. .
Politik im Ausland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
13. Dezember 2010, 19:30 Uhr

US-Gericht erklärt Gesundheitsreform für teilweise ungültig

Ein Richter in den USA hat erstmals ein Urteil gegen die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama gefällt. Ein Gericht im Bundesstaat Virginia erklärte das Kernelement des Gesetzes für ungültig, dass jeder Amerikaner eine Krankenversicherung abschließen muss.

Obama, USA, Gericht, Gesundheitsreform

US-Präsident Barack Obama unterschreibt die Reform Anfang des Jahres© DPA

Ein Bundesgericht in den USA hat Teile der Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama für verfassungswidrig erklärt. Mit der Bestimmung, dass jeder Bürger ab 2014 bei Strafandrohung eine Krankenversicherung abschließen muss, überschreite das Gesetz den Rahmen der Verfassung, urteilte ein Bundesgericht am Montag in Richmond im Bundesstaat Virginia. Die Richter verzichteten aber darauf, das Gesetz außer Kraft zu setzen, da die beanstandete Regelung ohnehin erst 2014 in Kraft treten soll.

Das Verfahren war vom Justizminister des Staats Virginia angestrengt worden. Vor mehreren US-Gerichten sind derzeit noch Klagen gegen das Gesetz anhängig. Viele Rechtsexperten in den USA gehen davon aus, dass der Streit um das Gesetz durch die Instanzen bis zum Obersten Gericht in Washington gehen wird, welches dann das letzte Wort in der Angelegenheit hätte.

Das Gericht in Virginia begründete sein Urteil damit, dass der US-Kongress nicht das Recht habe, Bürger zum Kauf einer bestimmten Dienstleistung - in diesem Fall eine Krankenversicherung - zu verpflichten. Die US-Regierung beruft sich in dem Streit auf das verfassungsmäßig festgeschriebene Recht des Kongresses, den Handel zwischen den US-Bundesstaaten zu regulieren. Das Bundesgericht in Virginia urteilte nun aber, dass Obamas Gesundheitsreform über die Regulierung der Handelsbeziehungen hinausgehe.

Die Gesundheitsreform zählt zu den innenpolitischen Kernprojekten von Präsident Obama. Nach erbittertem politischen Streit wurde sie im Frühjahr knapp vom Kongress verabschiedet. Sie gilt als die größte Sozialreform in den USA der vergangenen Jahrzehnte. Im Mittelpunkt steht das so genannte "individuelle Mandat" - also die Verpflichtung jedes Bürgers, eine Krankenversicherung zu erwerben. Das umfassende und sehr komplexe Gesetz sieht dafür auch staatliche Beihilfen vor. Obamas Gegner in der Republikanischen Partei haben die Umkehr der Reform zu einem ihrer Hauptziele erklärt.

zen/AFP
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Gesundheitsreform US-Kongress billigt geänderte Passagen

US-Präsident Obama hatte das Gesetz zur Gesundheitsreform schon unterzeichnet, da erzwangen die Republikaner eine erneute Abstimmung. Die korrigierten Teile wurden jetzt vom Kongress verabschiedet. Die Demokraten beklagten dabei massive Drohungen gegen sie. mehr...

US-Gesundheitsreform Republikaner erzwingen weitere Abstimmung

Eigentlich schien schon alles in trockenen Tüchern, doch nun haben die Republikaner Teile von Barack Obamas Gesundheitsreform ausgebremst: Das Repräsentantenhaus muss über ein Änderungspaket neu entscheiden - wegen Verfahrensfehlern. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe