Heutzutage empfehlen Fachleute allen Menschen mit Diabetes Typ 1 die intensivierte Therapie. Sie spritzen sich zwei Mal täglich ein länger wirkendes Insulin. Das deckt ihren normalen Tagesbedarf. Die Blutzuckerspitzen nach den Mahlzeiten fangen sie drei bis vier Mal täglich durch Injektionen mit kurz wirksamem Insulin ab.
Der Vorteil der intensivierten Therapie: In ihrem normalen Alltag müssen sich Zuckerkranke kaum einschränken. Sie spritzen nach dem Messen ihres Blutzuckerwertes passgenau die Menge an Insulin, die sie brauchen: für kleine oder große Mahlzeiten, für viel oder wenig Sport.
Der Nachteil: Betroffene müssen immer wieder ihren Blutzucker messen und bis zu vier Mal täglich Insulin spritzen. Wie sich die Mengen berechnen lassen, lernen Menschen mit Diabetes in einer speziellen Diabetes-Schulung. Denn sachkundig im Umgang mit Insulin müssen sie sein - sonst kommen etwa Ausflüge oder ein mehrgängiges Menü nicht infrage.
Übrigens: Auch für Menschen mit Typ-2-Diabetes, die Insulin brauchen und einen sehr unregelmäßigen Tagesablauf haben, kann das Spritzen vor dem Essen ein Vorteil sein.