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24. Oktober 2007, 08:11 Uhr

Marco W. und das TV-Tribunal

Zwar sitzt Marco W. in der Türkei in Untersuchungshaft, aber das hat TV-Moderatorin Sandra Maischberger nicht davon abgehalten, in ihrer Sendung ein Ersatz-Tribunal zu veranstalten. Dabei beschrieb Marcos Vater seine Sicht des Falls - und musste vor der Richterin mit Tränen kämpfen. Von Niels Kruse

Der 17-jährige Marco im Gefängnis in Antalya in der Türkei© Ibrahim Laleli/DPA

Seit einem halben Jahr sitzt Marco W. in türkischer Untersuchungshaft, und die Nachrichten, die seitdem aus Antalya kamen, waren streng genommen keine, denn es passierte vor allem: nichts. Dem Teenager aus den niedersächsischen Uelzen wird vorgeworfen, die 13-jährige Charlotte M. missbraucht, wenn nicht sogar vergewaltigt, zu haben. Marco bestreitet die Vorwürfe. Es steht also Aussage gegen Aussage, und wie verhärtet die Fronten in dem Fall mittlerweile sind, zeigte sich am Dienstagabend deutlich in der TV-Talk-Sendung "Menschen bei Maischberger".

Am Anfang lachte Marco noch

Eingeladen waren: Marcos Vater, der Verteidiger der Familie, zwei Rechtsexperten als eine Art Gutachter sowie der türkische Anwalt von Charlotte. Letzterer war via Satellit zugeschaltet. Außerdem zu Gast: Andrea Rohloff, die vor einigen Jahren selbst einmal in der Türkei wegen Drogenschmuggels in Haft saß. Mit diesen Akteuren geriet die Talkshow zu einer Art öffentlichen Ersatzverhandlung in der Sache Marco W. gegen Charlotte M. - es war ein TV-Tribunal zum Fall Marco W..

Zu Beginn hatte der Vertreter des Beklagten das Wort. Sachlich und gefasst schilderte Ralf Jahns, Vater des 17-Jährigen, wie sich die Verhaftung zugetragen hatte, wie der Familie nur langsam klar wurde, dass die Angelegenheit doch ernster war, als zunächst angenommen. Als Marco die Anschuldigung gehört hatte, habe er zunächst gelacht, so Jahns. "Das muss eine Verwechslung sein, ich kenne keine 13-jährige Engländerin", soll sein Sohn gesagt haben.

Und da beginnt schon das Dilemma jenes vermeintlichen Urlaubsflirts, der für Marco W. in einem türkischen Gefängnis endete. Denn Charlotte aus Oldham in der Nähe von Manchester hatte, zumindest nach der Darstellung des Vaters, geflunkert und behauptet, sie sei schon 15 Jahre alt. Das habe Marco ihr geglaubt, denn sonst wäre es nie zu "diesem Punkt gekommen", wie Marco jüngst in einem Interview mit der türkischen Zeitung "Hürriyet" gesagt hatte. Was aber genau dieser "Punkt" gewesen sei, ist die große Frage in diesem verzwickten Fall.

Marcos Vater verwirft medizinisches Gutachten

Denn das Mädchen beharrt auf der Aussage, vergewaltigt worden zu sein. Marco wiederum sagt, es habe sich dabei nur um eine Art Petting gehandelt. Allerdings haben sich beide in Widersprüchen verheddert. In der ersten Vernehmung soll Charlotte nämlich nichts von Geschlechtsverkehr gesagt haben, Marco dagegen schon. Natürlich gibt es medizinische Gutachten dazu. Zwei sogar. Das eine kommt zu dem Schluss, es sei zur Penetration gekommen, das andere wiederum, es sei nicht dazu gekommen. Sicher ist nur, dass Spermaspuren gefunden wurden. Marcos Anwalt Michael Nagel jedenfalls machte bei "Maischberger" keinen Hehl daraus, was er von dem Gutachten der Gegenseite hält - nämlich nichts. Ziemlich kühl entgegnet er seinem Kollegen in der Türkei, dass es sich dabei ohnehin nur um ein ärztliches Attest handele, dessen Aussage der Arzt zudem auch nachträglich noch entschärft habe.

