. .
Politik in Deutschland
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
30. April 2010, 17:12 Uhr

Die Aliens sind schon gelandet

Physiker Stephen Hawking warnt vor zukünftigen Begegnungen mit Außerirdischen. Aber was ist, wenn die Aliens längst in Berlin angekommen sind? Zeit für den Abwasch. Von Axel Vornbäumen

 
Außerirdische, Aliens, Stephen Hawking, Physiker, Guido Westerwelle, Friedrich Merz, Wolfgang Clement, Felix Magath

Stephen Hawking ist sich sicher: Im Weltall leben stachelschwänzige Nomaden, die über die Menschheit herfallen wollen© Salvatore di Nolfi/DPA

Wenn der so unfassbar kluge Physiker Stephen Hawking etwas sagt, dann ist es so, wie wenn Schalkes Trainer Felix Magath einen neuen Spieler kauft: Es hat schon irgendwie seinen Sinn. Lassen wir mal einen Moment lang Magath beiseite und wenden uns Hawking zu, denn der hat in dieser Woche etwas wirklich beunruhigendes in seinen Sprachcomputer diktiert: Die Annahme nämlich, dass es im Universum mit seinen 100 Millionen Sternen keine weiteren Lebewesen gebe, als die, die sich auf der Erde tummelten, sei unrealistisch! Sagt Hawking. Bitte sehr. Und jetzt die besonders beunruhigende Nachricht: Hawking stellt sich die Außerirdischen als stachelschwänzige Weltraumnomaden vor, die über die Erde herfallen, sie kolonialisieren, aussaugen und dann weiterziehen würden. Schön ist das nicht.

Und wenn er irrt? Was, wenn sie in Wahrheit längst da sind? Verkleidet als Griechen... nein, stopp, platter Scherz. Dies ist ein seriöser Abwasch. Also noch mal. Die Außerirdischen sind längst da, lassen die Griechen allerdings Griechen sein und haben sich lieber als Guido Westerwelle verkleidet - wozu es nun wirklich erste ernsthaftere Indizien gibt, weil der Außenminister in jüngster Zeit gerne zu Protokoll gibt, dass er ein Mann sei, der in dieser schnelllebigen Zeit in ganz anderen, nämlich viel größeren Zeiträumen zu denken gedenke. Für uns normale Erdlinge wäre es schön, wenn wir davon mal was mitbekämen. Aber wahrscheinlich ist das dem außerirdischen Westerwelle so wurscht, wie wenn in einer fernen Galaxie einer sein Steuerkonzept auf einen Bierdeckel kritzelt.

*

Apropos. Im irdischen Berlin, wo in dieser Woche eigentlich für nichts anderes mehr Platz war als für die Überlegungen, wie wir den Griechen die Milliarden hinterherwerfen ohne dass dies die Bild-Zeitung volkstribunalmäßig geißelt, tauchte justament Friedrich ("Bierdeckel") Merz auf, im Schlepptau der ewig nölige Wolfgang Clement, beide vereint in ihrem Brass auf die Sozis im Allgemeinen und Angela Merkel im Besonderen. Merz und Clement gefiel es, mächtig nach Führung in der Krise zu rufen. Das haben sie eigentlich schon von jeher gemacht, diesmal allerdings zwischen Buchdeckel gepresst. Außerirdisch war daran nix, es sei denn die Kameraden vom anderen Stern haben als Camouflage die besonders perfide Methode der ewigen Wiederholung gewählt.

Was die wert ist - also die ständige Wiederholung - können Menschen mit Gedächtnis übrigens sehr schön am Beispiel der westerwellschen FDP nachprüfen, die dieser Tage sich von ihrem Mantra der zügig umzusetzenden Steuersenkungen zähneknirschend verabschiedet hat. Begründung: Das Geld fehlt. Das, indes, hätte man allerdings auch schon vor einem halben Jahr, wissen können - als Außerirdischer, der in anderen Zeiträumen denkt, sowieso.

*

Gibt's noch ne gute Nachricht zum Abwaschabschluss? Gibt es: In acht Tagen sind Landtagswahlen. Danach beginnt die neue, die wirklich harte Zeit. Dann wird das ganze Elend erst richtig sichtbar. Womöglich werden wir dann schon bald anfangen zu warten auf Hawkings stachelschwänzige Weltraumnomaden. Wo bleiben die denn so lange...

Von Axel Vornbäumen
 
 
KOMMENTARE (10 von 11)
 
lastthought (03.05.2010, 12:24 Uhr)
@ Axel Vornbäumen
Redakteur für besondere Aufgaben. Lachhaft. Es scheint mir eher, dass Sie ein schlichter Polemiker sind, der nicht wirklich Tief in Dinge einzusteigen vermag und deshalb Themen mit Arroganz begegnet, von denen er keine Ahnung hat. Schon ein Armutszeugnis, wenn man einen der annerkanntesten Physiker und Mathematiker versucht lächerlich darzustellen während man schon nicht mal in der Schule eine Leuchte in Physik war. Mich wundert es nur dass man mit dieser Einstellung und Arbeitsauffassung trotzdem Redakteur wird.
lastthought (03.05.2010, 12:18 Uhr)
@ Axel Vornbäumen
Redakteur für besondere Aufgaben. Lachhaft. Es scheint mir eher, dass Sie ein schlichter Polemiker sind, der nicht wirklich Tief in Dinge einzusteigen vermag und deshalb Themen mit Arroganz begegnet, von denen er keine Ahnung hat. Schon ein Armutszeugnis, wenn man einen der annerkanntesten Physiker und Mathematiker versucht lächerlich darzustellen während man schon nicht mal in der Schule eine Leuchte in Physik war. Mich wundert es nur dass man mit dieser Einstellung und Arbeitsauffassung trotzdem Redakteur wird.
Mikeorganizer (03.05.2010, 12:15 Uhr)
Mein Kommentar schon wieder gelöscht....
also echt Stern, ihr verkommt zu einem politischen Bananenblatt.
OttoB (02.05.2010, 22:58 Uhr)
@erap123
Es gibt nur 2 Möglichkeiten. Sie sind intelligenter als wir alle oder in der FDP.Ich wußte auch nie wie Westerwelles sich vermehren, aber nun ist alles klar.
jetrabbit (02.05.2010, 15:57 Uhr)
"disclosure project"
gibts auch auf deutsch. mehr braucht man hierzu nicht sagen... ich empfehle insbesondere, im interview auf die worte von carol rosin zu hören.
tannebaum (02.05.2010, 11:14 Uhr)
ach freunde...
über jules verne wurde auch nur gelacht. 50-100 jahre später war alles so passiert, wie er es vorausgesehen hatte.

