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26. November 2005, 10:39 Uhr

Sintflut im Urlaubsparadies

Der größte Tsunami seit Menschengedenken überrollte die Küsten Südostasiens und kostete mehr als 200.000 Menschen das Leben.

Nur die Moschee der Stadt im Nordwesten Sumatras ist stehen geblieben. Das Zentrum des Bebens lag nur 120 Kilometer entfernt vor der Küste© Ccoo Youn-Kong/AFP

Um 7.58 Uhr Ortszeit des zweiten Weihnachtstages 2004 erschütterte ein Beben der Stärke 9,0 den Ozeangrund vor der Nordwestküste Sumatras. Die Tsunami-Wellen breiteten sich binnen Stunden bis an die Küsten Afrikas aus. Das ganze Ausmaß der Katastrophe wurde erst nach mehreren Tagen und Wochen deutlich: Bei dem größten Tsunami seit Menschengedenken kamen in Südasien vermutlich über 200 000 Menschen ums Leben. Die UN spricht von einer Katastrophe ohne Beispiel. Der WHO zufolge wurden in Südasien fünf Millionen Menschen obdachlos. Katastrophale Zustände behinderten in der Region Aceh im Norden Sumatras die Hilfsarbeiten.

Am schwersten waren Indonesien und Sri Lanka von der Flut betroffen. Allein in Indonesien starben 150.000 Menschen, in Sri Lanka über 35.000. Nachdem anfangs über 1.000 deutsche Touristen in der Krisenregion als vermisst galten, liegt die offizielle Zahl der identifizierten Todesopfer heute - knapp ein Jahr nach dem Tsunami - bei 536, von 16 Menschen fehlt noch immer jede Spur.

Die Flutkatastrophe führte zu einer unvergleichbaren Hilfsbereitschaft unter der deutschen Bevölkerung. Insgesamt 600 Millionen Euro kamen aus Privatspenden zusammen, die deutsche Regierung sagte 500 Millionen Euro Finanzhilfe zu.

 
 
 
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