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11. Februar 2010, 16:07 Uhr

Krankenkassen wollen Behandlungskosten zurückfordern

Das kann teuer werden: Auf die Stadt Hamburg und private Anlieger rollt wegen der vielen Unfälle auf eisglatten Fußwegen möglicherweise eine Welle von Regressforderungen zu. Die Krankenkassen wollen nicht allein auf den Behandlungskosten sitzenbleiben, die in die Millionen gehen.

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Vorsicht, Ausrutschgefahr! Eisglatte Fußwege werden vielen Passanten im Norden zum Verhängnis© Lukas Barth/DPA

Die Stadt Hamburg und private Anlieger müssen sich eventuell auf Regressforderungen von Krankenkassen und Berufsgenossenschaften einstellen. Ein Sprecher der Techniker Krankenkasse bestätigte am Donnerstag einen Bericht des NDR, wonach die Versicherung derzeit prüft, ob Behandlungskosten nach Unfällen von Fußgängern auf eisglatten Gehwegen zurückgefordert werden können.

Der Sender zitierte zudem einen Sprecher der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) mit den Worten, die Behandlungskosten etwa für einen normalen Bruch mit 1500 Euro oder für einen komplizierten Oberschenkelhalsbruch mit etwa 15.000 Euro würden wieder zurückgeholt. Sofern ermittelt werden könne, wer seiner Räum- und Streupflicht nicht nachgekommen sei, würden Regressforderungen gestellt.

Sechs Millionen zusätzliche Kosten in Niedersachsen

Die Krankenkassen weisen laut NDR-Bericht daraufhin, dass die Kosten für eisbedingte Unfälle auf dem Arbeitsweg von den Berufsgenossenschaften bezahlt werden. Auch diese wollten das Geld von den Schuldigen zurückfordern.

Nach Angaben der Techniker Krankenkasse kostet der strenge Winter in Niedersachsen die gesetzlichen Krankenkassen zusätzliches Geld. Den Berechnungen der Versicherung zufolge werden die Ausgaben allein durch die gehäuften Verletzungen bei Schnee und Eisglätte etwa sechs Millionen Euro mehr betragen als in einem durchschnittlichen Winter. Besonders häufig komme es zu Fuß-, Knie-, Schulter- und Armverletzungen.

APN
 
 
KOMMENTARE (10 von 16)
 
asdfghjkl (12.02.2010, 10:26 Uhr)
Räum- und Streupflicht... womit?
Womit soll man denn bitte streuen? Ich bin letzte Woche in 5 Baumärkten gewesen, um Streugut zu kaufen. 3 hatten gar nichts, im vierten haben sie mir gesagt ich könnte Rindenmulch nehmen. Erst im 5ten habe ich dann Lavasplit (ohne Salz) gefunden. Das mische ich jetzt mit Asche aus meinem Holzofen.
Wie soll ich denn bitte der Räum- und Streupflicht nachkommen, wenn ich nirgendwo was zum Streuen her bekommen kann?

Habe schon Schilder an beinem Gartenzaun befestigt, wo drauf steht "vorsicht Eisglätte".

Leider wohne ich an einer Nebenstraße, wo die stadtischen Räumfahrzeuge manchmal tagelang gar nicht durch fahren.

Da ist mein freigeschaufelter, glatter Weg für die Spaziergänger leider attraktiver als die gar nicht geräumte Straße mit festgefahrenem, zentimeterdicken Packeis.

Ich hab schon überlegt, ob ich nicht einfach den Schnee von der Straße auf "meinen" Gehweg schaufele. Dann würden die Leute auf der Straße gehen, und in meinem Schneehügel hüpfen höchstens ein paar Kinder herum. Damit wäre dann die Stadt schuld, wenn jemand hinfällt und sich die Knochen bricht, und nicht ich. Mindestend drei Nachbarn machen das anscheinend so.
Andererseits kann es auch sein, dass sie das Räumen frustriert aufgegeben haben, nachdem das Räumfahrzeug (als es dann doch einmal durch fuhr) den ganzen Schnee von der Straße mal eben auf die stundenlang mühsam freigeschaufelten Bürgersteige geschoben hat.

Habe ich schon erwähnt, dass mich der Winter so langsam nervt?

Gruß
asdfghjkl
amesa (12.02.2010, 09:26 Uhr)
Unfälle auf Glätte
Ich bin 63 Jahre alt und gehe bei Glätte nur mit entsprechender Fußbekleidung und der nötigen Vorsicht aus. Daher bin ich auch noch nie auf spiegelglattem Untergrund ausgerutscht.
Wenn ich oftmals die tippelnden Mitbürger/innen sehe, die mit ungeeigneten Schuhwerk dahin schlittern,
dann sollten diese ihre Kosten selber tragen, wenn sie sich deswegen verletzen
sweetkim (12.02.2010, 08:06 Uhr)
Wir haben oder irre ich mich
Winter und da passiert es nun mal - leider - das man ausrutscht. Aber wenn die KK hier Behandlungskosten wieder einfordern, dann bitte erst recht bei Abenteurern, die sich freiwillig in Gefahr begeben (Extrembergsteiger, Snowboarding Hochgebirge etc) und andere mit ins Unglück reißen. Das bezahlt doch auch die Solidargemeinschaft.

