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Verdienst-Check: Was verdienen Stripperinnen eigentlich?

Sie arbeiten in Nachtclubs, tanzen auf der Bühne und ziehen sich während der Songs aus. Stripper und Stripperinnen haben einen Knochenjob, der aber doch sicherlich gut bezahlt wird - oder?

Nein, es komme nicht auf eine gute Figur an. Auch nicht auf die Fähigkeiten auf der Tanzfläche oder das hübsche Gesicht. Meistens kommt es auf den richtigen Spruch zur richtigen Zeit an, offenbart eine Stripperin anonym in einem Internetforum. Dass das Aussehen keine Rolle spielt, ist zwar unglaubwürdig - schließlich werden die Männer und Frauen mit sehr kritischem Auge von gecastet. Aber dass ein frecher Spruch sich lohnen kann, scheint wenig überraschend.

Sie tänzeln auf den Bühnen in Strippclubs umher, balancieren sich akrobatisch an der Stange entlang oder entblättern sich mit erstaunlichem Geschick aus den Klamotten: Stripperinnen und Stripper. Doch was verdienen die Tänzer in den Nachtclubs für ihre Show? Wie sieht es mit Trinkgeld aus?

Für Stripper gibt es unterschiedliche Verdienstmodelle

Tatsächlich gibt es sehr unterschiedliche Entlohnungsmodelle. Einige Clubs zahlen keinen festen Stundenlohn, sondern einen fixen Betrag pro Abend. Diese Gage beginnt bei 150 Euro und kann sich rasant steigern. Andere Läden zahlen pro Auftritt rund 40 bis 80 Euro. Dazu kommt meist noch ein prozentualer Anteil an den verkauften Getränken, deren Preise in Stripclubs häufig gesalzen sind.

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Andere Etablissements haben die Gage abgeschafft. Hier müssen die Tänzer durch private Tanzeinlagen in Séparées, durch verkaufte Getränke oder durch zugestecktes Geld auf ihr Einkommen kommen. Dieses Abrechnungsmodell ist sehr unsicher: Einige gehen mit Hunderten Euro nach Hause, andere kommen nicht mal auf den Mindestlohn. Hierbei muss auch der Unterschied zwischen Dorf und Stadt berücksichtigt werden. Wer bei privaten Gelegenheiten strippt - beispielsweise bei einem Junggesellenabschied - bekommt pro Auftritt mindestens 200 Euro. Allerdings müssen die Tänzer eventuell noch eine Vermittlungsgebühr an eine Agentur zahlen, wenn sie sich so buchen lassen.


Keine finanzielle Absicherung für Stripper

Das Finanzunternehmen Lovr Life, das sich um die finanziellen Belange der Erotikbranche kümmert, schätzt, dass rund eine Million Mitarbeiter in der Branche von Altersarmut betroffen ist. Auch das Thema Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherung ist für Stripper relevant - denn bei Krankheit gibt es keine Absicherung.

Zudem müssen Stripper mit Ausgaben rechnen: Einige Clubs übernehmen nicht die Rechnung für Kostüme und Bühnenklamotten. Dazu wird Geld für allerlei Beauty-Anwendungen ausgegeben, denn ein gepflegtes Äußeres ist Pflicht. Außerdem müssen sich Tänzer in Form halten. 

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