HOME

Weltfußballer 2003: Zidane bester Spieler der Welt

Die FIFA hat entschieden: Zinedine Zidane ist der Weltfußballer 2003. Bei den Frauen gewann die deutsche Weltmeisterin Birgit Prinz die begehrte Auszeichnung.

Die FiFA hat entscheiden: Der Weltfussballer des Jahres 2003 heisst erneut Zinedine Zidane. Bereits 1998 und 2000 hat der geniale Ballkünstler aus Frankreich die begehrte Auszeichnung gewonnen. Bei den Frauen setzte sich Birgit Prinz durch. Mit dem Titel "Weltfußballerin des Jahres" krönte die Deutsche ihre Karriere, die sie nach dem WM-Triumph in den USA bereits beendet hatte. "Es ist eine große Ehre, hier zu gewinnen. Und es ist immer schön, einen Einzeltitel zu holen", meinte Prinz. Zudem wurde der irakische Fußball-Verband mit dem deutschen Nationaltrainer Bernd Stange mit dem Sonderpreis "Presidential Award" ausgezeichnet.

Zidane ohne Konkurrenz

Zidane siegte in der Männerkonkurrenz mit 264 Zählern ganz klar. 1998 hatte Zidane als Weltmeister, 2000 als Europameister die Wahl gewonnen. In diesem Jahr verhalf er Real zum 29. Meistertitel in Spanien, scheiterte jedoch im Champions-League- Halbfinale an Juventus Turin. Zweiter wurde sein Landsmann Thierry Henry (186), der Stürmerstar von Arsenal London. Nur auf Platz drei kam der brasilianische Vorjahressieger und Zidanes Teamkollege von Real, Ronaldo (176). Mit Zidane, Ronaldo, Roberto Carlos, David Beckham und Raul fanden sich gleich fünf Profis von Real unter den ersten Zehn. Kein deutscher Spieler schaffte es unter die Top Ten: Michael Ballack belegte Rang zwölf, Oliver Kahn - 2002 noch Zweiter - wurde 13.

Die Wahl Zidanes war keine Überraschung. Der 31 Jahre alte Sohn algerischer Einwanderer gilt nach wie vor als überragender Spielgestalter - und vor allem als einer, der immer auf dem Boden geblieben ist. "Er ist eben ein bescheidener Junge", sagte sein Vater Smail. "Dieser Preis bedeutet mir jedes Mal mehr. Er ist der wichtigste Preis überhaupt, den man als Fußballer gewinnen kann", zeigte sich Zidane gerührt.

Der Zweite Henry fand es schon "toll, mit Ronaldo und Zizou an einem Tisch zu sitzen". Der französische Stürmer gab allen Interessenten, die ihn aus seinem Vertrag bei Arsenal herauskaufen wollen, eine Absage: "Ich bin glücklich in London, habe hier mein Selbstvertrauen zurückgewonnen, und die Fans lieben mich sehr."

DFB-Teamchef Rudi Völler entschied sich als einer von 142 wahlberechtigten Nationaltrainern bei seinem Votum für den Tschechen Pavel Nedved, den Niederländer Ruud van Nistelrooy und den Italiener Paolo Maldini.

Birgit Prinz mit großem Vorsprung vorn

Bei den Frauen war Birgit fast ohne Konkurrenz. Die vom italienischen Männer-Erstligisten AC Perugia umworbene Birgit Prinz hatte sich im Vorjahr noch über den zweiten Platz hinter Mia Hamm geärgert, dieses Mal drehte die 26-Jährige den Spieß um und gewann mit 268 Punkten überlegen vor der Amerikanerin (133) sowie der Schwedin Hanna Ljungberg (84). Mit Maren Meinert (6.), Bettina Wiegmann (7.), Renate Lingor (8.) und Silke Rottenberg (10.) landeten vier weitere Weltmeisterinnen unter den ersten Zehn.

Wissenscommunity