Die nächsten wären dann wohl die Autoversicherer, die ihre Prämien erhöhen werden - so viele Unfälle. Na prima
gelegenheitsposter (11.02.2010, 22:00 Uhr)
wirklich grotesk

Ich sehe täglich ältere Menschen, die es bitter bereut haben vor die Tür zu gehen.
In Hamburg ist das einfach nicht mehr möglich, es ist zu glatt und zu hügelig, weder Kommune, noch Gewerbe, geschweige denn Privatleute kommen Ihrer Pflicht nach.

Aber eines funktioniert immer, der Strassenverkehr wird auch ohne Unfall oder Gefährdung aufgrund pauschaler Regeln abgezockt.

Darauf ist Verlass, ist ja auch einfacher die Autonummer aufzuschreiben statt zu ermitteln wer nicht gestreut hat ...

Mitten in DE, total grotesk, aber typisch deutsch.

brainuser (11.02.2010, 21:09 Uhr)
Also wirklich...,
was haben die Regress-Ansprüche mit dem "rutschigen" Winter zu tun?

Das ist doch normales Tagesgeschäft einer Krankenversicherung, egal ob GKV oder PKV.

Alles eine Sache der Haftungsfrage. Und haftet halt ein Dritter, so werden die Behandlungskosten zurückgefordert. Wo ist das Problem?

Nicht umsonst gibt es zahlreiche Abkommen zwischen den Versicherungen, welche diese Sachen teilweise sogar pauschal abgelten.

Aber Hauptsache mal wieder eine Schlagzeile mit "Krankenkasse" in der Überschrift.
Josh67 (11.02.2010, 20:41 Uhr)
Noch alles frisch?
Es ist halt Winter.
Wie soll man den ganzen Tag den Weg frei halten wenn man arbeitet, oder kein Salz mehr kaufen kann weils leer ist ?
( hat ja keiner mit gerechnet dass im Winter Schnee fällt)
Die KK brauchen nicht zu jammern Sie sind Versicherungen.
Was lassen Sie sich im Sommer einfallen.
Weil ich keine gekühlten Getränke bereitgestellt habe und die Oma nen Kreislaufkollaps......
jomimo (11.02.2010, 20:26 Uhr)
Hatte ursprünglich @Tyndal @Asiat geschrieben
Es ging nur um die kranken Kassen.

War das das Reizwort ?

Falls ja, sollten wir es dringend wieder aufnehmen.
jomimo (11.02.2010, 20:16 Uhr)
jemand bei STERN mag mich nicht.
4 fach wurde ich heute unterbunden: Mal war es off topic, 3 X nicht gesendet.

Auch in diesem Forum habe ich nur aufgezeigt, dass kranke Kassen nicht kritisch sind und utopische Summen angeben - angeblich EUR 15.000 für eine Schenkelhalsversorgung.

Das ist Verdummung, liebe Leser.

Nun höre ich auf, befürchte, dass ich bei STERN bewusst blockiert werde.
picatd95 (11.02.2010, 20:10 Uhr)
Ältere Menschen...
..können sich stellenweise in Lübeck nicht aus dem Haus trauen. Bei mir auf der Arbeit liegt eine durchgehende 5-20cm dicke Eisschicht; genauso wie in meinem Wohnviertel. Aussage des Hauswarts: Wer beim Salzstreuen erwischt wird zahlt 500 Euro. Also bewegt man sich weiter wie ein 90jähriger über die Eisschollen auf den Bürgersteigen.
traldors (11.02.2010, 19:05 Uhr)
Die Forderungen sind berechtigt (...)
schliesslich haben die Krankenkassen mit jahrzehntelanger Misswirtschaft und in totaler Abhängigkeit zur Pharmaindustrie schlicht keine Rücklagen bilden können. Und dann noch die gierigen Ärzte. Die wollen tatsächlich anständig bezahlt werden. Ja, wo sind wir denn? Sollen die doch hingehen wo der "Pfeffer" wächst.
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Tjo, diese Wünsche wurden seit längerem erhört und die Elite arbeitet "aushäusig". In der Schweiz oder auch gerne in Skandinavien oder wo auch immer.
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Merke: Die Zeche bezahlt der nicht rechtzeitig "abgehauen" ist...
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