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Deutschland-Splitter: Stabhochspringer holen Silber und Bronze

Die deutschen Stabhochspringer haben sensationell Silber und Bronze gewonnen. Der deutsche Langstreckenschwimmer Thomas Lurz gewann im Freigewässer ebenfalls Silber. Der Deutschland-Splitter.

Darauf hatten die deutschen Schwimmer in London zwei Wochen warten müssen: Thomas Lurz holte mit Silber über zehn Kilometer endlich eine Medaille. Mit zwei Booten sind die Kanuten in den Sprintfinals dabei. Gold-Ruderer Kristof Wilke ist Fahnenträger bei der Schlussfeier. Das sind die aktuellen News über das deutsche Team bei Olympia.

Deutsche Stabhochspringer holen sensationell Silber und Bronze

Björn Otto und Raphael Holzdeppe haben den deutschen Stabhochspringern nach 16-jähriger Flaute wieder Olympia-Medaillen beschert. Silber sicherte sich am Freitagabend in London der 34-jährige Otto vom TSV Bayer Dormagen. Der Routinier behielt im Finale in London die Nerven und überquerte die Latte im ersten Versuch bei 5,91 Meter. Auch Holzdeppe (Zweibrücken) überquerte diese Höhe auf Anhieb, hatte aber mehr Fehlversuche und wurde Dritter. Europameister Renaud Lavillenie ist nun auch Olympiasieger: Der 25 Jahre alte Franzose überquerte als Einziger 5,97 Meter.

Malte Mohr verpasste dagegen erneut die ersehnte erste Freiluft-Medaille. 5,50 Meter reichten für den Routinier, der in diesem Jahr schon 5,91 gemeistert hat, nur zum neunten Platz. Holzdeppes Trainer Andrej Tiwontschik hatte 1996 in Atlanta mit Bronze letzmals Edelmetall für die deutschen Springer geholt.

Helena Fromm gewinnt Bronze im Taekwondo

Helena Fromm hat bei den Olympischen Spielen die Bronzemedaille im Taekwondo gewonnen. Die 25-Jährige aus Arnsberg bezwang am Freitag im Kampf um Platz drei die Australierin Carmen Marton mit 8:2. Fromm gewann bei ihren zweiten Olympischen Spielen drei Kämpfe und verlor ein Duell. Sie war nur an der Peking-Olympiasiegerin Hwang Kyung Seon aus Südkorea gescheitert, die ins Finale einzog. Für Deutschland ist es die zweite Medaille im Taekwondo seit der olympischen Premiere vor zwölf Jahren. In Sydney 2000 hatte der Frankfurter Faissal Ebnoutalib Silber gewonnen.

Betty Heidler gewinnt nach Skandal Bronze

Betty Heidler hat bei den Olympischen Spielen die Bronzemedaille im Hammerwerfen gewonnen. Der Weltrekordhalterin wurde am Freitag in London im Nachhinein ein zunächst falsch vermessener Wurf anerkannt. Mit 77,13 Metern wurde sie doch noch Dritte hinter der Russin Tatjana Lysenko und der Polin Anita Wlodarczyk.

Nach Heidlers fünftem Versuch hatten die die Kampfrichter den falschen Einschlag des Hammers gemessen. Nach intensiven Diskussionen durfte die 28-Jährige den Versuch zwar wiederholen, blieb aber unter 70 Metern und machte den Wurf selbst ungültig. Danach gingen die Debatten im Innenraum weiter. Nach Ende des Wettkampfes kontrollierte die Jury noch einmal alle Weiten über 75 Meter.

Silbermedaille für Thomas Lurz

Thomas Lurz hat den deutschen Schwimmern mit Silber über zehn Kilometer doch noch olympisches Edelmetall in London beschert. Der Würzburger musste im Hyde Park nur den Tunesier Oussama Mellouli ziehen lassen, der in 1:49:55 Stunden rund dreieinhalb Sekunden vor Lurz anschlug. Lurz verpasste damit nach Bronze 2008 bei der olympischen Premiere des Freiwasserschwimmens in Peking den letzten ihm noch fehlenden Titel. Der 32-Jährige wurde bereits zehnmal Weltmeister, viermal Europameister und gewann 26-mal bei deutschen Meisterschaften.

Kanuten weiter gut drauf

Bei den Kanu-Wettbewerben zog Ronald Rauhe in zwei Sprint-Finals über 200 Meter ein. Gemeinsam mit seinem Partner Jonas Ems kam er am Freitag auf dem Dorney Lake als Halbfinal-Zweiter in den Endlauf an diesem Samstag. Zuvor hatte sich der ehemalige Kajak-Weltmeister bereits für das Finale in der Einzel-Konkurrenz qualifiziert. 1000-Meter-Olympiasieger Sebastian Brendel im Canadier-Einer und Silke Hörmann verpassten den Sprung ins Finale.

Ruderer Wilke trägt deutsche Fahne

Achter-Ruderer Kristof Wilke trägt die deutsche Fahne bei der Schlussfeier der Olympischen Spiele in London. Der Deutsche Olympische Sportbund benannte den Schlagmann aus dem Gold-Achter am Freitag.

Deutsche Gymnastinnen verfehlen Finals

Die deutschen Gymnastinnen waren in London weit von den olympischen Finals entfernt. Jana Berezko-Marggrander patzte am Freitag mit dem Band, die deutsche Gruppe hatte schon in der Ballübung alle Final-Hoffnungen begraben müssen.

Taekwondo-Kämpferin Fromm verliert Viertelfinale

Helena Fromm hat beim olympischen Taekwondo-Turnier ihren zweiten Kampf verloren. Die Studentin aus Oeventrop unterlag am Freitag im Viertelfinale der Klasse bis 67 Kilogramm der Peking-Olympiasiegerin Hwang Kyung-Seon aus Südkorea mit 4:8 Punkten. Die 25-jährige Deutsche hat am Abend noch die Chance auf eine Bronzemedaille. Dafür muss ihre Bezwingerin Hwang allerdings ins Finale kommen. Schafft sie das, hätte es Fromm in der Hoffnungsrunde mit Ruth Gbagbi von der Elfenbeinküste zu tun.

feh/kbe/csa/DPA / DPA

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