Ömer Aycan, Charlottes Verteidiger, ficht das nicht an. Er bleibt bei seiner Darstellung und berichtet davon, dass Charlotte und ihre Familie durch den Vorfall ein "großes Trauma erlebt hätten", weswegen sie unter ärztlicher Aufsicht stehen würden. Vor Gericht wird er daher auf Vergewaltigung plädieren, was bis zu 15 Jahren Gefängnis für Marco W. bedeuten könnte. Zudem gebe es Verdachtsmoment gegen den 17-Jährigen, die auf Kindesmissbrauch hindeuten. Was genau er damit meinte, wollte Aycan wegen des schwebenden Verfahrens aber nicht sagen.

Tränen vor Richterin Maischberger

Aus genau diesem Grund hätte Marcos Vater Ralf Jahns an der einen oder anderen Stelle gerne mehr über den Fall erzählt. Durfte er aber nicht - auch wenn "Richterin" Sandra Maischberger noch so bohrte. Ein-, zwei Mal kämpfte der Mann, der unter Blutkrebs leidet, mit den Tränen. Etwa als er sagt, dass er froh wäre, "sagen zu können, dass es Marco gut geht". Oder als er von dem Moment berichtet, als die Familie das erste Mal nach Markos Festnahme wieder nach Deutschland zurückkehrte: "Das war ein Gefühl, als lässt man seinen Sohn im Stich."

Seit April wartet Marco W. nun auf den Beginn der Hauptverhandlung. Viel zu lange, darüber ist sich die Runde einig. Über die Gründe dagegen nicht so sehr. Der türkische Strafrechtler Bahri Öztürk führt das zum einen darauf zurück, dass einige Reformen des türkischen Strafrechts noch nicht vollständig umgesetzt seien und Marco ein "Opfer dieser Übergangszeit" sei. Zum anderen aber ist schlicht die Beweisaufnahme noch nicht abgeschlossen.

Kritik an deutscher Politik

Auch die Politik, allen voran Unions-Fraktionschef Volker Kauder und sein SPD-Kollege Peter Struck, kriegt bei dem Tribunal ihr Fett weg. Ihre sehr deutliche Ansprache an die Türkei habe vieles unnötig aufgebauscht und so für bilaterale Spannungen gesorgt, sagt der Kriminologe Christian Pfeiffer. Charlottes Anwalt zürnt gar: Mit deren Einmischung würde die Türkei "wie eine Bananenrepublik" behandelt werden. Der Fall Marco W. ist längst zu einer bilateralen Belastungsprobe geworden. Selbst der sehr auf Ausgleich bedachte Jura-Professor Öztürk konnte sich nicht verkneifen, in deutlichen Worten das Rechtssystem seiner Heimat zu verteidigen.

Und nun? Am Freitag könnte dem Gericht in Antalya die Aussage von Charlotte vorliegen, so sie denn schon übersetzt ist. Was genau auf dem Videoband zu sehen und vor allem zu hören sein wird, darüber wollte ihr Anwalt nichts Genaues sagen. Außer: "Sie erklärt die Vorgänge sehr konsequent und spricht weiterhin von Missbrauch."

Ob ihre Aussage das "Hoffnungsbarometer" für Marco W. steigen lässt, wie Sandra Maischberger zu Beginn mutmaßte, ist mehr als fraglich. Marcos Verteidiger überlegt bereits, vor den Europäischen Gerichtshof zu gehen, sollte sein Mandant nicht bald aus der U-Haft entlassen werden. Marco selbst scheint sich seinem Schicksal ergeben zu haben. "Er nimmt es wie es kommt", sagt sein Vater.

Von Niels Kruse
 
 
KOMMENTARE (10 von 36)
 