astronomie und physik war für viele immer schon ein schwarzes loch. da flüchteten sich die dummen eher in die astrologie und kartenlegerei.

aber es ist nun einmal so, dass wir schon seit jahrzehnten sonden ind weltall schicken auf der suche nach intelligentem leben. mit kartenanzeige wo die welt liegt, etwas klassischer musik und anderem. eben so, dass die aliens uns schon mal kennenlernen.

das problem ist: wenn aliens das finden, wenn sie das auswerten können und uns besuchen können (was wir alles nicht können), dann wären sie uns technologisch derart überlegen, dass wir nicht mal den hauch einer chance hätten.
das wäre ja so, als würde sicher der mensch mit der ameise verbünden... eher unglaubwürdig, oder???

das zu verstehen beruht auf vielerlei aspekte. der erste und wichtigste ist: wir sind dann nicht gottes erstes aufgebot und nicht der überheiland. das aber geht bei vielen gar nicht, denn in den filmen gewinnen wir immer gegen die aliens...
wer aber das nicht akzeptiert, der ist nie bereit frei zu denken.

ps: der hawkins sagt auch, wenn wir uns bis im 23.kahrhndert keine weltraumtechnologie erschaffen haben, um andere planeten zu besiedeln, dann sterben wir alle aus. er rechnet damit, dass die rohstoffe dann weg sind, die menschen um die letzten kriege führen und die umwelt so geschädigt ist, dass ein weiteres leben unmöglich wäre.

über die groß aufgebauschten themen derzeit, wie wir zwei wale retten und uns dann für gutmenschen halten, könnte er nur laut lachen (wenn er dazu die kraft hätte). auch hier vertsehen wir längst noch nicht, was auf uns zurollt.
erap123 (02.05.2010, 07:59 Uhr)
Das eine mit dem anderen...
Eine Aussage des vielleicht bedeutesten Wissenschaftler unserer Zeit in einen Bericht über zweifelhafte politische Themen zu werfen zeigt, dass der Schreiber des Artikels zu der gleichen Masse Menschen gehört, die
nichts anderes mehr wollen als sensationsgeile Themen. Wenn man nur einen Funken Hawkins Gedankengut verstehen würde, würde man nicht auf so ein Niveau absinken.
Josh67 (01.05.2010, 23:51 Uhr)
lol
Klasse!
:)
Corazito3333 (01.05.2010, 23:04 Uhr)
Lasset die Kinderlein kommen....
vielleicht können die Außerirdischen den Planeten noch retten und uns von der raffgierigen nimmersatten Elite befreien.
lastthought (01.05.2010, 19:54 Uhr)
Schlaue Redakteure!
Warum brauchen wir so etwas wie ein SETI-Programm wenn wir sie denn entdecken würden es gar nicht glauben würden. Ich glaube das diese lächerlicher Provinzschreiberling weder ein Buch von Hawking, Randall oder Kaku je gelesen hat geschweigeden verstanden haben mag oder kann. Auch unser toller europäischer Teilchenspucker existiert nur deshalb weil Wissenschaftler die String-Theorie und andere Dimensionen für wahrscheinlich halten. Sogar den von Ihnen zitierten Alien. Komisch, dass man für so aus der Luft gegriffene Theorien Milliarden ausgeben kann.
Wird man heute wirklich so schlecht bezahlt? Wenn dem so ist dann nehme ich natürlich alles wieder zurück.
Abwasch der Woche

Wer hat aufgemuckt, wer hat verloren, wer hat die beste Show geliefert? Jeden Samstag werfen stern-Autoren einen Blick zurück auf die politische Woche - mal kommentierend, mal glossierend.

WEITERE ARTIKEL DER KOLUMNE
MEHR ZUM ARTIKEL
Physiker Stephen Hawking "Aliens würden über uns herfallen"

Dass es nur auf der Erde Leben gibt, ist für Star-Physiker Stephen Hawking unwahrscheinlich - angesichts von Milliarden von Galaxien und noch mehr Sternen im All. Allerdings glaubt er nicht, dass eine mögliche Begegnung mit Außerirdischen besonders gut für die Menschen ausgehen würde. mehr...

Friedrich Merz und Wolfgang Clement Zwei Polit-Aussteiger träumen von Führung

Was verbindet Wolfgang Clement, ehemals SPD, und Friedrich Merz, CDU? Sie haben das politische Geschäft frustriert hingeworfen. Und nun gemeinsam ein Buch geschrieben. mehr...

FDP-Parteitag Die leere liberale Hülle

Erbittert verfolgt die FDP ihr Ziel, die Steuern zu senken. Doch das Konzept überzeugt nicht. Und die Sturheit zeigt nur: Die Liberalen haben ansonsten wenig zu bieten. mehr...

MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind