Exporte um 56 Prozent eingebrochen Deutsche Unternehmen suchen für ihre Waren legale Umwege nach Russland – und manche auch illegale

Wladimir Putin in Usbekistan
Wladimir Putin bei einer Pressekonferenz in Samarkand, Usbekistan: Seit dem Überfall auf die Ukraine gehen die ehemaligen Sowjetrepubliken politisch eher auf Distanz zu Putin – allerdings ohne ihr Geschäft mit Russland zu sehr zu belasten
© Sergei Bobylev/Kremlin Pool/Planet Pix via ZUMA Press Wire / Picture Alliance
Der deutsche Handel mit Russland ist eingebrochen. Doch immer mehr Waren finden den Weg nach Osten über Staaten in Mittelasien. Über welche Routen die Güter nach Russland gelangen – und wie die USA reagieren.
Bernd Ziesemer

So einen Auflauf deutscher Unternehmer gab es im fernen Taschkent noch nie. 113 Wirtschaftsleute aller möglichen Branchen fielen Anfang Juli auf einen Schlag in die Hauptstadt Usbekistans ein wie vor Jahrhunderten ein Zug von Kamelhändlern in die Karawansereien der Seidenstraße. Der stolze Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft meldete "die größte Delegation, die jemals nach Zentralasien entsandt" worden sei. Der Premierminister des 35-Millionen-Einwohner-Landes habe die Truppe aus dem Abendland "durchgängig zu allen offiziellen Terminen begleitet".

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