magic_whispering (26.10.2007, 18:23 Uhr)
Was noch viel schlimmer irgendwie ist,
daß jeder auch die Fakten ignoriert.
Die Türkei hat seit 2005 ein Rechtssystem welches dem europäischen angeglichen ist.
Wer genau dem sich windenden Rechtsexperten aus der Türkei zugehört hätte, wüßte er, dass er auch in der Türkei nicht mehr in U-Haft sitzen dürfte.
Er drückte sich so aus, dass viele Richter noch nicht die neuen Gesetze kennen. Na hallo, dass ist ihre Aufgabe sich mit diesen auseinanderzusetzen und die nicht einfach zu ignorieren.
Der deutsche Rechtskundige hat doch ganz klar gesagt, wie der Fall in Deutschland verlaufen wäre und der türkische Rechtsexperte hat unter zusammenstottern doch zugegeben, dass das in der Türkei nach dem neuen System hätte auch so laufen müssen.
Solange aber die Menschen nicht richtig zuhören, kann natürlich auch nichts anderes dabei herauskommen.
ICh weiß nicht ob das noch mal als video sich angeschaut werden kann, wenn ja, dann sollten es die Menschen tun, die hier argumentieren wollen, dann würden manche Sachen sich nämlich erübrigen und auch bei diesen Leuten sollte das große Staunen einsetzen.
Nochmal, der Anwalt der Engländer sagte dort unter anderen auch, dass der Gutachter, vor Gericht etwas anderes gesagt hätte als den Medien.
Wundert es niemanden außer mich, dass das türkische Gericht diesen Gutachter dann nicht verwarnt?
Außerdem erwähnte er, dass ja jetzt auch Charlottes Schwester traumatisiert ist.
Alle Leute, die hier meinen wir polemisieren, haben entweder die Sendung nicht gesehen oder waren nicht mehr aufnahmefähig.
Schnaafpaaf (26.10.2007, 17:42 Uhr)
@freeman1975
Haben Ihnen die heutigen Ereignisse (die ich gestern so ähnlich in meinem Beitrag prognostiziert habe) immer noch nicht die Augen geöffnet? Der kriminelle Advokat zieht 170 Seiten "Aussage" in englischer Sprache aus seiner Tasche und legt sie dem Gericht als Beweis vor!
Haben Sie noch Fragen? Da erübrigt sich doch jede Polemik; was da geschieht, ist viel viel schlimmer und absurder!
sachsenwini (26.10.2007, 16:48 Uhr)
@ freeman1975 Ein siebzehnjähriger Engländer,
der mit einem deutschen Mädchen, das nach über 6 Monaten noch keine Aussage zu seiner Belastung gemacht hätte, eine Liebesnacht verbrachte, säße bereits vergnügt in seinem Club und hätte sein verfrühtes Kommen längst vergessen.
freeman1975 (26.10.2007, 16:38 Uhr)
Absolute polemik
@Schnaafpaaf
es ist einfach Wunderbar, wie banal und pauschal über diesen Fall gesprochen bzw. geschrieben wird. Mich würde nur interresieren wie man eigentlich diesen Fall aufgearbeitet bzw. recherchiert hätte, wenn es ein Engländer gewesen wäre und es sich um ein 13 jähriges deutsches Mädchen gehandelt hätte ??!!
Über die Journalistischenqualitäten der Frau Maischberger, welches schon Privatsenderniveu zur nachmittagszeit hat. Brauchen wir nach der Sondersendung zum Film "Wut/ARD" glaube ich nicht mehr diskutieren !
Ich hoffe endlich das diese einseitige und mit Polemik bestückten Berichterstattungen endlich aufhören, da Sie niemandem helfen und die Sache nur unnötig erschweren....
sachsenwini (25.10.2007, 14:11 Uhr)
Ich glaube inzwischen, dass hier um Geld geht.

