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Uefa-Cup: Schalke verliert 0:1 in Palermo

Die Niederlagen deutscher Fußballer reißen nicht ab: Schalke verlor in einem enttäuschenden Spiel gegen Palermo. Zuvor hatte HSV ein 0:2 bei Rapid Bukarest kassiert. Beide Vereine müssen nun um ihr Weiterkommen bangen.

Nach der ersten Niederlage im zehnten Pflichtspiel unter Trainer Mirko Slomka droht dem FC Schalke 04 das Ende aller UEFA-Pokal-Träume. Mit dem 0:1 im Achtelfinal-Hinspiel beim US Palermo setzte der Fußball-Bundesligist am Donnerstag die Pleitenserie deutscher Teams gegen italienische Mannschaften nach den Blamagen der Nationalmannschaft vor einer Woche, des SV Werder Bremen am Dienstag in Turin und des FC Bayern München am Mittwoch in Mailand fort.

Vor 10 581 Zuschauern im Stadion "Renzo Barbera" enttäuschten die Schalker auf ganzer Linie und besaßen vor allem in der ersten Halbzeit kaum Chancen. Der überragende Franco Brienza erzielte schon in der 16. Minute den entscheidenden Treffer für den starken Tabellenzehnten der Serie A. Im Rückspiel am kommenden Donnerstag müssen sich die Schalker erheblich steigern, um erstmals seit 1998 ein Europapokal-Viertelfinale zu erreichen.

Kampfgeist der Rumänen

Zuvor hatte schon der HSV enttäuscht, der beim Sechsten der rumänischen Liga ein 0:2 kassierte. Daniel Niculae (45.+2) und Mihai Buga (88.) erzielten die Tore. Der Hamburger Nigel de Jong sah in der 68. Minute wegen wiederholten Foulspiels ebenso die Gelb-Rote Karte, wie Rapids Kapitän Vasile Maftei in der dritten Minute der Nachspielzeit.

HSV-Trainer Thomas Doll musste Thimothee Atouba und den nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Spiel gegen den FC Thun gesperrten David Jarolim ersetzen. Dafür kamen Raphael Wicky und der beim 2:1-Erfolg bei Bayern München fehlende Daniel van Buyten wieder in die Anfangsformation. Der Kapitän machte als Erster Bekanntschaft mit dem leidenschaftlichen Kampfgeist der Rumänen und zog sich dabei eine schmerzhafte Rippenprellung zu.

De Jong sieht Gelb-Rot

Die Hamburger waren fünf Tage nach dem überragenden Spiel bei den Bayern nicht wieder zu erkennen. Es fehlte an Leidenschaft und Einsatz. Nur eine Mini-Chance durch Rafael van der Vaart (36.) war die Ausbeute der ersten Halbzeit. Rapid hatte dagegen durch Torschütze Niculae, der HSV-Keeper Stefan Wächter in der zweiten Minute der Nachspielzeit mit einem 30-m-Schuss überwand, schon in der 22. Minute die Chance zur Führung. Vier Minuten später war es van Buyten, der nach einem Rada-Schuss auf der Linie klärte.

Doll reagierte und nahm zur Pause den weit von seiner Bestform entfernten Sergej Barbarez aus dem Spiel. Für ihn kam der 19-jährige Mustafa Kucukovic. Außerdem kam Rene Klingbeil als Außenverteidiger ins Team - Mehdi Mahdavikia rückte dafür ins Mittelfeld. Doch mehr Druck entwickelte sich nicht, zumal die Stürmer abermals enttäuschten. In der 68. Minute kam ein weiterer Rückschlag für die Hanseaten dazu: Nigel de Jong, in München noch der umjubelte Schütze des Siegtores, sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Spätes 0:2

"Wir wollen ein Tor schießen; dann können wir das Rückspiel entspannter angehen", hatte Doll seinen Spielern mit auf den Weg gegeben. Doch gegen die spritziger wirkenden Rumänen ging auch dieses Minimalziel daneben. "Wir sind auf alles vorbereitet", hatte der Coach zwar gemeint. Aber wie Hertha BSC in der vorigen Runde konnte auch der HSV In Bukarest kein Tor erzielen und muss überdies nach dem 0:2, das Buga auf Vorarbeit von Niculae erzielte, das Ausscheiden fürchten.

DPA

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