer Michael Frontzeck. Werder-Coach Thomas Schaaf monierte das Defensivverhalten seiner Mannschaft vor 47.458 Zuschauern im Borussia-Park: "Die erste halbe Stunde ist schwer zu verstehen. Wir haben keinen Zweikampf gewonnen und sind nur um die Gladbacher herum gelaufen."

Mit dem ersten Sieg über "Angstgegner" 1899 Hoffenheim hielt der FC Schalke 04 den Kontakt zum Spitzenduo. Kevin Kuranyi (19. Minute) mit seinem elften Saisontor und Lukas Schmitz (49.) bescherten dem Tabellen-Dritten einen verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg gegen die Kraichgauer, die nach der vierten Niederlage in Serie endgültig im Mittelfeld der Bundesliga abgetaucht sind. Schalke hat jetzt einen beruhigenden Vorsprung von 13 Punkten auf den Tabellen-Sechsten Werder Bremen und bleibt auf Europapokalkurs. Nach sechs sieglosen Spielen wirkten die Hoffenheimer verunsichert. Auch nach dem Rückstand kam die 1899-Offensive überhaupt nicht in die Gänge. Von den Kreativ-Kräften Luiz Gustavo und Carlos Eduardo war wenig zu sehen. Hoffenheim machte zwar über weite Strecken das Spiel, blieb aber in Offensive erschreckend schwach.

Nürnberg siegt in Hannover


Beim Aufeinandertreffen der Abstiegskandidaten verlor Hannover 96 das Duell mit dem vom früheren Coach Dieter Hecking betreuten 1. FC Nürnberg 1:3. Der Schweizer Albert Bunjaku (30./64./69.) erzielte dabei alle drei Treffer beim ersten Erfolg des Clubs nach sechs sieglosen Begegnungen. Dagegen hält die "schwarze Serie" der Hannoveraner unter dem neuen Coach Mirko Slomka an: Trotz des Treffers von Jiri Stajner (65.) blieb 96 auch im neunten Punktspiel nacheinander ohne den dringend benötigten Dreier.

Eintracht Frankfurt vergab durch die 1:2-Heimschlappe gegen den 1. FC Köln die große Möglichkeit, sich in der Tabelle weiter nach vorn zu orientieren. Der Portugiese Maniche (59.) mit seinem ersten Bundesliga-Treffer und Frankfurts Marco Russ (84./Eigentor) sorgten für den Erfolg der Rheinländer, die im Abstiegskampf weiter fleißig punkten. Denn Frankfurt gelang durch den Brasilianer Chris (76.) nur der zwischenzeitliche Ausgleich.

Für Schlusslicht Hertha BSC rückt mit der zweiten Nullnummer nacheinander der Abstieg immer näher. Nach dem 0:0 zu Hause gegen Mönchengladbach kam der abgeschlagene Tabellenletzte auch gegen den VfL Bochum über ein torloses Remis nicht hinaus. Damit sind die Berliner im Olympiastadion nun schon seit 175 Tagen ohne Sieg, der letzte und einzige "Dreier" hier datiert vom August des Vorjahres.

DPA/tis / DPA

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