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26. März 2009, 10:44 Uhr

Ermittlungen gegen OB Schramma

Gegen den Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Schramma soll illegal Tonbandaufnahmen von internen Sitzungen zum Einsturz des Kölner Stadtarchivs gemacht haben. Der CDU-Politiker erklärte, diese Mitschnitte seien zur Erleichterung für die Protokollführer angefertigt worden.

Köln, Einsturz Stadtarchiv, Schramma, Tonbandaufnahmen

Musste sich nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs schon viele Fragen gefallen lassen: Oberbürgermeister Fritz Schramma© Clemens Bilan/ddp

Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Oberbürgermeister Fritz Schramma wegen angeblich ungenehmigter Tonbandaufzeichnungen von Sitzungen des Koordinierungsstabs zum Archiveinsturz. "Wir verfolgen den Anfangsverdacht der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes", sagte Oberstaatsanwalt Günther Feld am Donnerstag in Köln. Man habe auf Medienberichte zu den Vorfällen reagiert und Ermittlungen eingeleitet.

Schramma soll zwei Sitzungen des sogenannten Koordinierungsstabes zum Archiv-Einsturz illegal mitgeschnitten haben. In diesem Stab erörtern Fachleute der Stadtverwaltung und der Kölner Verkehrs-Betriebe die Bergungsarbeiten nach dem Einsturz des Historischen Stadtarchivs und zweier Nachbargebäude. Bei dem Einsturz waren am 3. März zwei Menschen getötet worden.

Mehrere Teilnehmer der Gremiensitzung hatten sich am Montag überrascht gezeigt, dass die Redebeiträge auf Tonband aufgenommen worden waren. Nach Medienanfragen erklärte Schramma, diese Mitschnitte seien zur Erleichterung für die Protokollführer angefertigt worden. Tatsächlich seien sie dafür später aber nicht verwendet und letztlich ohne Abhören gelöscht worden. Bei der Sitzung des Koordinierungsstabes am Montag wurde kein Mitschnitt mehr gemacht. Schramma sagte, das Aufnahmegerät sei für jeden Teilnehmer deutlich sichtbar gewesen.

DPA
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
Nursery (26.03.2009, 13:29 Uhr)
Unerträglich
Für mich es ist es ein Rätsel warum die Kölner diesen Stümper nicht in die Wüste schicken.
Josh67 (26.03.2009, 13:24 Uhr)
Typisch
Dabei ist gerade das für die Öffentlichkeit interessant.
Pixelschubser (26.03.2009, 13:02 Uhr)
Klüngelfritz
...hat anscheinend endlich ausgeklüngelt. Erst mit aller "Stadt"-gewalt diese unselige U-Bahn durchprügeln und dann, wenn die Sache in die Hose geht, den Schwanz einziehen und den Bau in aller Öffentlichkeit zu verteufeln - nur um dann zwei Tage später wieder zurückzurudern - Nein, so einen OB braucht Köln sehr sicher nicht. Norbert Burger war sicher nicht in allen Punkten perfekt - aber hier hätte es sicher weiser gehandelt und gesprochen.
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Gute Nacht, Klüngelfritz, bau Deine U-Bahn woanders!
Countryjoe (26.03.2009, 12:02 Uhr)
Gesetze
Wie der Herr Schramma die Gesetze interpretiert, konnte man ja auch angesichts einer Demonstration sehen, deren Veranstalter ihm nicht passten.
leichtschwer (26.03.2009, 11:52 Uhr)
Köln trauert!
Die Puppenspieler des Hännesschen verfügen über mehr Professionalität als dieser provinziel dilettierende OB einer Großstadt mit dieser kulturellen Katastrophe.
Wann nimmt dieser Mann endlich seinen Hut? Oder braucht er dafür auch ein Organigram auf DIN-A-4?
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