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21. September 2009, 16:46 Uhr

"Die Wut der Mörder macht uns stolz"

Euer Hass ist unser Stolz: So lässt sich die Geisteshaltung der iranischen Führung zusammenfassen. Präsident Mahmud Ahmadinedschad schürt vor seinem Auftritt in der UN-Vollversammlung diese Stimmung.

Ahmadinedschad, Iran, Holocaust

Vereint im Hass auf die "Zionisten": Der iranische Präsident Mahmud Ahamdinedschad (vorne), Revolutionsführer Ayatollah Khomenei (Bild l.) und der heutige geistliche Führer Ali Chamenei© Abedin Taherkenareh/EPA

Den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad erfüllt der Aufruhr wegen seiner Bezeichnung des Holocaust als "Mythos" mit Stolz. "Die Wut der professionellen Mörder macht uns stolz", zitierte ihn die amtliche iranische Nachrichtenagentur Irna am Montag in Anspielung unter anderem auf Israel und die USA. Ahmadinedschad hatte in den vergangenen Jahren immer wieder als Holocaust-Leugner Schlagzeilen provoziert, zuletzt am vergangenen Freitag. Der iranische Präsident nimmt diese Woche an der Generaldebatte der UN-Vollversammlung teil, wo er nach Angaben eines Mitarbeiters eine "Friedensbotschaft" verkünden will.

Sein geistlicher Führer macht ebenfalls Stimmung gegen Israel: Ayatollah Ali Chamenei nannte am Sonntag in einer Rede zum Ende des Fastenmonats Ramadan die Solidaritätsbekundungen mit den Palästinensern am alljährlich begangenen Jerusalem-Tag einen "deutlichen Aufschrei der Muslime gegen den zerstörerischen zionistischen Krebs".

Die Iraner provozierten einmal mehr internationalen Protest. Die französische Regierung nannte die Äußerung "zutiefst schockierend". Die Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, erklärte, "nach alter Sündenbock-Manier" versuche Chamenei "genauso wie der Holocaustleugner Ahmadinedschad" von den Problemen im eigenen Land abzulenken und mit dem Staat Israel einen "vermeintlich Schuldigen" auszumachen.

AFP
 
 
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