Dieses Foto ist nicht nur Teil eines
Buches über Frauen und Tätowierungen, es steht für einen Sieg über Facebook. Errungen haben ihn
die mehr als 230.000 Menschen, die das Bild einer Frau mit einem Brusttattoo über den Narben einer Krebsoperation mit Freunden und Bekannten geteilt haben, mehr als 33.000 Facebook-User, die es kommentiert und knapp 290.000 Menschen, die es geliked haben. Facebook hatte das Foto mehrfach entfernt. So wird mit allen Fotos verfahren, die nach Ansicht des Unternehmens "obszönen" Inhalts sind. Normalerweise ist das der Fall, sobald eine weibliche Brustwarze zu sehen ist. Der Hinweis, dass ausgerechnet die hier fehle, scheint den Facebook-Zuständigen schließlich eingeleuchtet zu haben.
Inga Duncan Thornell heißt die Frau, die sich das Tattoo nach einer beidseitigen
Mastektomie, dem Entfernen der Brust, hat stechen lassen, um ihr Weiterleben zu feiern. Über zweieinhalb Jahre lang hat Thornell sich jeden Sonntag mit der Tätowiererin Tina Bafaro getroffen, um das Hautwerk zu vollenden.
Margot Mifflins Buch
"Bodies of Subversion: A Secret History of Women and Tattoo", das gerade in der dritten, erweiterten Auflage bei Powerhouse Books erschienen ist, zeigt die historische Entwicklung von Bildern in Frauenhaut und erzählt von Frauen, die sie stechen. Das Buch ist die erste umfassende Geschichte von Frauen und Tätowierungen.