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3. September 2009, 11:05 Uhr

Lockerbie-Attentäter liegt im Sterben

Diesen Monat wird er wohl nicht mehr überstehen: Der krebskranke Lockerbie-Attentäter Abdelbassit Ali Mohammed al Megrahi liegt nach Angaben seines Bruders im Sterben.

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Das Fernsehen zeigte am Montag Bilder von dem todkranken Abdelbasset Ali Mohammed al Megrahi in einem Krankenhaus in Tripolis© AFP

Der Zustand des todkranken Lockerbie-Attentäters Abdelbassit Ali Mohammed al Megrahi hat sich nach Informationen aus seinem Umfeld rapide verschlechtert. Krebsspezialisten aus Europa seien nach Libyen eingeflogen worden, um ihn zu behandeln, sagte der Bruder des 57-Jährigen der britischen Zeitung "The Times". Nach Einschätzung von Mohamed al Megrahi wird sein Bruder keinen weiteren Monat überleben. "Er ist in einem schlechten Zustand. Die letzte Untersuchung war schlecht. Er stirbt", zitiert die "Times" den Bruder des Attentäters.

Ein Sprecher des Krankenhauses, in dem al Megrahi liegt, sprach dem Bericht zufolge von einem stark angegriffenen Immunsystem, das infolge Krebsbehandlung geschwächt wurde. TV-Bilder hatten den 57-Jährigen zuletzt in einem Krankenhausbett mit einer Sauerstoffmaske auf dem Gesicht gezeigt.

Die schottische Regierung hatte den todkranken al Megrahi vor rund zwei Wochen begnadigt und in seine Heimat entlassen.

Beim Anschlag auf ein PanAm-Flugzeug, das über der schottischen Ortschaft Lockerbie abstürzte, waren 1988 270 Menschen getötet worden, unter ihnen 189 Amerikaner. Al Megrahi war der Einzige, der für das Attentat verurteilt wurde, doch an seiner Schuld hatte es stets Zweifel gegeben. So tauchte etwa die Theorie auf, dass Lockerbie die Vergeltung des Irans für den Abschuss eines iranischen Flugzeugs mit 290 Menschen an Bord durch ein US-Kriegsschiff im Jahr 1988 war. Libyen hatte 2003 formell die Schuld für den Tod der 270 Menschen übernommen und Entschädigungszahlungen für die Hinterbliebenen zugestimmt. Später verlautete aus der libyschen Führung, man habe die Verantwortung nur übernommen, um ein Ende der UN-Sanktionen zu erreichen.

DPA
 
 
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