Sonntagsspiele Bayern zerlegen den KSC


In München ist Wiesn-Zeit und der FC Bayern lässt keine Zweifel an seiner Dominanz aufkommen. Gegen harmlose Karlsruher gewann der Rekordmeister locker und holte sich die Tabellenführung zurück. Dahinter rückte Leverkusen näher an die Spitze. Bayer gewann souverän gegen Hannover.

Mit einem 4:1 (2:0)-Pflichtsieg beim Aufsteiger Karlsruher SC hat der FC Bayern München die Hierarchie in der Fußball-Bundesliga wieder hergestellt und die Tabellenspitze übernommen. Die millionenschweren Stürmer Luca Toni (5.) und Miroslav Klose (20.) machten im Wildpark- Stadion am Sonntag vor 30 702 Zuschauern aus wenigen Chancen frühe Bayern-Tore. Fünf Minuten nach dem Wechsel erhöhte Hamit Altintop. Der eingewechselte Ze Roberto (75.) machte mit seinem ersten Saisontor dann alles klar. Den einzigen Kalrsruher Treffer besorgte Porcello (52.). Auch das zweite Sonntagsspiel war eine klare Angelegenheit. Bayer Leverkusen schlug Hannover 96 klar mit 3:0 und liegt nach fünf Spielen ohne Niederlage drei Punkte hinter den Bayern auf Platz drei.

Nach zwei sieglosen Bundesliga-Spielen und einem schwachen Uefa-Cup-Auftritt konnte der Rekordmeister von der Isar erneut spielerisch nicht überzeugen. Trotzdem führen die Bayern nach dem sechsten Spieltag in der Tabelle mit 14 Punkten vor dem "24-Stunden- Spitzenreiter" Hertha BSC Berlin (12), Bayer Leverkusen (11) und Eintracht Frankfurt (11). Für das zunächst ohne Nationalspieler Bastian Schweinsteiger und Ze Roberto angetretene Starensemble von Trainer Ottmar Hitzfeld war es der vierte Saison-Erfolg.

Glänzender Start für Bayern

Die Bayern erwischten einen glänzenden Start. Nach einem Van- Bommel-Heber zeigte Toni bei der Ballannahme seine Extra-Klasse und lupfte den Ball über KSC-Keeper Markus Miller ins Tor. Es war der vierte Bundesliga-Treffer für den aus Florenz gekommenen Torjäger. Eine Viertelstunde später legte Klose nach. Der Nationalstürmer staubte in bester Gerd-Müller-Manier ab, als Miller einen Schuss von Altintop nicht festhalten konnte - für den Ex-Bremer war es bereits der fünfte Saisontreffer. Bundestrainer Joachim Löw auf der Tribüne freute sich über Kloses Treffsicherheit.

Aufsteiger Karlsruhe spielte gefällig, doch vor Kahn agierten die Hausherren viel zu harmlos. Der Keeper, der in 128 Bundesligaspielen zwischen 1974 bis 1995 im KSC-Tor stand, feierte eine emotionale Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. "Willkommen in der Heimat", hatten die KSC-Fans auf ein Plakat geschrieben. "Hier hat er begonnen. Schön, dass er im letzten Jahr seiner Karriere noch ein Spiel in Karlsruhe machen kann", sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß.

Kahn konnte sich oft auszeichnen

Glück für die Bayern, dass ihr Bester, Altintop, kurz nach der Pause traf, denn Porcello überwand Kahn wenig später mit einem 20-Meter-Distanzschuss. Kahn hatte gleich mehrfach Gelegenheit, sich auszuzeichnen: Mit Fußabwehr machte er 100-prozentige Chance von Edmond Kapllani zunichte. Der Brasilianer sorgte dann mit seinem Tor für den standesgemäßen Sieg der Bayern.

Im zweiten Sonntagsspiel war Stefan Kießling der entscheidende Mann. Schon am Donnerstag beim 3:1 im Uefa-Pokal gegen Uniao Leiria war er zweimal erfolgreich, jetzt eröffnete er mit seinem ersten Bundesliga-Treffer in dieser Saison den Torreigen gegen Hannover. Der Chilene Arturo Vidal (68.) erhöhte nach toller Einzelleistung auf 2:0. Theofanis Gekas (74.) setzte mit einem verwandelten Foulelfmeter den Schlusspunkt.

Beide Mannschaften bemühten sich von Beginn an, offensiv zu spielen. Dabei wirkten die Leverkusener auch ohne ihren verletzten Mittelfeld-Regisseur Bernd Schneider spielerisch besser. Der Nationalspieler, der sich am Donnerstag gegen Leiria eine Knieprellung zugezogen hatte, wurde durch Sergej Barbarez gut ersetzt. Die beste Möglichkeit vor der Pause hatte Torjäger Gekas (30.), der nach Zuspiel von Kießling nur den Pfosen traf.

Hannover wurde immer schwächer

In der zweiten halbzeit wurde Leverkusens Überlegenheit immer deutlicher. Nach 50 Minuten wurden die Gäste belohnt. Nach feinem Zuspiel von Vidal ließ Kießling Hannovers Schlussmann Robert Enke keine Möglichkeit. Nach Vorarbeit von Barbarez tanzte Vidal (68.) 96-Keeper Enke aus und markierte seinen ersten Bundesliga- Treffer. Gekas holte sechs Minuten später gegen Enke einen Foulelfmeter aus, den er selbst sicher verwandelte.

DPA/tis DPA

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