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Eishockey-WM: Zach-Team im der Zwischenrunde

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat ihr Minimalziel bei der Weltmeisterschaft in Finnland erreicht. "Zwei Spiele, zwei Siege. Mehr kann man nicht erwarten", zog Bundestrainer Hans Zach Zwischenbilanz.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat ihr Minimalziel bei der Weltmeisterschaft in Finnland erreicht. "Zwei Spiele, zwei Siege. Mehr kann man nicht erwarten", zog Bundestrainer Hans Zach Zwischenbilanz. Im zweiten Vorrunden-Spiel der Gruppe A am Dienstag in Helsinki feierte das deutsche Team mit dem 3:1 (0:1, 2:0, 1:0) gegen die Ukraine den zweiten Turniersieg und buchte mit dem Zwischenrunden-Ticket auch die Fahrkarte zur kommenden WM in Prag und Ostrau. Der Erfolg wurde aber teuer bezahlt. Jochen Molling fällt wegen einer Knieverletzung für das restliche Turnier aus, der an der Schulter verletzte Boris Blank fehlt im letzten Gruppenspiel am Mittwoch gegen Weltmeister Slowakei.

International weiter erstklassig

"Dieser Sieg war sehr wichtig, jetzt spielen wir auch nächstes Jahr im Konzert der Großen mit", sagte Zach und sprach seinen Schützlingen ein großes Lob aus: "Die Mannschaft hat hervorragend gespielt, war total überlegen und hat bravourös gekämpft." In der Zwischenrunde sind Gastgeber Finnland, Tschechien und Österreich die Gegner. Mit Christian Hommel und Lasse Kopitz sind zwei Spieler schon in Helsinki, die in der Zwischenrunde zusätzlich eingesetzt werden können.

Kampf den Dollar-Millionären

Zuvor will Zach aber den Weltmeister ärgern. "Wir werden den slowakischen Dollar-Millionären einen harten Kampf liefern", kündigte der Tölzer an, der einen Tag vor seinem 100. Spiel als Cheftrainer des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) befreit durchatmen. Vor 7000 Zuschauern in der Hartwall-Arena stellten Andreas Morczinietz (27. Minute), Martin Reichel (39.) und der 19-jährige Junior Marcel Goc (51.) den Klassenverbleib sicher.

Spielerisch kaum Glanzpunkte

Gegen die Ukrainer, deren Spieler in der Mehrzahl ihr Geld in der russischen Liga verdienen, zeigte das DEB-Team ein bessere Leistung als beim mühsamen 5:4-Auftaktsieg gegen Japan, setzte spielerisch aber keine Glanzpunkte. "Wir haben uns mit sehr viel Selbstvertrauen durchgekämpft und diszipliniert gespielt". meinte Zach. Kapitän Jan Benda und Mirko Lüdemann, der sein 40. WM-Spiel bestritt, sowie Marcel Goc verdienten sich die besten Noten. "Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns und hat seine Nominierung bestätigt", sagte Zach über den jungen Mannheimer.

Hoch konzentriert

Vor dem ersten WM-Duell mit der Ukraine hatte er ein gutes Gefühl. "Die Mannschaft ist mit dem Japan-Spiel sehr selbstkritisch umgegangen und hoch konzentriert", sagte der 54-Jährige, "aber wir müssen aufpassen. Die Ukrainer suchen ihre letzte Chance und sind deshalb gefährlich." Das DEB-Team beherrschte jedoch Spiel und Gegner, doch trotz dreimaligen Überzahlspiels blieb der Torerfolg vorerst aus. Der WM-Neunte aus Osteuropa machte es besser. Als Daniel Kunce auf der Strafbank saß, ließ Walerij Schyrajew (18.), mit 39 Jahren ältester Turnier-Spieler, WM-Debütant Oliver Jonas im DEB-Tor keine Abwehrchance.

Der spielerische Glanz fehlte, aber wenigstens wurden die Chancen genutzt. Morczinietz (27.) gelang nach Zuspiel von Lüdemann der Ausgleich, und Reichel brachte die DEB-Auswahl mit seinem 13. Länderspieltor in Führung. Kurz vor Ende des zweiten Drittels vergab Klaus Kathan das 3:1, als er per Penalty an Keeper Konstantin Simchuk scheiterte. Goc machte es kurz darauf besser.

DPA

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