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Historische Pleite Kommt der Rücktritt nach dem WM-Aus? Das sagt Jogi Löw

Spieler der Deutschen Nationalmannschaft und Spielergebnisse der Gruppe F
Die erste Hälfte zwischen Südkorea und Deutschland reißt noch keinen so richtig vom Hocker.
  • Tweet: "Ich nach 30 Minuten"
Viel besser wird es auch in Halbzeit 2 nicht.
  • Tweet: "Man bekommt richtige Schmerzen beim Zuschauen"
Im Gegenteil: Jin-Hyeon Kim und Heung-Min Son besiegeln mit zwei späten Toren das deutsche WM-Aus. Grenzenlose Freude bei den Südkoreanern. Die DFB-Elf zeigt sich geschockt und am Boden zerstört. Im Netz überwiegen Trauer, Entsetzen und Häme.
  • Tweet: "Mitgefiebert! Gehofft! Gelitten! Enttäuscht! Aber letztendlich ist es nur Fußball"
  • Tweet: "Sieht doch gar nicht so schlecht aus" (umgedrehte Tabelle)
  • Tweet: "Wenn wir ganz ruhig sind, hören wir Holland und Italien schon ganz leise lachen"
  • Tweet: "Und die Italiener und Holländer: 'Wir hatten wenigsten 2 Niederlanden weniger als Deutschland‘"
  • Tweet: "Die Mannschaft, die man schafft"
  • Tweet: "Ein Bild sagt mehr als 280 Zeichen"
  • Tweet: "Die Brasilianer müssen sich doch gerade wirklich ärgern, dass ihnen jetzt die Chance auf eine Revanche genommen wurde"
  • Tweet: "Jetzt lachen wohl die Schweden. Schicken Sie auch welche vom Betreuerteam zum Gratulieren zu den Deutschen"
Ein Spaß-Profil im Merkel-Gewand hat natürlich auch schon eine Meinung zum Spielausgang.
  • Tweet: "Och finde es super, wie wir die WM 2018 in Russland boykottieren. Sehr diplomatisch"
  • Tweet: "Gedenken wir an der Stelle allen Supermarktmitarbeitern, die jetzt WM-Memeorabilia bis morgen früh abbauen und den Rest des Jahres Bier aus schwarzrotgoldenen Dosen saufen müssen"
  • Tweet: "Beliebtheitsskala vor der WM: 1. Südkorea 2. Nordkorea… Beliebtheitsskala nach der WM: 1. Nordkorea 2. Südkorea“
  • Tweet: "Diese Stille draußen. Schön."


Und neben dem Platz? Umtreibt vor allem Jérôme Boatengs Sonnenbrille die Twitter-User.
  • Tweet: "Wenn du im Sportunterricht den Turnbeutel vergessen hast"
  • Tweet: "Falls er in der Halbzeit noch einen Endschalldämpfer schweißen muss"
  • Tweet: "Falls sich einer fragt, wo Tupac Shakur seit Jahren abgeblieben ist"
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Es ist passiert, zum allerersten Mal: Eine deutsche Mannschaft ist in der WM-Vorrunde ausgeschieden. Wie soll es nun weitergehen? Nationalcoach Jogi Löw ließ seine Zukunft zunächst offen.

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw hat nach dem ersten WM-Aus einer deutschen Nationalmannschaft in der Vorrunde einen Rücktritt nicht ausgeschlossen. "Es ist zu früh für mich, die Frage zu beantworten, jetzt brauchen wir ein paar Stunden, um klarzusehen", sagte der 58-Jährige am Mittwoch in Kasan im ZDF zu Fragen nach seiner Zukunft.

"Wir haben nicht nur ein Spiel verloren, sondern viel von dem, was wir uns in den vergangenen Jahren aufgebaut haben. Seit 2006 waren wir immer mindestens im Halbfinale; jetzt können wir uns nur entschuldigen", analysierte Löw das Turnier in Russland. "Es ist wahnsinnig schwer, so einen großen Erfolg zu wiederholen", spielte er auf die nun gescheiterte Mission Titelverteidigung an. "Vielleicht hat es eine gewisse Selbstherrlichkeit vor dem Spiel gegen Mexiko geherrscht", gab der Coach zu. Danach habe die Mannschaft im Trainning angezogen und sei mit hoher Konzentration in die weiteren Spiele gegangen, "doch wir haben es nicht auf den Platz gebracht. Der Plan war da, aber wir konnten ihn nicht umsetzen."

Die deutsche Elf beim letzten WM-Gruppenspiel gegen Südkorea

Jogi Löw: "Muss mich hinterfragen"

"Der Mannschaft hat die Leichtigkeit gefehlt", analysierte Löw die drei WM-Auftritte des gescheiterten Titelverteidigers. "Unser Kombinationsfluss, unsere Sicherheit waren nicht vorhanden. Man muss sagen, dass wir zurecht ausgeschieden sind", sagte der 58-Jährige und verband diese Äußerung mit einer "Gratulation an unsere Gegner". "Wir müssen sehen, dass wir das jetzt annehmen."

Auf die Frage, ob er aus der historischen Pleite für den DFB persönliche Konsequenzen ziehem wolle, sagte Löw: "Ich muss mich jetzt natürlich hinterfragen. Ich habe die Verantwortung für die Mannschaft." Auch in ihm sitzte die Enttäuschung "tief in mir drin". Er müsse nun eine Nacht darüber schlafen. "Morgen werden wir Gespräche führen, wie es weitergeht."

Löw hatte vor dem Turnier in Russland seinen Vertrag bis zur WM 2022 in Katar verlängert - mit der Zielsetzung eine neue Mannschaft aufzubauen. Diese Mission ist nun in Frage gestellt, auch wenn Team-Manager Oliver Bierhoff direkt nach dem Spiel sagte: "Ich gehe davon aus, dass Jogi weitermacht."

dho

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