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Tennis: Petkovic wieder da, Görges krank, Lisicki pausiert

In Sydney bereiten sich die besten Spielerinnen der Welt auf die Australian Open vor. Samantha Stosur schied bereits am Montag aus, zwei ungleiche Schwestern duellierten sich und Sofia Arvidsson hatte ein Murmeltiererlebnis.

Kuriositäten und menschliche Dramen prägten den zweiten Tag des Tennisturniers von Sydney. Während die Nationalheldin Sam Stosur schon früh die Reise nach Melbourne antreten kann, erhielt Sofia Arvidsson eine Lehrstunde in Sachen Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz, während Urszula Radwanska von ihrer großen Schwester die Grenzen aufgezeigt bekam.

Julia Görges konnte beim Turnier in Sydney ihr Erstrundenspiel nicht beenden. Sie musste gegen die Serbin Jelena Jankovic beim Stande von 1:6, 1:3 wegen einer Grippe aufgeben. Besser lief es für Andrea Petkovic, die sich wenige Tage nach ihrer Niederlage von Brisbane gegen Kaia Kanepi gut erholt zeigte und mit Anastasia Pavlyuchenkova bei ihrem 6:2, 6:3 keine Mühe hatte. Petko, die als Nummer zehn der Weltrangliste nicht gesetzt ist, was die Klasse des Feldes in Sydney unterstreicht, zeigte sich in guter Form für die bevorstehenden Australian Open, bei denen sie dann natürlich wieder in der Setzliste auftaucht.

Sabine Lisicki hingegen pausiert in der Woche vor dem Grand Slam. Ihre in Auckland erlittene Bauchmuskelverletzung veranlasste die in Melbourne an 15 gesetzte Berlinerin, lieber ein paar Tage zu pausieren, anstatt eine Verschlimmerung der im Viertelfinale gegen Angelique Kerber erlittenen Blessur zu riskieren.

Kerber selbst tritt derweil in Hobart auf der Insel Tasmanien an. Dort gewann sie mit 6:2, 6:4 gegen Elena Vesnina aus Russland. Mona Barthel bezwang beim selben, mit 220.000 Dollar dotierten Turnier die Italienerin Romina Oprandi mit 6:1, 6:4. Kerber zählt neben Petkovic, Lisicki und der an 23 geführten Görges zu den vier gesetzten deutschen Spielerinnen bei den Australian Open.

Vier deutsche Spielerinnen in Melbourne gesetzt

Angeführt wird das Damen-Tableau von Melbourne von der Weltranglistenersten Caroline Wozniacki, es folgt Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus Tschechien vor der Weißrussin Victoria Azarenka. Während Wozniacki und Kvitova in Sydney in der ersten Runde ein Freilos hatten, musste Azarenka bereits spielen, hatte aber gewohnt wenig Mühe mit schwächeren Gegnerinnen, diesmal bei ihrem 6:2, 6:1 gegen die Schweizer Qualifikantin Stefanie Vögele.

Zwei Top Ten-Spielerinnen schieden aber bereits in Sydney aus: Samantha Stosur scheiterte wie in ihrer Heimatstadt Brisbane erneut früh. In Brisbane war es Iveta Benesova im Achtelfinale, in Sydney gewann Francesca Schiavone, die in Brisbane mit einem Drei-Stunden-Marathon-Match gegen Jelena Jankovic begeistert hatte, gegen die US Open-Siegerin mit 6:2 und 6:4.

Noch schlimmer erging es Vera Zvonareva, die in ihrem ersten Match des Jahres nur zwei Aufschlagspiele durchbrachte und Svetlana Kuznetsova glatt mit 1:6, 2:6 unterlag. Titelverteidigerin Na Li gewann locker 6:0, 6:3 gegen Ekaterina Makarova. Im polnischen Geschwisterduell behielt Agnieszka Radwanska einmal mehr die Oberhand gegen ihre Schwester Urszula, die, als Qualifikantin ins Hauptfeld gekommen, beim 1:6, 1:6 nicht den Hauch einer Chance hatte.

Ein bitteres Schicksal ereilte Sofia Arvidsson, die in der Qualifikation ein Dreieinhalb-Stunden-Match gegen Alexandra Dulgheru mit 6:7. 7:6 und 7:5 gewonnen hatte - nur, um in der ersten Runde erneut auf die Rumänin zu treffen, die als Lucky Loserin trotz ihrer Niederlage ins Hauptfeld aufgerückt war. Durch den Pyrrhuscharakter ihres Sieges offenbar völlig demoralisiert, verlor Arvidsson diesmal glatt mit 1:6. 1:6.  

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