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6. Januar 2009, 17:59 Uhr

Ehemann konnte Beata nicht mehr helfen

Nach dem schweren Ski-Unglück von Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus hat sich erstmals der Ehemann des Unfallopfers geäußert. Er kam zwar als Erster an die Unfallstelle auf der Piste, konnte seiner Frau jedoch nicht mehr helfen. Sie erlag ihren Kopfverletzungen und wird am Mittwoch beerdigt.

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Beata Christandl kam bei dem Ski-Unfall mit Dieter Althaus ums Leben. Ihr Ehemann konnte ihr nicht mehr helfen© Oliver Lang/DDP

Wenige Tage nach seinem schweren Skiunfall in Österreich ist der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus weiter auf dem Weg zur Besserung. "Es ist alles in Ordnung", sagte der Leiter der Unfallchirurgie des Krankenhauses Schwarzach, Franklin Genelin, der Nachrichtenagentur APA. Der Politiker habe die Nacht gut verbracht, man sei sehr zufrieden. Gehen könne Althaus aber noch nicht. "Das geht nicht so schnell", sagte Genelin. Wann der Politiker in eine Klinik nach Deutschland verlegt werden kann, ist noch unklar.

Die 41-jährige Slowakin war nach der Kollision mit dem Politiker auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben. Sie wird in Riegersburg, dem Heimatort ihres Ehemanns in der Steiermark, beerdigt. Die Sportlehrerin hatte zuletzt mit ihrem dort bei der Nato tätigen Mann in den USA gewohnt. Der Witwer äußerte sich erstmals in den Medien zu dem Unfall. Der "Kleinen Zeitung" in Österreich sagte der 47 Jahre alte Bernhard Christandl, dass er von dem Zusammenprall nichts mitbekommen habe. "Wir sind kurz vor dem Unglück auf der Piste stehen geblieben. Es waren noch zwei Kinder dabei. Ein Kind von mir, ein Kind von der Schwester meiner Frau." Die Kinder seien als erste losgefahren, dann seine Frau. Er selbst habe die Unfallstelle zwar als Erster erreicht, konnte seiner Frau aber nicht mehr helfen.

Die thüringische Finanzministerin Birgit Diezel (CDU), die derzeit Althaus auch als Ministerpräsidentin vertritt, reist am Mittwoch zur Trauerfeier für die bei dem Skiunfall am Neujahrstag in der Steiermark tödlich verletzte Frau. Diezel sagte am Dienstag nach der von ihr geleiteten Kabinettssitzung in Erfurt, den Hinterbliebenen gelte das tief empfundene Beileid, sie würden in die Gebete mit eingeschlossen. Althaus sei unverändert auf dem Weg der Genesung. Seine Frau Katharina und die Töchter seien bei ihm. Er könne sich nach wie vor nicht an den tragischen Unfall erinnern. Eine Verlegung von Althaus in das Uniklinikum Jena stehe nicht unmittelbar bevor. Über den Zeitpunkt könne noch nichts gesagt werden.

"Dieter Althaus spricht, isst, er ist auf dem Weg der Genesung, und das braucht Zeit", sagte Diezel. "Wir müssen Ruhe bewahren und unseren Dienst tun, um den Genesungsverlauf nicht zu beeinträchtigen." Ob sie Althaus am Krankenbett besuchen werde, hänge vom Rat der dortigen Ärzte ab, sagte die Thüringer Finanzministerin. Derzeit plane die Landesregierung in Zeiträumen von zwei Wochen. Sie rechne fest damit, dass Althaus als CDU-Spitzenkandidat zur Thüringer Landtagswahl am 30. August wieder zur Verfügung stehen könne.

Laut der Prognose der Ärzte werde der Ministerpräsident keine bleibenden Schäden davontragen. "Und darauf hoffen wir", sagte Diezel. Wegen des Unfalls ist unterdessen in Österreich die Diskussion über die Sicherheit auf den Pisten voll im Gange. Drei Bundesländer erwägen, eine Helmpflicht einzuführen, wie eine APA-Umfrage ergab. Salzburg, Vorarlberg und Kärnten prüfen demnach eine gesetzliche Regelung zumindest für Kinder, der Regierungschef von Oberösterreich äußerte sich vorsichtig positiv. Keine konkreten Pläne für eine gesetzliche Regelung gibt es bislang in der Steiermark, wo Althaus verunglückte.

AP/web
 
 
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