Kranker Nordosten, gesunder Südwesten

14. Mai 2013, 06:43 Uhr

Deutschland ist ein geteiltes Land - bei den Krankschreibungen. Offenbar lebt und arbeitet es sich im Südwesten grundsätzlich gesünder als im Nordosten. Warum das so ist, ist den Experten ein Rätsel.

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Den sogenannten gelben Schein stellen Ärzte in Deutschland deutlich häufiger aus, je weiter man nach Nordosten kommt.©

Arbeitnehmer in Baden-Württemberg sind im vergangenen Jahr weit seltener krankgeschrieben gewesen als etwa in Mecklenburg-Vorpommern. Das geht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (DPA) aus Ergebnissen des neuen Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Die Daten der großen Kassen gelten gemeinhin als repräsentativ.

So waren Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr im Schnitt 11,6 Tage krankgeschrieben. Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern fehlten dagegen laut dem Report an 17,5 Tagen. Bis heute gebe es keine befriedigende Erklärung für die im Großen und Ganzen ziemlich konstanten Unterschiede zwischen den Bundesländern, erläuterte die bei der TK für die Gesundheitsreporte verantwortliche Expertin Gudrun Ahlers.

Deutliche Veränderung nur in Berlin

Deutlich geändert habe sich die Lage bei den Krankschreibungen vor allem in Berlin. Die Bundeshauptstadt hatte laut dem Report 2000 noch die höchsten Fehlzeiten. Mittlerweile liege Berlin hinter Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Insgesamt waren die Arbeitnehmer in Deutschland laut den Ergebnissen im vergangenen Jahr etwas häufiger krankgemeldet als im Vorjahr. Mit dem gestiegenen Krankenstand setze sich der Trend der Vorjahre fort, so der Report.

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