Der Strafrechtsprofessor aus Istanbul deutete ja etwas von „Entschädigung" gegenüber der englischen Klägerfamilie an, da lässt sich doch stark vermuten, dass hier der saubere Anwalt und die ach so besorgte Mutti aus der Liebelei ihrer Tochter noch Gewinn schlagen wollen.
.
Ich hätte nie geglaubt, dass es bei dem ganzen Szenarium im Endeffekt um eine Art Lösegeld gehen würde, dann wäre Marco tatsächlich in Geiselhaft. Aber die türkische Rechtsauffassung ist eben sehr gewöhnungsbedürftig.
magic_whispering (25.10.2007, 14:03 Uhr)
Stimmungsmache???
Stimmungsmacher sind diejenigen, die hier einem immer Ausländerhasser, Nazi und Hartz IV Empfänger vorwerfen.
Diese Menschen wollen immer irgendjemanden in die Ecke drängen und sie brauchen Schubladen.
Ich habe mir gestern abend einen Bericht über die Türkei angesehen. In diesem Bericht kam unterschwellig, durch dass die Türken untereinander selbst nicht eins sind. Türkei ist ein Vielvölkerstaat ähnlich wie Jugoslawien es war. Atatürk führte 1930 das Frauenwahlrecht ein und schaffte die Schleierpflicht ab und das tragen des Fez ab.
Die weltoffenen Türken stehen in kontroverse mit den ewig gestrigen.
Die Religion steht dem eigentlich nicht im Weg, sie wird nur dafür missbraucht.
Ich kann jetzt auch verstehen, warum dieses alles gerade in der Türkei so schwierig ist. Die einen gallopieren nach vorn, während die anderen 3 Schritte zurückmarschieren. Sie gehen nicht aufeinander zu sondern entfernen sich immer mehr voneinander.
Und in dieses Dilemma ist Marco hereingeraten.
Schuld an der ganzen Geschichte ist in der Tat eigentlich nur die englische Mutter. Die in ihrer Verbohrtheit, Wut, Enttäuschung und Arroganz nicht über ihren Schatten springen kann und somit jeden Blickpunkt für das Menschliche verloren hat.
Merkwürdig finde ich nur, das der christliche Beistand den sie haben muss, weil sie ja strenggläubig ist,
nicht an ihre Menschlichkeit appellieren kann.
Ich finde es erstaunlich, wie sie aus verletzter Eitelkeit bzw. blindem Zorn ihre Nächstenliebe vergessen kann.
Marco`s Anwalt sollte in meinen Augen auf alle Fälle eine Privatklage gegen diese Mutter anstreben, wegen Verletztung der Aufsichtspflicht, Verleumdung, Freiheitsberaubung ( ihre Anklage ist ja die Ursache )und Verschleppung des Prozesses.
Sollte vielleicht dann von Deutschland ausgehen, da das deutsche Gericht dann die engliche Familie auffordern kann, vor dem deutschen Gericht zu erscheinen.
Vielleicht kommt man dann der Wahrheit näher.
sachsenwini (25.10.2007, 11:09 Uhr)
Über die türkische Rechtspraxis
habe ich hier noch einen interessanten Artikel gefunden, der Ihre Feststellungen bestätigt:
"Hier dürfen Anwälte lügen"
´´
tm Antalya. Immer wieder strecken die Eltern Martina Weiß und Ralf Jahns ihre Hand zu Charlottes Familie aus, doch Prozesstag für Prozesstag gab es herbe Enttäuschungen und markige Worte der Gegenseite. Pünktlich vor dre Verhandlungsfortsetzung die Forderung nach vielen Jahren Gefängnis. " Es ist erschreckend, wie negative Stimmung gemacht wird, " sagt Martina Weiß gestern gegenüber der AZ.
Doch es gibt auch Prozessbeobachter, für die die drastischen Töne von Charlottes Anwalt Ömer Aycan nicht überraschend kommen. "Um seine Äußerungen zu verstehen, muss man die Situation in türkischen Gerichten kennen", sagt Reinhard Schräder. "Hier dürfen die Anwälte lügen, das gehört zum täglichen Geschäft."
Schröder ist Deutscher und mit Frau und Tochter vor acht Jahren in die Türkei ausgewandert. Den Prozess gegen Marco beobachtet er ganz genau.
"Früher bin ich auch am Rechtssystem in diesem Land verzweifelt, doch dann habe ich es nach und nach gelernt, nach diesen Spielregeln zu spielen", sagt er. Und eine der wichtigsten Regeln heißt: Zurückschießen.
"Marcos Anwälte hätten gleich gegen Charlottes Mutter klagen müssen, weil sie dem Kind gestattet hat, Alkohol zu trinken", sagt Schröder. Alkoholgenuss einer 13jährigen, Verletzung der Aufsichtspflicht durch eine Mutter, "das sind Dinge, die die Volksseele in diesem Land zum Kochen bringen".
