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Olympia 2008: Fußballfrauen halten Kurs aufs Viertelfinale

Lange mussten die deutschen Weltmeisterinnen zittern. Am Ende konnten Birgit Prinz und Co. dennoch einen großen Schritt in Richtung Olympia-Viertelfinale machen. Das entscheidende Tor zum 1:0-Sieg gegen Nigeria schoss Kerstin Stegemann.

Mit einem 1:0 (0:0)-Arbeitssieg gegen Nigeria haben Deutschlands Fußball-Weltmeisterinnen Kurs auf das Viertelfinale bei den Olympischen Spielen genommen. Vor 19.726 Zuschauern in Shenyang erzielte Abwehrspielerin Kerstin Stegemann in der 65. Minute das "goldene" Tor. Mit vier Punkten hat die deutsche Mannschaft beste Chancen, mindestens als einer der zwei besten Gruppendritten in die Runde der letzten Acht einzuziehen. Im letzten Vorrundenspiel trifft der Weltmeister am Dienstag auf Nordkorea. "Jetzt zu rechnen bringt nichts. Ich freue mich über die drei Punkte", meinte Bundestrainerin Silvia Neid nach der umkämpften Partie.

Wie schon zum Auftakt gegen Brasilien offenbarte die deutsche Mannschaft in der Offensive zunächst Schwächen. Im Mittelfeld fehlten die Ideen und im Sturm die Durchschlagskraft. Lediglich bei einem Schuss von Birgit Prinz (30.) und einem Kopfball von Simone Laudehr (33.) verbreitete der Weltmeister etwas Gefahr. "Wir haben uns das Leben in der ersten Halbzeit schwer gemacht. Nach dem Wechsel waren wir viel effektiver", kommentierte Neid.

So war es einmal mehr Torfrau Nadine Angerer zu verdanken, dass die DFB-Elf nicht in Rückstand geriet. Die 29-Jährige rettete zunächst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gegen die frei vor ihr auftauchende Cynthia Uwak. In der 55. Minute parierte sie glänzend gegen die überragende Sarah Michael und hielt dann auch noch den Nachschuss von Perpetua Nkwocha. "Die haben ganz schön Dampf gemacht, es war ein super schweres Spiel. Ich freue mich, dass ich wieder die Null gehalten habe. Das ist wichtig in dieser starken Gruppe", erklärte Angerer.

Erst die Einwechslung von Anja Mittag nach gut einer Stunde brachte die Wende im Spiel. Die Angreiferin vom 1. FFC Turbine Potsdam war gerade 100 Sekunden auf dem Platz, als sie den Ball mustergültig vor das Tor flankte, wo Stegemann aus kurzer Distanz mit einem Direktschuss unter die Latte vollendete. "Sie hat unser Spiel nach vorne belebt", lobte Neid.

Nach der Führung spielte die DFB-Auswahl befreit auf und kam zu weiteren Chancen. Drei Minuten nach der Führung hätte Kerstin Garefrekes auf 2:0 erhöhen können, doch ihr Kopfball verfehlte knapp das Ziel. Nigeria steckte in der Schlussphase auf, so dass der deutsche Sieg nicht mehr in Gefahr geriet. Dennoch sah Neid noch viel Luft nach oben: "Wir müssen schauen, dass wir uns im Spiel nach vorn verbessern. Da muss mehr Präzision rein."

Torfrau in Topform

So war es einmal mehr Torfrau Nadine Angerer zu verdanken, dass die deutsche Mannschaft nicht in Rückstand geriet. Die 29-Jährige rettete zunächst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gegen die frei vor ihr auftauchende Cynthia Uwak. In der 55. Minute parierte sie glänzend gegen die überragende Sarah Michael und dann auch noch den Nachschuss von Perpetua Nkwocha.

Die Wende im Spiel brachte die Einwechslung von Anja Mittag. Die Angreiferin vom 1. FFC Turbine Potsdam war gerade 100 Sekunden auf dem Platz, als sie den Ball mustergültig vor das Tor flankte, wo Stegemann aus kurzer Distanz mit einem Direktschuss unter die Latte vollendete. Drei Minuten nach der Führung hätte Kerstin Garefrekes auf 2:0 erhöhen können, doch ihr Kopfball verfehlte knapp das Ziel.

DPA / DPA

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