Derzeit aber mache sich stattdessen eine große Solidarität mit dem türkischen Gericht breit, so Reinhard Schröder, "weil man empört ist, dass die Deutschen offenbar über die Politik Stimmung machen wollen".
[Quelle: AZ Uelzen, Printausgabe vom Do., 25.10.2997, S.3)
sportartmakler (25.10.2007, 10:11 Uhr)
@jurist
ich glaube sie sehen das alles hier zu distzanziert, ihre berufllichen stellung sicherlich geschuldet. das ist die gefahr in ihrem beruf, die menschen der jeweiligen geschichten zu vergessen und stur nach paragraphen zu arbeiten. zugegeben, denen müßen sie mehr beachtung schenken, aber die menschen dürfen nicht komplett wegfallen. wenn es mehr indizien oder gar beweise in diesem fall geben würde die marco relativ eindeutig belasten würden, würde sich hier kein mensch drüber aufregen. da müßen sie doch von ihrer sachlichen schiene mal kurz runter kommen und uns zustimmen?
magic_whispering (25.10.2007, 10:00 Uhr)
@jurist
wenn Sie der Ansicht sind, dass die meisten hier falsch und nur aus ihren Emotionen heraus argumentieren, dann habe ich 2 Fragen an Sie:
In der Sendung bei Maischberger sagte der türkische Anwalt ebenfalls, dass auch Charlottes Schwester wegen Traumatisierung in Behandlung sei und das der Gutachter der Charlotte untersucht haben soll vor Gericht etwas anders ausgesagt hätte, als er später den Medien erzählte.
Wie kann ein Anwalt so etwas behaupten? Der ganze Fall baut sich immer wieder nur auf die Aussagen dieses Anwaltes auf.
Immer wenn ein neuer Termin heranrückt, dann zaubert er eine neue Anschuldigung aus dem Ärmel.
Das türkische Gericht hätte es doch in der Hand diese ganze Sache aufzuklären. Müsste der Gutachter nicht auch angemahnt werden, wenn das wahr wäre, dass er dem Gericht etwas anderes erzählte, als der Presse?
Warum ist aufeinmal die Schwester auch traumatisiert. War Marco noch auf dem Balkon und hat im Beisein des anderen Jungen an der Schwester gerieben, die ebenso geschlafen hat?
Oder kann es nicht vielleicht doch sein, dass beide Mädchen traumatisiert sind, weil sie die Wahrheit nicht sagen können und dürfen. Weil sie innerlich so zerrießen sind und in einem entsetzlichen Zwiespalt sind.
Es geht um ihre Mutter und um die Wahrheit. Für was soll man sich entscheiden. Glauben Sie nicht, dass dieses allein schon einen traumatisieren kann?
Bei der angeblichen Videoaussage die es geben soll, war die Mutter zugegeben, warum? Muss so eine Aussage nicht das Kind allein machen, sie ist zwar noch keine 14 aber auch keine 10 Jahre mehr.
Wer einerseits sich so alt fühlt in eine Diskothek gehen zu können und zu dürfen, müsste auch in der Lage sein eine Aussage allein machen zu können.
Der ganze Fall macht die Menschen so wütend und so voller Emotionen, weil an dieser Geschichte einfach etwas nicht stimmt.
Die türkische Justiz hat es sich selbst eingebrockt, dass sie zwischen die Fronten geraten ist.
Warum hat sie denn nicht Charlotte noch befragt, als sie in der Türkei war.
Warum fordert man Charlotte nicht auf, ihre Aussage in der Türkei zu machen.
Warum bremst man den Anwalt der Engländer nicht.
Warum verhandelt man nicht nach dem Gesetz, welches seit 2005 auch in der Türkei gilt.
Der Betrachter hat dadurch das Gefühl, dass der türkische Anwalt der Engländer das Gericht manipulieren kann. Das kann und darf doch nicht wahr sein.
DerJurist (25.10.2007, 00:41 Uhr)
@Dirk_37
Na das ist ja mal ein sachlicher Schluss der das Niveau der Mehrheit hier wiedergibt. "Kotzbrocken"; Hmm, ich glaube das kommt sogar gut hin bei mir !
Um mal wieder etwas sachlicher zu werden, 7 Monate U Haft bei einem Delikt das mit bis zu 15 Jahren Haft geahndet wird, zu beachten auch die Tatsache, dass insgesamt 3 verschiedene Staaten involviert sind ist nicht unverhältnismäßig. Wer glaubt in Deutschland bekomme jeder sehr viel schneller seinen Prozess, irrt, obwohl nicht 3 verschiedene Staaten involviert sind.
Aber, wenn einem die Argumente ausgehen einfach mal auf die Generalklausel der Menschlichkeit berufen und beleidigend werden... vorbildlich ! Ich denke mehr muss man zum letzten Kommentar nicht sagen.
Gutes Nächtle....
auch Ihnen, Dirk
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